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Kirchliche Beteuerungen, streng gegen Kinderschänder-Verbrechen von Priestern vorzugehen: „Alles nur Fassade“

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Kirchliche Beteuerungen, streng gegen Kinderschänder-Verbrechen von Priestern vorzugehen: „Alles nur Fassade“

Man könnte von „Menschenopfern“ unserer Zeit sprechen. Die von Tausenden von katholischen Priestern vergewaltigten Kindern werden nicht – wie in früheren grausamen Religionskulten – getötet, aber viele sprechen von „Seelenmord“, und nicht selten begingen die Opfer später Selbstmord.
Nun wurde der nächste Bericht darüber der Öffentlichkeit vorgestellt. Allein in Teilen des US-Bundesstaats Pennsylvania haben 300 bis 400 katholische Priester Tausende von Kindern innerhalb von 70 Jahren sexuell missbraucht, vergewaltigt, Jungen und Mädchen. Die Würdenträger „haben alles versteckt“, Schwerverbrecher wurden immer nur auf eine andere Pfarrstelle versetzt, begingen dort neue Schwerverbrechen. „Die Kirche hat ihre Institutionen geschützt – kostete es, was es wolle“ heißt es in einem neuen Bericht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie gar nicht alle Täter ermitteln konnte. (focus.de, 15.8.2018)
„In einem Fall soll ein Priester ein siebenjähriges Mädchen in einem Krankenhaus vergewaltigt haben, nachdem ihr die Mandeln entfernt wurden. Ein weiterer Beschuldigter soll einen neunjährigen Jungen dazu gezwungen haben, ihn oral zu befriedigen. Danach ´reinigte` er demnach den Mund des Kindes mit Weihwasser.“ (spiegel.de, 16.8.2018)

Dass die Verbrechen der noch lebenden Würdenträger meist als „verjährt“ gelten und deshalb strafrechtlich nicht mehr verfolgt werden, hat System. Im Kirchenapparat wurden sie nicht der Polizei gemeldet und auch innerkirchlich nur mit Samtpfoten angefasst, wie auch aktuelle Beispiele belegen.

Männer immer höherer Amts-Ränge sind von den Anklagen betroffen, Kinder und Jugendliche vergewaltigt zu haben oder von Priestern begangene Verbrechen dieser Art vertuscht zu haben.
Im Juli 2018 berichten die Medien z. B. über den Erzbischof von Washington D.C. Theodore McCarrik, mittlerweile im Ruhestand. Beim Nachrichtendienst katholisch.de ist zu lesen, dass McCarrick junge Priesteranwärter sexuell missbraucht haben soll“ und „mindestens auch zwei Minderjährige; vielleicht sogar mehr“ (25.7.2018). Papst Franziskus entzog ihm daraufhin den Kardinalstitel und ordnete ein „abgeschiedenes Leben in Gebet und Buße“ an – bis zum Abschluss eines so genannten „kirchenrechtlichen Verfahrens“.

Nicht alle Tageszeitungen und Magazine in Deutschland wollten darüber zur Tagesordnung übergehen. So ruft die Nordwest-Zeitung in Oldenburg weitere bekannt gewordene Beispiele der jüngeren Vergangenheit in Erinnerung und kommentiert dazu am 30.7.2018:
„Null Toleranz beim Thema sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Das sind die Worte von Papst Franziskus. Doch seine Taten sagen etwas ganz anderes. Denn tatsächlich ist es doch so: Erst wenn der Druck der Öffentlichkeit allzu groß wird, wird gehandelt. Und auch das nur halbherzig.“
So hat Franziskus annähernd zur gleichen Zeit den Amtsverzicht von Erzbischof Philip Wilson aus Adelaide in Australien angenommen, der kurz zuvor von einem staatlichen Gericht zu einem Jahr Gefängnis wegen Vertuschung von Sexualverbrechen an Kindern verurteilt worden war. Doch erst nach diesem Urteil eines staatlichen Gerichts hatte der Papst gehandelt, und erst, nachdem sogar der australische Premierminister ihn in einem Brief dazu aufgefordert hatte, Wilson, der trotz der Vorwürfe zunächst nicht zurücktreten wollte, doch bitte abzuberufen.

Ein anderes Beispiel ist der US-amerikanische Erzbischof Anthony Apuron aus Guam. Vier ehemalige Ministranten klagen ihn an, sie als Jugendliche missbraucht zu haben, als er noch Gemeindepriester war, und sein eigener Neffe klagt ihn an, als Teenager von ihm vergewaltigt worden zu sein. Daraufhin wurde er kirchenintern erst einmal beurlaubt. Danach dauerte es 1 ½ Jahre, bis beschlossen wurde, ihm den Bischofstitel zu entziehen. Doch es dauerte ein weiteres halbes Jahr, bis der Vatikan diese Entscheidung schließlich verkündet hatte. In der Zwischenzeit nahm Apuron im Bischofsgewand sogar an einer Papstaudienz teil und war, wie zu lesen ist, „in vertraulichem Gespräch mit dem Papst“ (gottes-suche.de). Nach der Urteilsverkündung, über dessen genaue Inhalte der Vatikan schwieg, legte er dann Berufung ein, was zur Folge hatte: Der Schuldspruch der kirchlichen Gremien gilt als nicht rechtskräftig. Außerdem wurde Apuron weder bei der Polizei angezeigt, noch ermitteln die staatlichen Behörden.

Ministranten, kirchliche „Chorknaben“ oder in den Kirchengemeinden engagierte Kinder und Jugendliche sind weltweit die Hauptrisiko-Gruppe für sexuelle Verbrechen von Priestern und Bischöfen. Die Kirche kleidet auch die Jungen in Gewänder ein, die wie Mädchenkleider aussehen, wie kleine Priester. Das Foto zeigt die Regensburger Domspatzen in Deutschland, bei denen Hunderte von Verbrechen aufgedeckt worden waren. (Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany license, Michael Vogl)

Kirchenintern muss sich auch sein US-Kollege Kardinal McCarrik unter anderem der Anklage stellen, mindestens zwei Jugendliche sexuell missbraucht zu haben. Hier wird mittlerweile auch bei den anderen Kardinälen in den USA nachgefragt, ob sie davon wirklich nichts gewusst haben. Katholisch.de schreibt z. B. über McCarriks Amtskollegen Farrell: „Kritiker halten es für nur schwer vorstellbar, dass Farrell nicht mindestens von den Vorwürfen gegen den Kardinal [McCarrik] hörte“ (25.7.2018). Die Nordwest-Zeitung schreibt in diesem Zusammenhang über die Praktiken des Vatikans: Die Verdächtigen werden – wie jetzt im Fall des US-Kardinals Theodore McCarrick – meist mit Samtpfoten von ihren Posten entfernt und als Strafe wird ihnen Beten und Bußen ans Herz gelegt. Null Toleranz sieht anders aus“ (30.7.2018).
Selbst für den Entzug des Kardinalstitels für den wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger angeklagten hochrangigen Theologen McCarrick benötigte der Papst laut der innerkirchlichen Regelungen die vorherige Zustimmung des Beschuldigten. Ein Professor für katholisches Kirchenrecht hat die Öffentlichkeit mit folgenden Worten zum Kirchenrecht darüber aufgeklärt: „Der ehemalige Erzbischof von Washington, Theodore McCarrick, hat nur durch sein Rücktrittangebot die Aberkennung seines Kardinalstitels durch den Papst ermöglicht.“ (Prof. Dr. Klaus Lüdecke, zit. nach domradio.de, 31.7.2018)
Das muss man erst einmal auf sich wirken lassen. Der klerikale Verbrecher kann innerkirchlich also nur degradiert werden, wenn er dieser Maßnahme zustimmt. Und hier drängt sich dann die Überlegung auf: Der Papst ist doch selbst der oberste Gesetzgeber der Vatikankirche. Warum hat er denn das kirchliche Recht hier nicht schon längst geändert? Was nützen also markige Worte, wenn dann nicht entsprechende Taten folgen?

