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Der Theologe aktuell – 2017

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Der Theologe aktuell – 2017

 

23.2.2017 – Ein höllischer Abgrund voller Milliarden – Das Bistum München veröffentlichte 2016 nach öffentlichem Druck seine Bilanz. Bei näherem Hinsehen wurde jedoch bald klar: In den ca. 6,5 Milliarden € ist Unermessliches überhaupt nicht eingerechnet, von „Bilanztricks der Kirche“ war in der Presse zu lesen.
Die Gesprächsrunde der „Theologen“ klärt zunächst auf, was die Zahlen bedeuten und welche Milliarden alles fehlen:
http://www.der-freie-geist.de/video/die-milliardenschaetze-der-kirche
Dies alles führt auch zu der Frage: Wie ist die Kirche überhaupt zu ihrem Reichtum gekommen, der summa summarum in die Billionen geht?
Je mehr man sich mit diesem Thema beschäftigt, je mehr Unsummen tun sich auf und je mehr Abgründe an Verbrechen im Laufe der Geschichte, welche bis heute die Basis des Kirchenimperiums sind.
Hier erfahren Sie, liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer, in aller Kürze, das Wichtigste über das Vermögen der Institutionen Kirche anhand aktueller Daten. Und der drastische Widerspruch zur Lehre des Jesus von Nazareth wird auch bei diesem Thema für jeden Menschen offensichtlich.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA11.2.2017 – Australien: Wahrscheinlich 7 % aller katholischen Priester begingen Sexualverbrechen an Kindern http://www.theologe.de/schwarzbuch_katholische-kirche.htm#Australien

9.2.2017 – Rechte Hand des Bischofs von Limburg mit „schockierender“ Kinderpornografie auf seinem Rechner – Im Bistum Limburg wurde beim Büroleiter und Referenten des neuen Bischofs „schockierende“ Kinderpornografie gefunden, wie es in Medien heißt. Der Beschuldigte ist verheirateter „Ständiger Diakon“, also zwar kein Priester, aber trotzdem einer, der bei kirchlich bedeutenden Anlässen mit „vorne“ steht, „Theologe und Kirchenrechtler, Domdiakon, Richter am Bischöflichen Ehegericht“, Leiter der katholischen Diakonenausbildung und deutschlandweit an der Spitze eines Interessenverbands der so genannten „Ständigen Diakone“.
Die Behörden kamen ihm bei Durchsuchungen nach wochenlangen „verdeckten Ermittlungen“ auf die Schliche, der Beschuldigte wurde mit „Unschuldsvermutung“ zunächst vom Dienst frei gestellt.
Siehe dazu auch die Gesprächsrunde zum Thema „Die Verbrechen der Kirche an den Kindern“ unter http://www.der-freie-geist.de/video/die_verbrechen_der_kirche_an_den_kindern
Mehr zum Thema auch in der Ausgabe „Der Theologe Nr. 43 – Schwarzbuch Katholische Kirche“ – http://www.theologe.de/schwarzbuch_katholische-kirche.htm

martin-luther_totenmaske27.1.2017 – Bischof erklärte Martin Luther 1938 zum geistigen Vater der Judenverfolgung im Nationalsozialismus. Warum gibt es immer noch Luther-Straßen? – Der evangelische Landesbischof Martin Sasse veröffentlichte im Jahr 1938 eine Schrift mit dem Titel „Martin Luther und die Juden – Weg mit ihnen“.
In dieser Schrift beanspruchte der Landesbischof eine geistige Verbindung zwischen den brennenden Synagogen der Reichspogromnacht im Jahr 1938 und seinem Vorbild Martin Luther, der genau dies schon ca. 400 Jahre zuvor gefordert hatte. Der lutherische Bischof schreibt:
„Am 10. November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen in Deutschland die Synagogen. Vom deutschen Volk wird … der gottgesegnete Kampf des Führers zur völligen Befreiung unseres Volkes gekrönt. In dieser Stunde muss die Stimme des Mannes gehört werden – gemeint ist Martin Luther -, der … der größte Antisemit seiner Zeit geworden ist, der Warner seines Volkes wider die Juden.“
Der lutherische Bischof erklärte Martin Luther damit zu einem geistigen Vater der nationalsozialistischen Judenverfolgung, die bis zum Holocaust führte.Juden