Als Papst Franziskus unter dem Motto „Null Toleranz“ im Jahr 2015 zumindest die Einrichtung eines speziellen vatikanischen Gerichtshofes angekündigt hatte, der eigens dafür zuständig sein soll, vertuschende Bischöfe kirchenintern zur Rechenschaft zu ziehen, wurde diese Ankündigung in den Medien hoch gelobt und nahezu gefeiert. Doch bald stellte sich heraus: Es war nur eine Luftnummer. Das Projekt wurde nicht umgesetzt, worüber dann in den Medien aber fast nichts zu lesen war.
Allerdings habe der Papst, so seine Verteidiger, im Jahr 2016 im Kirchenrecht immerhin eine Passage einfügen lassen, dass ein Bischof in Zukunft wegen „mangelnder Sorgfaltspflicht“ seines Amtes enthoben werden könne und dass dies, „besonders im Blick auf die Fälle sexuellen Missbrauchs“ gelte. (zit. nach blog.zdf.de/papstgefluester/2017/09/21)

Doch was ist die tatsächliche Praxis? Obwohl Bischof Apuron nicht nur der mangelnder Sorgfaltspflicht beschuldigt wird, sondern sogar angeklagt wurde, als Priester selbst mehre Jugendliche sexuell missbraucht und seinen Neffen vergewaltigt zu haben, war er 2 ½ Jahre nach Bekanntwerden der mutmaßlichen Schwerverbrechen aufgrund des Tempos der kirchlichen Bürokratie zwar beurlaubt, wie es heißt, aber immer noch nicht seines Amtes enthoben. Auch wurden, wie bereits erwähnt, staatliche Behörden außen vor gelassen. In jedem anderen Fall der Beschuldigung sexuellen Missbrauchs ermittelt die Polizei.

Bei Zehntausenden von Priestern war der Wunsch nach dem Ausleben von Perversitäten mit Kindern nicht nur Teil ihrer sexuellen Phantasie, sondern sie holten sich unzählige Kinder als Opfer. Dabei wurde vorgetäuscht, dies habe auch etwas mit „Gott“ zu tun. Viele Kinder begingen später Selbstmord. Doch die pädokriminellen Täter wurden meist nur versetzt. (Bildausschnitt: Angelo Bronzino 1540-45, Allegoria del trionfo di Venere, The York Project, GNU Free Documentation License).

Und noch ein weiteres Beispiel:
Im Jahr 2017 stieg mit Marie Collins das letzte von ehemals drei Missbrauchsopfern aus der päpstlichen Kinderschutzkommission aus, der sie bis dahin angehört hatte. Als Grund gab sie Unzufriedenheit mit der Arbeit der vatikanischen Glaubenskongregation beim Thema „Kinderschutz“ an. Kein Bischof sei nach den erweiterten vatikanischen Regeln von 2016 offiziell bestraft worden, so Marie Collins. Und der Grund dafür sei nach ihrer Erfahrung möglicherweise „mangelnder Wille“, wie sie sich vorsichtig ausdrückt. (zit. nach blog.zdf.de/papstgefluester/2017/09/21)
Allmählich wird klarer, was im Kommentar der Nordwest-Zeitung weiter im Hinblick auf die Papstworte von „Null-Toleranz“ zu lesen ist: „Beim Thema Missbrauch offenbart sich, dass das alles nur Fassade ist.“

Bei all´ dem innerkirchlichen Wenn und Aber wird sehr oft ein entscheidender Faktor übergangen. Sexualverbrechen und die Deckung und Vertuschung dieser Verbrechen gehören bei allen Menschen bei der Polizei angezeigt. Wie oft müssen sich die Täter jedoch nur vor einer Parallel-Justiz der Kirche verantworten und werden dort mit „Samtpfoten“ behandelt, wie die Nordwest-Zeitung schreibt?
Wo sonst noch in dieser Welt konnten Schwerverbrecher so lange und so unbehelligt so viele Kinder vergewaltigen wie kirchliche Funktionäre unter dem Deckmantel der Religion im sicheren Schoß ihrer Organisation?

Und auch ein Weiteres darf bei all´ dem nicht verschwiegen werden, nämlich der massive Missbrauch des guten Namens Christus für all diese Verbrechen und deren Vertuschung.
Und schließlich wird auch auf das oft lebenslange Leiden der Opfer nur selten eingegangen. Sie wurden als Kinder oder Jugendliche durch die an ihnen verübten Verbrechen aus der Bahn geworfen, und viele begingen aus Verzweiflung Selbstmord, weil zum äußeren Missbrauch auch Psycho-Terror kam, man spricht manchmal von Seelenmord.
Würden die Würdenträger ihre eigenen Bibeln ernst nehmen, dann könnten sie z. B. nachlesen, wie solche und andere Taten dort bewertet werden. Wörtlich heißt es über einen Mann, der an einem Kind schuldig wird: „Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er für einen von diesen Kleinen zum Ärgernis wird.“ (Lukas 17, 2)

An dieser Stelle nur zur Erinnerung: Im Jahr 2002 wurde der US-amerikanische Priester John Geoghan (1935-2003) zu zehn Jahren Haft wegen des sexuellen Missbrauchs von 130 Kindern verurteilt. Sein damaliger Vorgesetzter in der Diözese Boston, Kardinal Bernard Law (1931-2017), der anschließend in den Vatikan versetzt wurde, und dessen Vorgänger hatten die Verbrechen zuvor über viele Jahre vertuscht und den Schwerverbrecher immer nur versetzt. Sein jüngstes Opfer, das dem Priester in die Hände gefallen war, war vier Jahre alt.

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Wer ist der „Vater“ der Kirche?

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Wer ist der „Vater“ der Kirche?

Der Papst und die gefälschten Jesusworte beim Vaterunser – Die Selbstentlarvung der Vatikankirche und der lutherischen Kirche

Die Botschafterin der Lutherkirche in Deutschland, die Theologin Margot Käßmann, weist in einer großen deutschen Boulevardzeitung auf den Glauben Martin Luthers hin, wörtlich, „dass Gott grausam sein kann“. (Bild am Sonntag, 10.12.2017)

Der Anlass war ein Interview mit Papst Franziskus, das im Dezember 2017 über seine Kirche hinaus für viel Aufregung gesorgt hatte. Denn erstmals gab ein Kirchenoberhaupt zu, dass das bekannte Vaterunser-Gebet eine Bitte enthält, die „nicht gut“ sei, nämlich „Führe uns nicht in Versuchung“.
Wörtlich sagte der Papst: „Ein Vater tut so etwas nicht. Wer dich in Versuchung führt, ist Satan“. Die Versuchung sei „das Werk des Teufels“.

Die Worte „Ein Vater tut so etwas nicht“ aus dem Mund des Papstes sind aufschlussreich. Was ist dann aber mit dem katholischen Dogma einer angeblichen Hölle
(https://www.theologe.de/hoellenlehre_der_katholischen_kirche.htm#Hoellenlehre) und den unzähligen Verfluchungen dorthin, wenn jemand nicht alle Dogmen glaubt? Was ist dann mit dem katholischen Dogma der Ausmerzung? (https://www.theologe.de/theologe18.htm#382)
Dies alles gehört zu den verbindlichen Glaubensgrundsätzen des Katholizismus. Doch ein liebender Vater tut so etwas nicht. Wer ist dann aber der Teufel, dem die Vatikankirche dient?

Die Folge der Papstworte, die Versuchung sei „das Werk des Teufels“ ist logischerweise, dass sich die Bitte „Führe uns nicht in Versuchung“ nur an den richten kann, den der Papst als Teufel und Satan bezeichnet. Hat dann die katholische Kirche ihren Gläubigen von Kindesbeinen an in ihrem Vaterunser bis in unsere Zeit die Anbetung des Satan beigebracht? Und wie sieht es dann in der Lutherkirche aus?

Die Formulierung „Führe uns nicht in Versuchung“ steht nämlich nicht nur in der deutschen Übersetzung, wie der Papst beklagte, sondern unzweifelhaft auch im ursprünglichen Bibeltext in altgriechischer Sprache, der für die evangelische Kirche verbindlich ist und in der für die Vatikankirche verbindlichen lateinischen Fassung.
Franziskus hatte allerdings mit der Formulierung „keine gute Übersetzung“ verschleiert, dass seine Kritik deshalb nicht nur die deutsche Übersetzung des Vaterunser betrifft, sondern die Bibeln beider Großkirchen, deren angebliche Fehlerfreiheit zu den unumstößlichen Dogmen und Bekenntnissen dieser Kirchen gehört.

Mit seinem Interview hatte der Papst deshalb auch die Protestanten aufgeschreckt. Erst im Jahr 2017 hatte die Evangelische Kirche die Lutherübersetzung der Bibel überarbeitet und am Vaterunser-Text nichts geändert. So reagierten die Vertreter der Evangelischen Kirchen in Deutschland, die eilig um Stellungnahme gebeten wurden, auch mit einem trotzig klingenden „Es gibt keinen Grund für eine Änderung“ und, so wörtlich: „Dabei bleiben wir auch.“

Und die Luther-Botschafterin und ehemalige Landesbischöfin und EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann gab dazu eine weiter gehende Stellungnahme ab, in der es wörtlich heißt: „Es gibt biblische Erzählungen …, bei denen Gott tatsächlich in Versuchung führt. So ganz werden wir dem Rätsel, wer Gott ist, wie Gott ist, schlicht nicht auf die Spur kommen. Martin Luther beispielsweise spricht davon, dass Gott „grausam sein kann“. Dietrich Bonhoeffer hat vom deus absconditus geschrieben, dem Gott, der eben auch verborgen ist. Ich bin dafür, das Vaterunser zu belassen, wie es ist. Wir können diesem Gebet vertrauen, wie unsere Väter und Mütter im Glauben seit vielen Generationen.“

Mit diesen Worten gibt eine der bekanntesten Amtsträgerinnen des Protestantismus in seltener Offenheit zu, was die evangelische Lehre wirklich beinhaltet und was man den Kirchensteuer zahlenden Gläubigen sonst gerne verschweigt: Dass zum Beispiel der Gott, den Martin Luther lehrt, angeblich auch „grausam sein“ könne.

Der Reformationsmönch Martin Luther schrieb seinem „Gott“ ausgesprochen satanische Attribute zu. So lehrte Luther zum Beispiel, dass „Gott“ zwischenzeitlich auch „Teufel“ sei, wörtlich: „Gott kann nicht Gott sein, er muss zuvor ein Teufel werden.“ (https://www.theologe.de/theologe3.htm#Gott_und_Teufel)

Schließlich unterstellt der Namensgeber der Lutherkirche Gott, dem Allerhöchsten, komplett das satanische Prinzip der Ungerechtigkeit, ich zitiere: „Wenn ich also auf irgendeine Weise begreifen könnte, wie denn dieser Gott barmherzig und gerecht ist, der solchen Zorn und solche Ungerechtigkeit zeigt, wäre der Glaube nicht nötig.“ (https://www.theologe.de/theologe1.htm#11)

Grausam, unbarmherzig und mit falschen Anschuldigungen ging Martin Luther in diesem Sinne auch gegen alle Andersdenkenden vor und forderte beispielsweise die Hinrichtung von friedfertigen urchristlichen Täufern.

Und wenn die Luther-Botschafterin Margot Käßmann dafür wirbt, der Formulierung „Und führe uns nicht in Versuchung“ weiterhin zu vertrauen „wie unsere Väter und Mütter im Glauben seit vielen Generationen„, dann lenkt sie die Aufmerksamkeit auch auf die grausame Blutspur, die neben der Vatikankirche auch der Protestantismus in der Nachfolge Martin Luthers in der Geschichte hinterlassen hat.
Wir erinnern dazu nur beispielhaft an die evangelische Inquisition und Hexenverfolgung, die Rechtfertigung unzähliger Kriege und die Anfeuerung der Soldaten auch in den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts; bis hin zum Holocaust an den jüdischen Mitbürgern, über welchen der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Frankfurt im November 2017 schrieb, „Luthers hasserfüllte Schmähungen“ „erscheinen“ „wie eine Handlungsanleitung für die Endlösung der Judenfrage“. (zit. nach Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 12.11.2017)
Diese Geschichte ist der Gegensatz zur Botschaft der Gottes- und Nächstenliebe bis hin zur Feindesliebe, die Jesus von Nazareth uns nahe brachte und der uns lehrte, dabei unserem himmlischen Vater, der auch ein Vater-Mutter-Gott ist, zu vertrauen.

In unserer Zeit sprach und spricht Er als der Christus Gottes erneut zu uns durch das Prophetische Wort der Gegenwart durch Seine Prophetin und Botschafterin Gabriele. Und Er erklärt, berichtigt und vertieft“ auch die Überlieferung über Sein Leben als Jesus von Nazareth, darunter das Vaterunser-Gebet, das Gebet der Einheit, in dem die Gebetworte an Gott, unseren himmlischen Vater, nun lauten: „Du führst uns in der Versuchung„.
Mit den sinngemäßen Worten „Du führst uns in der Versuchung“ im Vaterunser-Gebet kann sich jeder ehrliche Gottsucher vertrauensvoll Gott, Seinem himmlischen Vater, zuwenden. Denn Gott, der Ewige, steht uns in jedem Augenblick auch in für uns schwierigen Situationen bei und vor allem dann, wenn wir in Gefahr stehen, gegen Seine Gebote zu verstoßen.

Die Institutionen Katholisch und Evangelisch jedoch verwerfen diese Aufklärungen und Berichtigungen des Christus Gottes, und sie stellen sich, so wie die Luther-Botschafterin Margot Käßmann, bewusst in die Tradition ihrer konfessionellen „Väter und Mütter“ im evangelischen bzw. katholischen Glauben, die seit je her die Gebetsformel „Und führe uns nicht in Versuchung“ wiederholen.

Doch welche Macht wird mit dieser Bitte angesprochen? Nach den Worten des Papstes von der Versuchung als einem „Werk des Teufels“ kann die Bitte sich folglich nur an jene Macht richten, die der Papst als Satan und Teufel bezeichnet. Und es ist diejenige Macht, die voller Geheimnisse ist und gemäß den Worten von Martin Luther auch „grausam sein“ kann.
Es ist der Gott, der in den katholischen Dogmen die „Ausmerzung“ lehrt (https://www.theologe.de/theologe18.htm#382) und in beiden Großkonfessionen eine angeblich ewige Verdammnis. Doch was die katholischen Dogmen und evangelischen Bekenntnisse hier festgelegt haben, tut ein liebender Vater nicht. Wer ist dann aber der „Vater“, die die Konfessionen inspiriert hat und ihnen die gefälschten Bibelstellen (https://www.theologe.de/theologe8.htm) diktiert hat?

Vergleichen wir dazu die Worte von Jesus von Nazareth:
„Ihr seid von unten her, ich bin von oben her … Nach Eures Vaters Begierden wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge. Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht … Es ist aber mein Vater, der mich ehrt, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott. Und ihr kennt ihn nicht, ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagen würde: Ich kenne ihn nicht, wäre ich ein Lügner wie ihr.“ (Johannesevangelium, Kapitel 8)

Wer sich jedoch mit dem Herzen dem Vater der Liebe zuwenden möchte, der niemanden in Versuchung führt und der für jeden von uns das Beste möchte, der lernt auch, einige Worte frei zu sprechen, in die er sein ehrliches Empfinden hinein legt. Und beim Gebet der Einheit, dem Vaterunser, weiß er: Welche Versuchung auch durch mein eigenes Verhalten auf mich zukommen mag, Gott ist gegenwärtig und Er hilft mir, in allen Situationen mein Leben immer mehr an den Zehn Geboten und der Bergpredigt des Jesus von Nazareth auszurichten.