Luthers Forderungen sind dokumentiert in seinem Buch„Von den Juden und ihren Lügen“.  Darin behauptet der Reformator, dass die Juden, „1400 Jahre unser Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind“.
Von den Nationalsozialisten wurde im 20. Jahrhundert dann die Parole ausgegeben, die Juden seien – in Anführungszeichen – „unser Unglück“.
Martin Luther forderte in der genannten Schrift auch: Man soll ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecken“. Im Jahr 1938 lassen die Nationalsozialisten die jüdischen Synagogen verbrennen.
Martin Luther forderte weiter, „dass man ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre“. Dafür, so Luther, „mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun“. Im Jahr 1938 wurden die Häuser der jüdischen Mitbürger tatsächlich beschlagnahmt, und die Menschen wurden in Ghettos gedrängt und später in die Baracken der Konzentrationslager verschleppt.
Martin Luther verlangte auch, dass man den jüdischen Bürgern „nehme alle ihre Betbüchlein und nicht ein Blatt ließe“. Im Jahr 1933 wurden in Deutschland dann die jüdischen Schriften verbrannt.
Und es gibt noch weitere Beispiele:
So forderte Martin Luther auch, „dass man … nehme ihnen alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold“. Das setzten die Nationalsozialisten ebenfalls in die Tat um. 1938 wird der Besitz enteignet, 1939 Schmuck eingezogen, später das Geld.
Schließlich forderte Luther die Todesstrafe für Juden, die ihren Glauben öffentlich leben; wörtlich, „dass man ihnen verbiete, bei uns … öffentlich Gott zu loben, zu danken, zu beten, zu lehren bei Verlust Leibes und Lebens“.

Das alles ist Luther, aber nicht Christus. Diese Parolen sind Luther, aber nicht christlich. Mit Jesus, dem Christus haben sie nicht das Geringste zu tun.

Um das Wüten des evangelischen Gründervaters zu relativieren, wird von Kirchenvertretern heute manchmal behauptet: „Er war eben auch ein Kind seiner Zeit.“
Bei näheren Hinsehen zeigt sich jedoch, dass es Martin Luther war, der seinerseits seine Zeit und nachfolgende Jahrhunderte maßgeblich geprägt hat.
Noch wenige Tage vor seinem Tod beklagte der Reformator die Zurückhaltung der Fürsten bei der Judenverfolgung mit den Worten „Niemand tut ihnen noch etwas“. Martin Luther drängte die damaligen Obrigkeiten, endlich mit den Judenvertreibungen zu beginnen. Doch die Zeit für eine umfassende Umsetzung aller Forderungen Luthers war noch nicht gekommen. Es dauerte bis ins 20. Jahrhundert.

Heute distanziert sich die Lutherkirche von seinen Forderungen.
Was aber geschieht, wenn sich die Zeit wieder ändert? Wenn die Forderungen Luthers, Menschen einer anderen Glaubensrichtung zu vertreiben oder gar hinzurichten, wieder mehr Gehör finden? Wird dann wieder in die Tat umgesetzt, was Martin Luther hier lehrte, wie es schon einmal in der Geschichte geschah, in den Jahren nach 1933?
Die Aufrufe Martin Luthers sind nach heutigem Rechtsverständnis Volksverhetzung und Aufrufe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Dass diese auch das Gegenteil der christlichen Lehre sind und folglich mit Christus, der in dem Juden Jesus von Nazareth auf der Erde lebte, nichts zu tun haben, ist offensichtlich.