Kirchenspaltung: Entheiligt der Papst nun die „Kirchenheiligen“?

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Müsste der Papst die „Heiligen“ seiner Kirche nicht entheiligen? Dies ist eine Frage an die katholische Kirche, die sich in einem Zustand zunehmender Unruhe befindet. Kritiker sprechen „bereits von einem faktischen Schisma, das sich durch die Weltkirche ziehe“, wie in Spiegel.Online am 3.2.2017 zu lesen war, das bedeutet Kirchenspaltung. Doch was ist der Grund dafür? Der Anlass war ein offizielles Lehrschreiben von Papst Franziskus aus dem Jahr 2016. Darin hat das Kirchenoberhaupt erlaubt, dass katholisch Gläubige, die geschieden und erneut verheiratet sind, bei mildernden Umständen und entsprechenden Gewissensentscheidungen wieder beim katholischen Abendmahl, der so genannten Eucharistiefeier, teilnehmen dürfen; anders formuliert, dass sie wieder die „Kommunion“ empfangen dürfen. Das heißt, sie dürfen die Oblate, welche der Priester laut dem vatikanischen Dogma zuvor in den Leib von Christus verwandelt haben soll, wieder zu sich nehmen.
Bislang war ihnen das wegen Verstoßes gegen das katholische Ehesakrament grundsätzlich verboten.
Die Begründung für die Änderung fasste der Papst in folgende Worte: „Die Kirche ist im Besitz einer soliden Reflexion über die mildernden Bedingungen und Umstände.“
Das ist jedoch – von manchen kaum wahrgenommen – ein massiver Schlag von Franziskus gegen seine Vorgänger, und es ist eine Änderung der bisherigen katholischen Lehre.

Erst im Jahr 1994 hatten Papst Johannes Paul II. und der damalige Kardinal Joseph Ratzinger nämlich unmissverständlich etwas ganz Anderes verkündet, und sich dabei auf eine angebliche „Treue gegenüber dem Wort Jesu“ berufen. Dazu das Zitat aus dem Lehrschreiben des polnischen Papstes: “Wenn Geschiedene zivil wiederverheiratet sind, befinden sie sich in einer Situation, die dem Gesetz Gottes objektiv widerspricht. Darum dürfen sie, solange diese Situation andauert, nicht die Kommunion empfangen.“

So also das verbindliche Lehrschreiben des von der Kirche heilig gesprochenen Papstes Johannes Paul II. Da gibt es keine Gewissensprüfung und auch keine „mildernden Bedingungen und Umstände“, welche das Verbot in dieser Lehrentscheidung dann anschließend wieder in Frage stellt oder außer Kraft setzt.

Damit an dieser Stelle kein Missverständnis aufkommt: Papst Johannes Paul II. spricht zwar vom „Wort Jesu“ und vom „Gesetz Gottes“, doch klare Analytiker kommen anhand vieler konkreter Fakten zu dem Schluss, dass die Vatikankirche weder dem einen noch dem anderen die „Treue“ hält. So lehrt Jesus – um nur ein Beispiel zu nennen -, niemanden auf Erden mit dem geistigen Titel „Vater“ zu ehren und schon gar nicht als „Heiligen Vater“, denn, so wörtlich in den Bibeln: „Nur einer ist euer Vater, der im Himmel“. Und allein Gott, der All-Eine, ist für Ihn, den Christus, „heilig“, weswegen Er im innigen Gebet zu Gott Ihn mit den Worten „Heiliger Vater“ ehrt. Die Kirche jedoch macht im Gegensatz zu „Jesu Wort“ und im Gegensatz zum „Gesetz Gottes“ ihren jeweiligen Papst zu einem „heiligen Vater“.
Auch setzte Jesus nie Priester und einen späteren Papst ein. Und beim letzten Abendmahl mit Seinen Jüngern ging es vor allem darum, die Gaben der Mutter Erde miteinander zu teilen und darum, dass der Gottesgeist in allen Lebensformen gegenwärtig ist, so auch in Speis und Trank. Dass ein Priester eine Backware angeblich in den wahren Leib von Jesus verwandeln könnte, ist eine spätere Erfindung der Vatikankirche. Die Eucharistiefeier mit der so genannten Kommunion, der Einnahme einer Hostie, ist also katholisch, nicht christlich. Ähnliche Kulte gab es bereits in heidnischen Götzenkulten der Antike.

Die Vertreter der Romkirche missbrauchen jedoch nicht nur den guten Namen des Christus für Dogmen und Sakramentenlehren, die gar nicht von Christus stammen. Sie betrachten ihre eigene Lehre auch noch als „unfehlbar“. So gilt die Lehraussage von Papst Johannes Paul II. aus dem Jahr 1994, dass wiederverheiratete Geschiedene die „Kommunion“, also die Hostie bei der Eucharistie, nicht empfangen dürfen, eben nicht nur als eine Glaubensmeinung. Sondern es ist für Katholiken verbindlich.
Papst Johannes Paul II. stellte zusammen mit dem damaligen Kardinal Josef Ratzinger bei dieser Gelegenheit ausdrücklich klar, was das Verbot an wiederverheiratete Geschiedene, an diesem Kirchensakrament teilzunehmen, für die katholische Kirche bedeutet: Er sei eine Entscheidung des „universalen Lehramts der Kirche“, eine Entscheidung „in Treue“ zur Bibel und zur katholischen Tradition,  und es sei schon immer „die Lehre und Praxis der Kirche“ auf diesem Gebiet gewesen.
Mit anderen Worten: Wiederverheirate geschiedene Katholiken dürfen schon seit je her die Hostie, also die Oblate, bei der katholischen Eucharistiefeier nicht mehr erhalten. Und jetzt kommt Papst Franziskus und lehrt seit 2016 plötzlich anders, nämlich die „mildernden Bedingungen und Umstände“, wonach es eben doch möglich sei, womit er entsprechenden Wünschen von Kirchenmitgliedern entgegen kommt.

Und jetzt ist eben Franziskus Papst und nicht mehr Johannes Paul II. Nun ist also er, Papst Franziskus, für die Katholiken derjenige, der das so genannte „universale Lehramt der Kirche“ in der besagten „Treue zur Tradition“ federführend ausübt. Er stellt nun die Weichen dafür,  was katholisch ist und was aus katholischer Sicht „Häresie“ ist, also angebliche „Irrlehre“.
Was aber geschieht, wenn er – wie in diesem Beispiel der Zulassung zum kirchlichen Abendmahl – damit die bisherigen Lehren ändert oder gar in ihr Gegenteil verkehrt? Werden dann seine Vorgänger und deren Anhänger, die anders lehrten, nicht automatisch nachträglich zu „Häretikern“, früher hätte man gesagt zu „Ketzern“? Und müsste Papst Franziskus dann hier nicht noch einmal handeln? Müsste er nicht seine Vorgänger und die Kirchenheiligen, die anders lehrten, wieder entheiligen? Denn so genannte “Häretiker“, die von der katholischen Lehre abweichen, können laut Vatikankirche ganz eindeutig nicht gleichzeitig Kirchenheilige sein. Deshalb noch einmal die Frage, ob Papst Franziskus nicht seine Vorgänger und die Kirchenheiligen, die anders lehrten, wieder entheiligen muss?

Solche Konflikte um Inhalte der katholischen Lehre und um die jeweiligen Päpste, sind nicht neu. Papst Formosus, der um das Jahr 900 an der Spitze der Romkirche residierte, wurde von zwei späteren Päpsten nachträglich zum „Ketzer“ erklärt. Seine Leiche wurde zu diesen Anlässen jeweils wieder ausgegraben und zum Zeichen, dass er von nun an ein „Ketzer“ sei, verstümmelt. Die jeweiligen Nachfolger dieser beiden Päpste haben Papst Formosus dann aber wieder als katholisch rechtgläubig gewürdigt. Es ging also in Rom hin und her, welche Fraktion nun römisch-katholisch sei und welches die so genannten „Irrlehrer“. Im späteren Mittelalter gab es sogar mehrfach nebeneinander zwei Päpste, die sich mit ihren Lehren und Anschauungen gegenseitig bekämpften und darüber stritten, wer nun der wahre Papst sei. In der Geschichte spricht man von Päpsten und Gegenpäpsten.