Warum aber dann weiterhin das ehrende Andenken Luthers und Feierlichkeiten wie beim so genannten Reformationsjubiläum 2017? Warum immer noch eine offizielle Martin-Luther-Medaille der Lutherkirche? Warum immer wieder die Pflege von Luther-Sprüchen und -Liedern, Luther-Souvenirs, Reiseangebote auf den Spuren Luthers und vieles mehr dieser Art?
Warum wird Luther im Religionsunterricht den Schülern weiterhin als Vorbild hingestellt? Und warum sind immer noch unzählige Straßen, Plätze und Häuser nach diesem Mann benannt, der zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufrief?

Foto: Martin Luthers Totenmaske und Abdruck seiner Hände nach einer Rekonstruktion, verehrt in der Kirche „Unsere lieben Frauen“ in Halle an der Saale. Unzählige Menschen hat Martin Luther töten wollen. Im Jahr 1546 ist er in Eisleben gestorben, wahrscheinlich an einem Herzinfarkt.

Lesen Sie mehr zum Thema in
– „Der Theologe Nr. 4“, z. B. So fordert es Martin Luther – so tun es die Nationalsozialisten in http://www.theologe.de/theologe4.htm#2
„Der Theologe Nr. 28“ – Martin Luther und die Juden: Der Kopf der evangelischen Kirche als der größte Antisemit seiner Zeit und weit darüber hinaus in http://www.theologe.de/martin_luther_juden.htm

Flucht und Völkerwanderung wegen Krieg, Gewalt und Armut – Ansturm auf Deutschland

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1.8. / 28.9.2015 / 1.1.2016 – Kriegs-Flüchtlinge aus Syrien – Wer hat den Krieg in Syrien begonnen? / Flüchtlinge aus dem Irak. Wer hatte den Irak 2003 mit Krieg überzogen? / Wer hat Libyen in den Zerfall gebombt? / Ungarns Präsident Orban: „Es wäre vielleicht klug, nicht ständig Staaten zu zerstören.“

Die Studie vom Herbst 2015 ist der letzte ausführliche Beitrag unter theologen.wordpress.
Ab dem Jahr 2016 finden sich aus Zeitgründen alle Informationen unter „Der Theologe aktuell – 2016“. Über Neuigkeiten werden Sie auch informiert bei https://www.facebook.com/Der-Theologe-175473619156089/

Flüchtlingsströme aus vielen Ländern weiteten sich zuletzt immer mehr aus. Womöglich hat die größte Völkerwanderung der Geschichte begonnen. Neue Schübe mit unübersehbaren Strömen von Menschen wurden und werden weiterhin ausgelöst durch dauerhafte Willkommensbotschaften von deutschen Politikern, „wir“ in Deutschland würden auch 2016 wieder die Aufnahme Hunderttausender „schaffen“ und es gebe bei Asylanträgen „keine Obergrenze“ usw., was die Institutionen Kirche der Bundeskanzlerin so nahe gelegt haben. (http://www.theologe.de/kirche_staat.htm#Kirche_zu_Fluechtlingen)
„Wir“, das sind in diesem Fall aber hauptsächlich andere.
Dazu die Dortmunder Ordnungsdezernentin Diane Jäger: „Ich weiß nicht, in welchem Raumschiff diese Menschen in Berlin leben. Es wird Zeit, dass sie aussteigen und sehen, welche Belastung die Kommunen zu tragen haben“ (ntv.de, 25.9.2015). Mittlerweile kündigen wegen des Drucks von „oben“ manche Kommunen bereits langjährigen Mietern wegen „Eigenbedarfs“, das heißt, um dort stattdessen Flüchtlinge bzw. Einwanderungswillige unterbringen zu können, und weil das „billiger“ sei als anderweitig Wohnraum zu schaffen. (http://www.welt.de/politik/deutschland/article146825325/Fuer-Fluechtlinge-gekuendigt-Das-war-wie-ein-Tritt.html)
Ein weiterer Auslöser sind Fernsehbildern z. B. vom Münchner Hauptbahnhof, wie Flüchtlinge in Deutschland willkommen geheißen und beschenkt wurden, die man auch in Afrika am Fernsehschirm sah. Ntv.de zeigt ein Beispiel eines jungen Mannes aus Mali, der sich darauf hin entschloss, ebenfalls irgendwie den Weg nach Deutschland zu schaffen, obwohl er ein relativ gutes Einkommen hat, seine Familie damit ernährt hat und nicht verfolgt wird (19.9.2015). Aber in Deutschland gibt es äußerlich weit mehr zu erreichen. Und nicht nur er hat die Unterstützung seiner Angehörigen sicher, denn bei einem Gelingen würden im Zuge der gesetzlich garantierten Familienzusammenführung die Verwandten nachreisen.
Was sich täglich mehr und mehr zuspitzt, ist, dass vor allem Deutschland mehr und mehr „überrant“ wird. Die anderen Länder sind mehr oder weniger nur Durchgangsstationen nach Deutschland,
Und das sind alles nur die Vorboten, denn wenn in nicht allzu ferner Zukunft die „Klimaflüchtlinge“ noch hinzu kommen, wird man im Millionenbereich gar nicht mehr zählen können.

Die „reiche“ und die „arme“ Welt beginnen sich zu vermischen

Doch wäre es nicht am besten, wenn die Menschen (wenigstens bis zur Klimakatastrophe) gar keinen Grund hätten, ihre Heimatländer zu verlassen und wenn sie dort äußerlich ein würdiges Leben führen können? Warum lassen sie dann aber ihren irdischen Heimatort und alles dort liegen und stehen und wollen nach Deutschland? Wo liegen die Ursachen für den Ansturm in die vielfach noch um sich selbst und die vielen Egos kreisende deutsche Gesellschaft.
Dort wird zum Beispiel um mehr Geld für die Piloten gestritten und dabei um teilweise sechsstellige Monatsgehälter. Und weit mehr verdienen dort Männer, die – anstatt richtig zu arbeiten – nur Milliardensummen an Kapital von hier nach da verschieben. Deutlich weiter unten in der Vermögenshierarchie wird dann monatelang gerungen und gestreikt, um die Frage zu klären, ob das Zugpersonal gegenüber der Deutschen Bahn von ein oder zwei Gewerkschaften vertreten werden dürfe. Zuletzt wurde in diesem Land erst das Renteneintrittsalter teilweise auf 63 Jahre reduziert, und auch ein Asylsuchender im Wartestand bekommt oft monatelang oder gar mehrere Jahre mehr Geld als ein Durchschnittsverdiener in Serbien. Verständlich, dass immer mehr Menschen in einem solchen Land leben möchten – bei diesen gravierenden, ja massivsten Unterschieden zwischen Reich und Arm weltweit und bei im Herbst 2015 weit geöffneten Türen in Deutschland, durch die praktisch jeder einreisen darf, der es bis dorthin schafft, gleich aus welchem Grund. Die „reiche“ und die „arme“ Welt beginnen sich, in Deutschland mehr und mehr zu vermischen.
Nach ehernen kosmischen Gesetzen verpflichtet Reichtum dazu, damit die Not anderer gemäß der „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu lindern. Doch die wenigsten halten sich daran; allen voran die unermessliche reiche Institution Kirche, die zwar ihre Gläubigen hier und da zum Helfen aufruft, aber selbst nur öffentlichkeitswirksam Almosen verteilt. Nun wollen sich immer mehr Menschen aus „ärmeren“ Ländern holen, was ihnen Verantwortliche aus „reicheren“ Ländern bisher über viele Jahrzehnte vorenthalten haben. Oft wurden ihre Länder dabei ausgebeutet. Man spricht in diesem Zusammenhang von Kolonialismus und „Neokolonialismus“. Jetzt geht es für viele Menschen eben direkt dorthin, wo das große Geld verdient wurde und wird.