In der Gegenwart ist die Zulassung oder der Ausschluss geschiedener und wiederverheirateter Katholiken beim katholischen Abendmahl deshalb ein so erbittertes Streitthema innerhalb der Vatikankirche, weil hier sich widersprechende Lehrmeinungen aufeinander treffen, die aber beide unter dem Anspruch unfehlbaren Lehramts der Vatikankirche stehen. Eben deshalb sprechen Kritiker „bereits von einem faktischen Schisma, das sich durch die Weltkirche ziehe“, also einer Kirchenspaltung.

Viele Gläubige wissen folglich gar nicht mehr, was in diesem Fall nun die reine katholische Lehre ist und was die so genannte „Häresie“, aus kirchlicher Sicht die Irrlehre. Welchem Papst sollen sie also nun glauben? Dem „heilig“ gesprochenen Johannes Paul II. zusammen mit den anderen „Kirchenheiligen“, die so dachten wie er? Oder dem, der ihn heilig gesprochen hat, Papst Franziskus?

Entsprechend wird die Vatikankirche intern längst von heftigen Unruhen erfasst. Spiegel online schrieb am 3. Februar 2017: „Vertreter des Netzwerks katholischer Priester, des deutschen Opus Dei, der Legionäre Christi und anderer strenggläubiger Gruppen sprechen von ´Spaltung der Pfarreien`“. Und der oberste Glaubenswächter, der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller, stellte sich eindeutig auf deren Seite. Und am 1. Februar 2017 war zu lesen: Auch „die deutschen Kardinäle Joachim Meisner und Walter Brandmüller stellten sich gegen den vom Papst eingeschlagenen Kurs“ und forderten diesen zur „Klärung“ auf.

Doch der Papst hatte ja bereits klar gesprochen:  Statt Verbot der Zulassung wiederverheirateter Geschiedener beim katholischen Abendmahl wird die Zulassung jetzt bei „mildernden Bedingungen und Umständen“ erlaubt.  Entsprechend hat die Deutsche Bischofskonferenz „differenzierte Lösungen“ angemahnt und erklärt, die Gewissensentscheidung der Gläubigen zu respektieren. Und in manchen anderen Ländern spricht man noch deutlicher. So ist auf der Internetseite katholisch.de am 1. Februar 2017 zu lesen, ich zitiere: „Auf Malta dürfen Wiederverheiratete dann zur Kommunion, wenn sie zu der Überzeugung kommen, ´in Frieden mit Gott zu sein`“, was offenbar bedeutet: Jeder entscheidet selbst.

Bei diesem kircheninternen Konflikt „Verbot, die Hostie zu empfangen“ oder „Jeder entscheidet nach seinem Gewissen“ geht es, wie gesagt, jedoch nicht nur um Meinungen, sondern um ein zentrales Glaubensgut der Kirche, an dem sich katholische Rechtgläubigkeit entscheidet. Aus diesem Grund machte Franziskus mit seinen „mildernden Bedingungen“ seine Vorgänger zu Häretikern. Deshalb noch einmal unsere Frage, ob der Papst nicht jetzt die Kirchenheiligen und vor allem den so genannten „Heiligen Vater“ Johannes Paul II. entheiligen müsste?

Denn, um es noch einmal zu wiederholen: So genannte „Häretiker“, die von der katholischen Lehre abweichen, können laut Vatikankirche ganz eindeutig nicht gleichzeitig Kirchenheilige sein.

Viele Katholiken sehen ihre Kirche dabei schon im Zerfall. Vor allem der Katholischen Kirche in Deutschland geben Kritiker des neuen Kurses des Papstes, dem Kurs „von mildernden Umstände und Bedingungen“, keine lange Zukunft. „Die Kirche in Deutschland wird in 15 bis 20 Jahren zusammenbrechen“, so der katholische Dogmatiker Matthias Gaudron, der Chef der katholischen Piusbruderschaft in Deutschland, die sich bereits vom Vatikan unabhängig gemacht hat, im Jahr 2013.

Eine ausführlichere Darlegung des Sachverhalts lesen Sie bei:
http://www.theologe.de/geschieden_wiederverheiratet_kommunion_kirchenspaltung.htm#Unfehlbar_contra_Unfehlbar

Die Kreuzigung von Jesus und das furchtbare Geheimnis der Kirche

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Die Kreuzigung von Jesus und das furchtbare Geheimnis der Kirche

Nachfolgend lesen Sie ein für die Veröffentlichung auf theologe.de überarbeitetes Manuskript einer Gesprächsrunde zur Kreuzigung von Jesus von Nazareth und zur Bedeutung des Geschehens bis in unsere Zeit.

Sprecher 1:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer,
herzlich willkommen zu unserer Lesung „Jesus, der Freie Geist – nicht das Sühnopfer der Priester“. Wer ein Kirchengebäude betritt, findet dort meistens eine kunstvolle Darstellung, wie Jesus von Nazareth am Marterkreuz hängt, wie Er also vor ca. 2000 Jahren von den Römern auf Betreiben der Priestergilde hingerichtet wurde und unter grausamen Schmerzen gestorben ist. Solche so genannte Kruzifixe finden sich auch in vielen öffentlichen Gebäuden und in Feld und Flur. Doch warum wird dieses schreckliche Verbrechen, dieses furchtbare Leid, immer wieder neu künstlerisch dargestellt und den Menschen vor Augen gehalten? Eine Antwort dazu aus katholischer Sicht gab Papst Franziskus in einer seiner Predigten im Jahr 2015. Darin sagte er über Jesus von Nazareth, und ich zitiere: „Ich sehe ihn, ans Kreuz genagelt, und von dort aus enttäuscht er uns nicht. Auf diesem Thron wurde er geweiht, Herr zu sein, und dort machte er alle Plagen durch, die wir erleben. Jesus ist der Herr! Und er ist Herr vom Kreuz aus, dort herrschte er.“

Sprecher 2:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Das furchtbare Marterkreuz als Thron und als Weihe? So mancher fragt sich vielleicht: Was denkt sich das Kirchenoberhaupt dabei?
Der Papst wusste, während er so redete, dass Jesus dort am Marterkreuz unsägliche Folter- und Sterbensqualen erlitt, denn er sagte es ja selbst: „Dort machte er [- Jesus -] alle Plagen durch, die wir erleben.“
Doch warum war das so? Wer ließ Ihn ans furchtbare Marterkreuz nageln, so dass Er dort alle Plagen durchmachen musste? Er, der Gottessohn, der – wie zuvor bereits die wahren  Gottespropheten des Alten Bundes – das Friedensreich verkündete – ein Reich, in dem die Menschen nach den Geboten Gottes leben und wo weder Mensch noch Tier mehr leiden müssen.
Dieses Reich wollte und will Jesus, der Christus, mit Seinen Nachfolgern auf die Erde bringen. Doch wer ließ Ihn stattdessen ans Kreuz nageln? Es war die damalige Priesterkaste. Und wer hält Ihn bis heute als toter Mann am Marterkreuz festgenagelt? Wer nennt dieses Hinrichtungsinstrument gar einen Thron, und wer bezeichnet Seine qualvolle Hinrichtung als Weihe? Es ist die heutige Priesterkaste.