„100 Millionen“ und mehr

Ungarns Außenminister spricht von einer „Völkerwanderung, deren Nachschub unendlich ist“ und schätzt ca. 35 Millionen Menschen, die einwandern wollen (welt.de, 16.9.2015), andere sprechen bereits jetzt von 100 Millionen. Doch ob das reicht? Der Grund ist bei vielen der Krieg und seine Folgen, vor allem die wachsende Armut, Verzweiflung und Lebensbedrohung in umkämpften Gebieten.
Zunehmend zeigt sich aber – grob gesprochen – ein zweiter Grund: Auch Menschen, die weder verfolgt noch – gemessen an den Zuständen in ihrem Land – arm sind, wandern als „Flüchtlinge“ ein, da Europa und vor allem Deutschland mehr Wohlstand bietet. Wie will man nun aber den Einreisegrund in den Zielländern heraus finden und nur denjenigen „Schutz“ bieten, dei wirklich „Schutz“ brauchen? Wie soll das zeitnah und zutreffend gehen? Dass dabei vor allem Deutschland oder auch Österreich das Ziel sind und kaum ein Flüchtling beispielsweise freiwillig auf dem Balkan bleiben will, ist laut der österreichischen Innenministerin auch „keine Schutzsuche mehr, sondern Asyl-Optimierung“. (ntv.de, 19.9.2015).
Der bekannte ntv-Reporter Dirk Emmerich weis am 21.9.2015 an der österreichisch-ungarischen Grenze jetzt auch auf viele Menschen hin, die mit der zweiten Einwanderungswelle kommen. Er fotografierte teilweise vermummte junge Männer und schrieb dazu: „Flüchtlinge sind anders. Vor zwei Wochen Danke. Heute Forderungen. ´Wo sind die Busse?` ´Warum dauert das?`“ (https://twitter.com/DEmmerich/status/645916801482760192?ref_src=twsrc^tfw)

„Stabilisiert die Herkunftsländer! Wir brauchen die Menschen zurück. Unser Kontinent blutet aus.“
(Kgalema Motlanthe, ehemaliger Präsident und Vizepräsident Südafrikas zur Völkerwanderung aus aller Welt in Richtung Deutschland, zit. nach focus.de, 2.11.2015)

Schließlich gibt es auch noch einen dritten Grund: Islamistische Terrorgruppen hatten im Vorfeld angekündigt, ihre Kämpfer auf diesem Asyl-Weg ebenfalls nach Europa zu schleusen, und religiöse und teilweise gewaltbereite Extremisten haben zum Beispiel minderjährige Flüchtlinge gleich nach der Ankunft freundlich in ihrer Muttersprache in Empfang genommen. Und wer weiß, wer in der nicht kontrollierbaren Situation alles noch seine Leute vor allem nach Deutschland schickt? „Der Verfassungsschutz befürchtet angesichts des Flüchtlingsandrangs einen starken Anstieg der Zahl radikaler Islamisten in der Bundesrepublik“ (bild.de, 30.9.2015). Diese Befürchtung ist schon zu einem großen Teil Gewissheit. Nach mühsamen Prüfungen beschlossene „Abschiebungen“ bzw. „Verabschiedungen“ sollen zu ca. 95 % nicht funktionieren wegen „Renitenzen“ der Menschen (z. B. bild.de, 29.9.2015), die sich schlicht weigern bzw. wehren. Sie bleiben einfach bzw. tauchen unter, teure Flugtickets verfallen, und die Staatsorgane kommen nicht mehr damit zurecht. Und täglich kommen Tausende neue unter das gehisste Banner des „Willkommen“, des „Welcome“. Es ist ein wenig wie beim Goldrausch in Kalifornien im 19. Jahrhundert.

In Flüchtlingsheimen eskalieren in der Zwischenzeit vor allem die Angriffe und Drohungen von fanatischen Islamisten unter den „Flüchtlingen“ gegenüber Andersgläubigen – bis hin zu Morddrohungen: http://www.welt.de/politik/deutschland/article146919471/Islamisten-bedrohen-Christen-in-Fluechtlingsheimen.html.

Zum Hintergrund: Nachfolger des Christus sind für die Glaubens- und Gewissensfreiheit, aber Gegner aller äußeren Religionen, gleich wie sie sich nennen, mit ihrer  Intoleranz und ihren Verdammungsflüchen, ihren Kriegsaufrufen und der Gewalt, und ihrem Opium für das Volk. Jesus von Nazareth hat niemals eine Religion gegründet, sondern die Gottes- und Nächstenliebe gelehrt, völlig unabhängig von den äußeren Religionen, die unzählig viel Leid und Not über die Menschen und den ganzen Planeten Erde brachten und noch bringen.

Nachfolgend einige Anmerkungen zum ersten hier genannten Fluchtgrund, dem Krieg: Aufschlussreich ist dabei ein Blick auf die Länder, wo der Krieg bereits unzählige Menschen tötete, ihre Häuser in Trümmer schlug, ihre Existenzen zerstörte und wo weitere Anschläge und größte Not an der Tagesordnung sind; und ein Blick auf Ursachen, die dazu führten:

Pro-westlicher Rebell berichtet Peter Scholl-Latour, er sei von Agenten für Aufstand angeworben worden

Der 2015 verstorbene angesehene Journalist Peter Scholl-Latour schrieb dazu einiges in seinem letzten Buch Der Fluch der bösen Tat. Focus.de berichtet darüber:
„Bei seiner letzten Syrienreise traf er Vertreter der Rebellenarmee. Einer von ihnen erzählte Scholl-Latour, er sei bereits ein Jahr vor Beginn der Proteste von jordanischen und getarnten amerikanischen Agenten kontaktiert worden. Unter Zusicherung finanzieller Vorteile hätten diese ihn ermutigen wollen, sich einer umstürzlerischen ´Freien Syrischen Armee` anzuschließen. Denn Washington habe geglaubt, es müsse nur eine vom Westen unterstützte Oppositionsarmee auftauchen, um eine Volkserhebung auszulösen, die den Assad-Clan hinwegspülen würde“ (zit. nach focus.de, 17.9.2014). Der Aufstand, der zum Krieg wurde, begann dann 2013. 2015 tobt er weiter heftig. Dazu Peter Scholl-Latour: „Dabei ist es ein tragischer Witz, dass der Aufstand nach drei Wochen erledigt gewesen wäre, wenn nicht Saudi-Arabien, Katar und die USA die Aufständischen unterstützt hätten“ (focus.de, 7.9.2013). Die Politiker der USA sind mehrheitlich Katholiken und Protestanten, in Saudi-Arabien und Katar regieren extreme Muslime, und nach Saudi-Arabien und Katar gingen auch in dieser Zeit deutsche Waffen.

Fortgesetzter Aufstand, Zerfall und jetzt immer mehr Flüchtlinge

Der ungarische Ministerpräsident Orban gibt zu: „Wir Europäer und Amerikaner“ hätten in Syrien „eine de facto nicht existierende Opposition im ´arabischen Frühling` unterstützt, obwohl klar war, dass von dort keine Führung für das Land kommen kann, sondern es zerfallen wird“ (welt.de, 16.9.2015). Und focus.de schreibt am 15.9.2015: „Russland bot 2012 den Rücktritt Assads an – Westmächte lehnten ab“. Statt einen Dialog zu unterstützen, lieferte man immer mehr Waffen an die Aufständischen. Der Westen wollte in Syrien also einen gewaltsamen Umsturz; wie auch beim Maidan-Aufstand in der Ukraine, den man ebenfalls unterstützte statt sich dafür einzusetzen, die nächsten demokratischen Wahlen zu gewinnen.
Der pro-westliche Umsturzversuch in Syrien führte dann bekanntlich zu Krieg und Zerfall und bis jetzt zu ca. 250.000 Todesopfern und als wesentliche Folge auch zu der Völkerwanderung, die nun eingesetzt hat. Die meisten, die im Herbst 2015 nach Europa auswanderten, lebten zuvor anscheinend bereits in Flüchtlingslagern in der Türkei, dem Libanon oder Jordanien (Ungarns Regierungschef Orban lt. focus.de, 15.9.2015). Für diese Einrichtungen wurden die Hilfen von der UNO, finanziert vor allem durch die USA und Europa, zuletzt um mehr als die Hälfte gekürzt, auch die Nahrungsmittel reichten nicht mehr und Hungersnöte drohten. (B 5 aktuell, 15.9.2015)
Ntv.de schreibt am 7.9.2015 über die Lage in Syrien selbst: „Wo das Regime noch die Kontrolle hat, gibt es noch so etwas wie Alltag. Sollte sich das ändern“, so der UN-Sonderbeauftragte De Mistura, würden noch viel mehr Millionen Syrer fliehen, wohl fast alle mit dem Ziel Deutschland. Und der Sturz der Regierung ist weiterhin sowohl das Ziel der hauptsächlich von den USA unterstützten pro-westlichen Rebellen als auch der islamistischen IS.