Sprecher 3:
Papst Franziskus, der oberste Priester unserer Zeit, verklärte also das Marterkreuz von Golgatha zum angeblichen „Thron“. Dort soll der unschuldig verurteilte Jesus von Nazareth also eine Weihe bekommen haben, während Ihm schwere Eisennägel durch die Sehnen geschlagen wurden.
Ein angesehener Mediziner in den USA, Frederik Zugibe, erklärt, was damals geschah, und ich zitiere aus dem Magazin „Der Spiegel“:
„Die Römer nutzten wohl dicke Eisennägel von zwölf Zentimeter Länge. Wurden sie durch die Fersen getrieben, rissen zahlreiche Nervenbündel entzwei. ´Jesus erlitt einen der schlimmsten Schmerzzustände, die der Menschheit bekannt sind` … Bei jeder kleinsten Bewegung am Kreuz raste der Schmerz wie ein Stromstoß durch den Körper … Erst nach einer gefühlten Ewigkeit trat der erlösende Tod ein.“
Dazu sagte nun der Papst: „Dort [- also bei seinem Todeskampf -] herrschte er“, „Von dort aus enttäuscht er uns nicht“. Doch kann jemand so sprechen, der zumindest versucht hat, sich in diesen unsagbaren Schmerzzustand einzufühlen. Und was sollen diese Worte für unzählige leidende und im Elend vegetierende Menschen bedeuten? Sie möchten wieder glücklich und frei von Elend und Schmerzen werden, und sie erhalten von einem Mann, den seine Anhänger „Stellvertreter von Christus“ nennen, die sinngemäße Antwort, dass Jesus ja auch so gelitten habe. Doch werden die Menschen deswegen wieder froh?
Der Papst steht einer Institution vor, die materielle Schätze hortet, Gold, Konzernbeteiligungen, Immobilien und Geldanlagen aller Art. Warum setzen die Kirchenoberen ihre milliardenschweren irdischen Reichtümer also nicht dafür ein, um den Notleidenden nicht nur Almosen und ausgeklügelte Worte zu bringen?

Sprecher 4:
Um die Lehre und das Tun der Vatikankirche besser zu erfassen, hilft auch ein Blick auf das, was Franziskus sogleich nach seiner Papstwahl im März 2013 gepredigt hatte. Ich zitiere:
„Ich wünsche mir, dass wir alle … den Mut haben … zu schreiten, mit dem Kreuz des Herrn; die Kirche auf dem Blut des Herrn aufzubauen, das am Kreuz vergossen wurde; und uns zur einzigen Herrlichkeit zu bekennen, zum gekreuzigten Christus. Und so wird die Kirche voranschreiten.“
Papst Franziskus nennt den grausam hingerichteten Jesus also sogar „einzige Herrlichkeit“. Was aber soll das für eine „Herrlichkeit“ sein? Ist das nicht eine Verhöhnung von Jesus, dem Christus?
Zur offiziellen kirchenamtlichen Antwort auf diese Frage gehört die Behauptung, die Hinrichtung des Gottessohnes sei für die „Erlösung“ der Menschen angeblich notwendig gewesen. So steht es in den Dogmensammlungen und Glaubensartikeln der Kirche. Angeblich habe Gott die Hinrichtung von Jesus angeblich als ein „Sühnopfer“, als ein „Blutopfer“, gebraucht, um den sündigen Menschen gnädig sein zu können. So die Antwort dieser Religion. Doch was für ein Gott wird hier den Menschen gelehrt? Es ist auf jeden Fall nicht der Gott, zu dem Jesu betete „Abba, lieber Vater!“ Aber wer dann?

Die kirchliche Lehre erinnert vielmehr an den Gott Baal, den Götzen, der in antiken Götterkulten durch Blutopfer von Tieren und Menschen gnädig gestimmt werden musste; der Gott Baal, dem die Priesterkaste bereits in der Zeit vor Jesus mit ihrem Opferkult gehuldigt hatte. Er war auch dieser Götze, gegen den die wahren Gottespropheten wie Jesaja, Jeremia, Daniel, Ezechiel, Hosea, Amos und viele mehr immer wieder die Stimme erhoben. Dieser Gott musste durch blutige Sühnopfer besänftigt werden. Nicht der Vater-Mutter-Gott, der Gott, den uns Jesus nahe brachte. Der Schöpfergott, der All-Ewige, dessen Odem alle Lebensformen durchströmt und der die selbstlose Liebe ist, benötigt kein solches Opfer.
Im Vaterunser lehrt uns Jesus, vertrauensvoll zu unserem Vater im Himmel zu beten, wie ein Kind, das seinen Vater liebt und von seinem Vater unbeschreiblich geliebt wird. Im Gespräch mit den Priestern und Religionsführern Seiner Zeit warnt Er jedoch auch vor einer Irreführung, vor einem anderen Vater, dem „Vater von Unten“, dem  die Priester mit ihrem blutigen Opferkult dienen.

Sprecher 5:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Die Kirche sei auf dem Blut von Jesus aufgebaut, so weitere Worte des Kirchenoberhaupts. Der Papst denkt dabei an seine komplizierten Dogmen. Doch was sind die nachweisbaren Fakten? Tatsache ist, dass die Institution Kirche im Laufe ihrer Geschichte das Blut unzähliger Nachfolger von Jesus vergossen hat: Der urchristlichen Katharer in Südfrankreich, der Brüder und Schwestern des Freien Geistes im mittelalterlichen Europa oder der so genannten Täufer der Reformationszeit, um nur einige wenige zu nennen.
Diesem kirchlichem Morden möchten wir das Jesuswort gegenüber stellen, welches lautet „Was ihr Meinen geringsten Brüdern und Schwestern angetan hat, das habt ihr auch Mir getan“? Das Wort von Jesus von Nazareth bedeutet in dieser Situation: Indem von der Kirche das Blut unzähliger Nachfolger Jesu vergossen wurde, wurde damit auch das Blut von Jesus selbst vergossen. Und auf diesem Blut von Jesus wurde die Kirche über Jahrhunderte tatsächlich aufgebaut.

Sprecher 6:
Doch den Priestern war Folter und Hinrichtung ihrer Gegner noch nicht genug. Sie behaupten in ihren Lehren bis heute angeblich unfehlbar die Steigerung von Folter und Foltertod der Opfer durch eine nachfolgende angeblich ewige Hölle, angeblich ewiges grausames Feuer, ohne Ende und ohne jede Pause.
Gleichzeitig erklären sie den qualvollen Martertod von Jesus als Weihe, als Salbung, als Thronbesteigung oder einzige Herrlichkeit. Doch warum bekennen sie sich, wenn sie schon von „Thron“ und „Herrlichkeit“ sprechen, nicht vor allem zum auferstandenen Christus, der trotz qualvollem Leiden am Kreuz Seinem Auftrag treu blieb und wieder in die ewige Heimat, die ewige Herrlichkeit?
Anders gefragt: Wenn Jesus auch nach kirchlichem Glauben auferstanden sei, warum hängt Er dann in den Kirchen bis heute immer noch am Kreuz? Warum sieht man an den kirchlichen Kruzifixen bis heute immer noch den sterbenden Jesus oder Seinen toten Corpus?