Flucht in die Länder, wo die Waffen produziert werden; weg von dort, wo sie eingesetzt werden

Ausgerechnet die romtreue griechisch-katholische Kirche in Syrien ist über „die fast schon geschlossene Auswanderung“ der Kirchenmitglieder entsetzt (idea-spektrum Nr. 37, 9.9.2015). Patriarch Gregorius III. flehte vor allem die jungen Kirchenmitglieder an: „Bleibt! Seid geduldig! Wandert nicht aus!“ Von denen, die noch bleiben, finden die meisten Schutz in Damaskus und in den anderen Orten; eben in solchen, die noch von der Regierung unter Präsident Assad kontrolliert werden. Dieser Aufruf wird von den meisten Machthabern der westlichen Allianzen und vom Vatikan aber ignoriert – auch der Aufruf Russlands, Österreichs und Spaniens nach einer Verständigung mit der Regierung Syriens. Ein entscheidender Streitpunkt ist, ob Fotos von furchtbaren Folterungen und Morden dieser Regierung anzulasten sind oder anderen Tätern. Der Mehrfronten-Krieg geht stattdessen unvermindert weiter. Z.B. durch das von einer evangelisch-anglikanischen Staatskirche dominierte Großbritannien, das nun ebenfalls einen „Militäreinsatz“ in Syrien plant, „gegen Assad und IS-Vormarsch“ (ntv.de, 6.9.2015), ähnlich wie das überwiegend katholische Frankreich, das ebenfalls dort Bomben abwerfen lässt. Für die Regierung unter Präsident Assad ist bereits Russlands Militär im Einsatz.

Vom Westen unterstützte und bewaffnete Aufständische greifen in Syrien nach eigenen Angaben mittlerweile auch die russische Armee an – http://www.n-tv.de/politik/Russland-geraet-in-Syrien-in-die-Schusslinie-article16008501.html. Und diese bombardiert dann auch deren Stellungen. Und die meisten westlichen kirchenchristlichen Politiker mit Ausnahme von Angela Merkel weigern sich weiterhin, die Regierung in Syrien anzuerkennen oder auch nur mit ihr zu reden. Wie nah ist ein noch größerer Krieg? Wer den Aufstand und den Krieg weiter fördert, ist auf jeden Fall zu 100 % verantwortlich für alle Opfer und Flüchtlinge.