Sprecher 7:
Christus selbst gab uns in unserer Zeit durch Prophetenmund eine Antwort. Durch Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes, erklärte Er im Jahr 1989, dass die Kreuzigung für die Erlösung nicht notwendig war, wie die Kirchen behaupten, sondern sie war das „Zeichen für die Unbeugsamkeit der Menschen“. Wir lesen dazu aus dem kosmischen Werk Das ist Mein Wort, Alpha und Omega. Das Evangelium Jesu. Die Christusoffenbarung, welche inzwischen die wahren Christen in aller Welt kennen:
„Die Dämonen schufen das Kreuz mit dem Corpus. Damit wollen sie Meine Niederlage symbolisieren. Doch das Kreuz und der Gekreuzigte wurden und sind  i h r  Kreuz und ihre Niederlage. Der wahre Christ gedenkt Meiner Auferstehung, da er in Mir und durch Mich auferstanden ist. Nur der trauert über Meinen Tod als Jesus, der noch nicht in Mir, dem Christus, bewusst auferstanden ist. Wer noch nicht bewusst in Mir auferstanden ist, wer also noch in der Sünde lebt, der ruft immer wieder: „Kreuzigt Ihn, kreuzigt Ihn!“ Deshalb halten diejenigen Menschen das Kreuz mit dem Corpus hoch, die noch ihre Sünden hochhalten, die ihr niederes Ich schätzen. Der Mensch, der seine Sünde und diese sündhafte Welt liebt, denkt an den Gekreuzigten und nicht an den Auferstandenen, da er selbst noch nicht in Mir auferstanden ist.“
Und an anderer Stelle erklärt Christus:
„Wer den am Kreuz der Auferstehung hängenden Körper anbetet, der hängt selbst noch am Kreuz der Sünde. Er hat Mich in seinem Herzen noch nicht an- und aufgenommen. Wer also den Corpus am Kreuz bejaht und an dem Kreuz mit dem gemarterten Leib festhält, der ist noch nicht in Mir, dem Christus, auferstanden.“
Christus selbst, der als Jesus von Nazareth unter uns lebte, klärt also durch Prophetenmund auf: Wer das Kruzifix mit dem sterbenden oder schon getöteten Jesus verehrt, in dem ist Christus noch nicht auferstanden. Er hält weiterhin seine Sünden hoch und schätzt sein niederes Ich.
Das Kreuz mit Corpus soll dem Unterbewusstsein der Menschen die vermeintliche Niederlage von Jesus von Nazareth symbolisieren.
Und: Die Taten der Kruzifix-Verehrer im Laufe der Kirchengeschichte geben vielfach Zeugnis davon. Die Kriminalgeschichte im Namen des Kreuzes mit Corpus reicht bis zu den Kinderschänderverbrechen von Priestern in jüngster Zeit.
Ein Kreuz ohne Corpus ist im Gegensatz dazu das Auferstehungskreuz und ein Kreuz des Sieges. Es zeigt auf: Christus hängt nicht mehr am Kreuz. Er ist der Sieger. Er hat trotz der unvorstellbaren Martern am Kreuz stand gehalten und ist längst auferstanden und in die ewige Heimat zurück gekehrt. Und Er möchte auch in uns auferstehen, so dass jeder Nachfolger Jesu, der die Schritte ins wahre Leben tut, dies erfahren kann, Christus, den Freien Geist, der in ihm selbst lebendig wird. Wer danach strebt, der hält nicht länger das Kreuz mit Corpus hoch, sondern für ihn ist Christus auferstanden. Betrachtet er ein Kreuz, dann ist es ein Auferstehungskreuz, an dem kein Körper mehr festgenagelt ist. Umgekehrt gilt, uns ich wiederhole die Worte aus der Christusoffenbarung „Das ist Mein Wort“: „Der Mensch, der seine Sünde und diese sündhafte Welt liebt, denkt an den Gekreuzigten und nicht an den Auferstandenen, da er selbst noch nicht in Mir auferstanden ist.“

Sprecher 8:
Und die Konsequenz daraus ist: Die Auferstehung von Jesus ist die wahre Herrlichkeit, nicht das Marterkreuz, wie der Papst behauptet. Die Auferstehung ist das Zeichen der Herrlichkeit Gottes, die in jedem von uns lebendig werden kann, je mehr sich jemand dafür öffnet und sein Leben nach den Geboten Gottes ausrichtet.
Die Päpste jedoch lehren völlig anders. So auch Papst Benedikt XVI., der Vorgänger von Papst Franziskus, der behauptete, dass sich Jesus „als Thron das Kreuz wählt“. Und auch Papst Benedikt hatte in diesem Sinne weiter gepredigt: „Das Kreuz Jesu tritt an die Stelle aller anderen Kult-Akte als die einzige wirkliche Verherrlichung Gottes, in der sich Gott selbst verherrlicht.“

Sprecher 9:
Der Foltertod von Jesus soll also auch laut Papst Benedikt eine „Verherrlichung Gottes“ gewesen sein. Dass brutale Soldaten Jesus dicke Eisennägel durch die Füße trieben, dass Nervenbahnen unter grässlichem Schmerz zerrissen sind, und, und, und … das soll also nach Papst Benedikt der „Thron“ gewesen sein, den Jesus angeblich selbst gewählt habe, gar die „einzige wirkliche Verherrlichung Gottes“, und auch nach Papst Franziskus soll es die „einzige Herrlichkeit“ sein.
Doch nicht Jesus hat das Kreuz gewählt, und schon gar nicht als „Thron“, sondern Seine Gegner haben sich für diese Wahl entschieden, um Ihn besonders qualvoll ermorden zu können und Ihn auf diese Weise zum Schweigen zu bringen. Das ist die Realität.
Doch wer hat diese Realität mit einem theologischen Denkgebäude umnebelt? Wer ist es, der hier listig schöne Worte verwendet von Weihe, Salbung, Thron und Herrlichkeit und manchem mehr, während der Mensch, der ein waches Bewusstsein hat und der seinen gesunden Menschenverstand gebraucht, etwas ganz Anderes empfindet, wenn er von der Hinrichtung auf Golgatha hört.

Sprecher 10:
Christus selbst enthüllt also in unserer Zeit in Seinem machtvollen Prophetischen Wort, was damals geschah. Ich zitiere eine weitere Stelle aus dem Offenbarungswerk Das ist Mein Wort:
„Die Dämonen wollen den Gekreuzigten, das Kreuz mit dem Corpus, sehen. Es bedeutet für sie die Niederlage des Nazareners – nicht den Sieg des Christus. Sie wollen mit dem toten Körper am Kreuz der Menschheit die Vorstellung einprägen, der Sohn Gottes sei der Sünde erlegen. Doch Ich Bin auferstanden und zum Ewigen zurückgekehrt. Ich habe euch die Erlösung gebracht. Das Kreuz ohne den toten Körper symbolisiert die Auferstehung und den Sieg über die Finsternis. Daher werden alle Menschen, die in Mir leben und durch die Ich lebe, es mit dem Kreuz des Sieges halten, das ohne Corpus ist. Denn ebenso, wie Ich den Sieg über die Finsternis errungen habe, so haben die Menschen und Seelen den Sieg über die Sünde errungen, die an Mich bewusst glauben und täglich mehr den Willen des All-Heiligen tun.“

Sprecher 11:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Christus spricht hier vom Sieg von Menschen über die Finsternis. Und vor dem Sieg über Sünde und Finsternis steht immer der Kampf. Doch wer hält uns weiterhin die Symbole einer vermeintlichen Niederlage von Christus vor Augen, obwohl Er, Christus, längst der Sieger ist? Wer betet weiter den Körper am Kreuz an, obwohl Christus doch auferstanden ist? Vergleichen wir die Christusworte mit dem, was seit nahezu 2000 Jahren im so genannten Christentum geschah und geschieht: Die vielen Grauen der Kirchengeschichte mit Kreuzzügen, Hexenwahn, Ketzerverbrennung bis hin zu den Sexualverbrechen an Kindern und so genannten „ekklesiogenen Neurosen“ unserer Zeit, also den durch kirchliche Lehren verursachten seelische Störungen.
Vergleichen wir diese Verbrechen also damit, dass in allen den Jahrhunderten bis in die Gegenwart den Menschen immer wieder der tote Mann am Kreuz gezeigt wurde, ja oft auf den Scheiterhaufen noch direkt vor das Gesicht gehalten wurde, bevor die Opfer der Kirche dort lebendig verbrannten!
Das war in früheren Jahrhunderten. Doch auch in unserer Zeit werden Menschen aufgefordert, stetig auf die Hinrichtungsstätte mit dem sterbenden und getöteten Jesus zu blicken. Und Päpste und Bischöfe halten oftmals einen Kreuzstab in die Höhe oder zeigen sich den Menschen mit einem Stab, auf dem eine besonders gequälte und geschundene Jesusfigur angebracht wurde.

Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer,
was zeigt sich, wenn man bei diesen Betrachtungen einmal die intellektuellen Konstruktionen der Theologie beiseite lässt? Wenn sich der Weihrauch in Luft auflöst, was nimmt man dann wahr? Einen Mann, der gefoltert, getötet und durch Kreuzigung zum Schweigen gebracht wurde, der wird von den Kirchenoberen immer wieder herum gezeigt. Und der theologisch nicht indoktrinierte Zeitgenosse fragt sich: Warum? Als Triumph über diesen Getöteten? Oder vielleicht als Abschreckung für die, die Ihm nachfolgen wollen?

kreuz_und_engelSprecher 12:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Christus klärt in Seiner Offenbarung durch Prophetenwort unmissverständlich auf: „Die Dämonen wollen den Gekreuzigten, das Kreuz mit dem Corpus, sehen. Es bedeutet für sie die Niederlage des Nazareners – nicht den Sieg des Christus.“
Und: „Wer das Kreuz mit dem toten Körper aufstellt und anbetet, der zeigt auf den physischen Leib und stellt damit der Menschheit fälschlicherweise Meine Niederlage dar. Er verehrt den toten Körper, anstatt zum Auferstandenen zu beten, zum Inneren Licht, dem Vater in Mir, dem Christus. Das Symbol der Auferstehung, der Himmelfahrt, ist das Kreuz ohne Corpus.“
Christus spricht hier vom Inneren Licht, das uns den Weg von der Erde in den Himmel zeigt, unserer wahren Heimat, die wir einst verlassen haben und die jeder Mensch aus seinem innersten Wesen heraus wieder finden möchte.
Dieses Innere Licht vermag in uns das Negative in unserem Leben umzuwandeln, wenn wir bereit sind, unser falsches Tun zu bereuen, um Vergebung zu bitten, es wieder gut machen und nicht mehr zu tun. Dann kommen wir Gott und dem Glück und der inneren Freiheit immer näher.
Das ist die Botschaft der Befreiung und dafür ist Christus gekommen. Nicht, um sich als Opfer für einen zürnenden Gott hinrichten zu lassen, hinter dem kein anderer steckt als der Götze Baal, gegen den schon die wahren Gottespropheten des Alten Testaments gesprochen haben.
Priester und Theologen haben den Tod von Jesus von Nazareth dafür missbraucht, um die Sühnopferlehren antiker Götzenkulte weiter pflegen zu können. Und Sein Tod wird bis heute missbraucht, um die Sühnopferlehren der antiken Baalskulte in ein moderneres Gewand zu kleiden und um in der Folge immer weiter sündigen zu können.
So kann man auch einmal fragen: Was hat die Verehrung des Kreuzes mit Corpus denn in den letzten 2000 Jahren alles gebracht? Nicht zuletzt unzählige von Kirchenführern gesegnete oder gar ausgerufene Kriege, die neues unermessliches Leid verursachten, geben Zeugnis davon, wofür das Kreuz mit Corpus bis heute verwendet wird.

Sprecher 13:
Liebe Mitmenschen! Jesus von Nazareth lehrte niemals: „Gott hat mich als ein Sühnopfer für eure Sünden ausgewählt“ oder „Holt euch immer wieder eine Lossprechung von euren Sünden bei einem Priester“. Sondern Er lehrte: „Gehe hin, und sündige hinfort nicht mehr.“
Den Sühnopferkult samt Ritualen und Sakramenten haben sich Kirchenlehrer und Theologen ausgedacht, die sich am Priesterkult oder an Aussagen des Schriftgelehrten Paulus orientierten, aber nicht an dem mutigen jungen Mann Jesus von Nazareth.
Jesus hat den Theologen Seiner Zeit mächtig die Stirn geboten und ihnen entgegen gehalten: „Weh euch, ihr Schriftgelehrten! Ihr geht nicht in das Himmelreich und hindert auch die daran, die hinein gehen wollen.
Jesus lehrte die Bergpredigt, das praktische Tun in der Gottes- und Nächstenliebe, das mit der Selbsterkenntnis beginnt, bei allen Widrigkeiten zunächst den Balken im eigenen Auge zu finden und zu entfernen. Wer das erlernt, dem fällt es auch immer leichter, nach den Geboten Gottes zu leben und dadurch dem inneren Glück und der inneren Freude näher zu kommen. Danach, liebe Mitmenschen, sehnt sich doch im Grunde genommen jeder Mensch. Und dazu braucht es weder Pfarrer noch Priester noch Sakramente oder Kirchen aus Stein.

Sprecher 14:
Jesus, der Christus, hat uns den Weg frei gemacht, wieder diejenigen zu werden, die wir von unserem Wesen von Anfang sind, also unser geistiges Erbe wieder antreten zu können. Dazu hat Er allen Seelen und Menschen einen Teil Seines geistigen Erbes übertragen. Es ist der Erlöserfunken, ein mächtiges Kraftpotenzial in unserer Seele, weswegen der Weisheitslehrer Jesus von Nazareth auch zum Erlöser aller Seelen und Menschen wurde. Dieses große kosmische Geschehen, das für die irdischen Augen unsichtbar geschah, vollzog sich am Kreuz von Golgatha. Denn damit hat Christus verhindert, dass sich die menschliche Seele und letztlich die ganze Schöpfung wieder auflösen kann, wie es in manchen östlichen Religionsausprägungen heute noch gelehrt wird, was unsägliche weitere Qualen bedeuten würde. Denn das war und ist das Ziel der Dämonen, Gott besiegen zu können, was bedeutet: Zerstörung und letztendliche Auflösung der Schöpfung Gottes und ein neues Reich nach ihrem hierarchischen dämonischen Vorstellungen.
Aber, und das hat Christus selbst klar offenbart: Das Erlösungsgeschehen hätte nicht an diesem furchtbaren Ort geschehen müssen, und Jesus hätte nicht auf diese grausame  Weise sterben müssen, wenn die Menschen damals Seine Lehre an- und aufgenommen und erfüllt hätten. Auch das hat Er selbst in dem großen Offenbarungswerk „Das ist Mein Wort“ erklärt:
„Mein Auftrag als Jesus von Nazareth, der Christus Gottes, war, den Erlöserfunken in die Seelen der Menschen einzusenken.  Mein Leiden und der physische Tod waren das Zeichen für die Unbeugsamkeit der Menschen.“
Und Er erklärte weiter: „Die Leiden und den physischen Tod am Kreuze hätte Ich …nicht erdulden müssen. So litt Ich für die Söhne und Töchter der Menschen, weil sie nicht bewusst Söhne und Töchter Gottes wurden, indem sie Gottes Willen erfüllten.“
So wurde Jesus, der Christus, zwar am Kreuz von Golgatha zu unserem Erlöser, weil Er uns dort den Erlöserfunken übertrug, weil unsere Seele seither aus der Quelle der inneren Kraft, der Christus-Erlöser-Kraft, schöpfen kann. Doch für dieses unbeschreibliche Geschenk, der Übertragung des Erlöserfunkens in alle Seelen und Menschen, wäre das Marterkreuz nicht notwendig gewesen, und dafür hätte Jesus nicht gewaltsam sterben müssen. So hat es Christus in unserer Zeit selbst durch Prophetenwort offenbart.

Sprecher 15:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer
Machen wir uns noch einmal bewusst, weil es von zentraler Bedeutung ist:
Jesus, der Christus, wurde zu unserem Erlöser, weil Er uns einen Teil Seines geistigen Erbes und damit Seiner göttlichen Kraft übertrug, den Erlöserfunken. Dieses für unsere menschlichen Begriffe unvorstellbar große Potenzial geistiger Kraft können wir im Grunde unserer Seele erwecken, indem wir uns Ihm, Christus, in unserem Inneren zuwenden und indem wir das tun, was Jesus uns in Seiner Bergpredigt lehrte. So kann Christus dann in uns mehr und mehr auferstehen, und das wird dann auch zum innere Halt in Gott, unserem liebenden Vater, der uns nicht leidend sehen möchte, sondern frei und glücklich.
„Wer es fassen will, der fasse es“, so die Worte von Christus in unserer Zeit. „Und wer es lassen will, der lasse es.“ In diesem Sinne, alles Gute und Auf Wiedersehen.

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