Sie holen sich, was man ihnen vorenthielt

Manche bibelgläubige Zeitgenossen fürchten, dass sich allmählich eine Konstellationen für die in der Bibel genannte endzeitliche grauenvolle Schlacht von Harmagedon bilden könnte. Kein Wunder, dass Millionen Menschen einfach nur noch weit weg wollen – dorthin, wo Waffen produziert werden und wo man sehr gut daran verdient; weg von dort, wo sie eingesetzt werden und wo sie ihre Existenzen zerstören. „Syrer haben nur ein Ziel: Deutschland,“ schreibt focus.de (11.9.2015).
Papst Franziskus ließ sich derweil am 23.9.2015 in Washington/USA von der Menge bejubeln, wo laut dem Nahost-Experten Peter Scholl-Latour wesentliche Ursachen für das Elend in Syrien geschaffen wurden. Und auch beim Thema „Flüchtlinge“ betreibt der Papst seine mittlerweile bekannte „Almosenstrategie“. Statt die Paläste, Prunkbauten und Klöster der Kirche für Flüchtlinge zu öffnen, regte er an, eine Flüchtlingsfamilie pro Kirchengemeinde aufzunehmen. Das heißt dann auch: Der Vatikan nimmt zwei Flüchtlingsfamilien auf.
Der Entwicklungshelfer Kilian Kleinschmidt beklagt: „In der Griechenlandkrise hat die EU bereitwillig Milliarden zur Verfügung gestellt – doch die Flüchtlingskatastrophe hat sie kaum wahrgenommen. Die Lage [in den Flüchtlingslagern vor Ort] wird immer verzweifelter … Wir haben immer wieder davor gewarnt, dass, wenn die Lebensbedingungen noch schlechter werden, die Flüchtlinge hierherkommen“ (ntv.de, 26.9.2015). Sie wollen sich also holen, was die UNO ihnen aus Geldmangel nicht geben konnte. Doch welchem Ruf folgen sie dabei und was sind ihre Ziele?

„Krieg der Willigen“ gegen den Irak aufgrund falscher Beschuldigungen und unter Bruch des UN-Völkerrechts

Die meisten anderen Flüchtlinge kommen unter anderem aus dem Irak. Focus.de schreibt am 8.9.2015: „Die Proteste in Bagdad erreichen eine neue Dimension. Nachdem Iraker seit Wochen für bessere Lebenskonditionen demonstrieren, drohen sie nun sogar mit einer Ausreise nach Deutschland.“ Zehntausende protestierten zuletzt in Bagdad, zigtausende in anderen Städten. Viele halten Fotos von Angela Merkel in die Höhe. Offenbar hatte sich in Rekordzeit im Nahen und Mittleren Osten verbreitet, dass Deutschland die „Schleusen“ geöffnet hat und bereit ist, Millionen von Asylsuchenden aufzunehmen und dass es dort „keine Obergrenze“ für sie gebe. Doch warum wollen auch zigtausende Iraker aus ihrem Heimatland weg und nach Deutschland?
Zum Hintergrund im Irak: Dort hatte der kirchliche „Westen“ in seiner „Koalition der Willigen“ 2003 unter Ausschaltung der UNO die damalige Regierung weg gebombt – Tausende Tote, Not und Elend waren die Folge. Irak wurde zuvor fälschlicherweise von der USA-Regierung beschuldigt, über Massenvernichtungswaffen zu verfügen, worauf hin diesem Staat von den „Willigen“ der Krieg erklärt wurde. Anschließend wurde das Regieren im Irak dem US-„Zivilverwalter“ und Katholiken Paul Bremer übertragen. Bremer war und ist verheiratet mit der Katholikin Frances Bremer, die zuvor ein Buch über einen katholischen Priester mit dem irreführenden Titel Running to Paradise geschrieben hat. Denn was haben die Grauen von nahezu 2000 Jahren Katholizismus mit dem „Paradies“ zu tun, dem einstigen „Garten Eden“, der laut Schöpfungsbericht der Bibel sogar im späteren Irak gelegen hat? Und was hat es gebracht, als die USA die Macht offiziell wieder an Machthaber vor Ort übertrugen? Die Religionsfreiheit ging verloren. Und wenige Jahre später zerfällt der Irak. Gewalt und Elend nehmen zu.

Der NATO-Krieg, der Libyen in Elend und Zerfall stürzte

Ansonsten kommen die Flüchtlinge hauptsächlich aus Libyen. Dort hatte die kirchlich befürwortete NATO 2011 die damalige Regierung weg gebombt, als diese den Aufstand im Land niederschlagen wollte. Der katholische Bischof Marx forderte die Bundesregierung eigens dazu auf, sich an dem NATO-Krieg zu beteiligen, der die Aufständischen und die Regionen, in denen sie ihre Stützpunkte hatten, schützen sollte. Der Krieg brachte noch mehr Tote, Not und Elend. Die Folge: Auch dieses Land zerfiel, die Religionsfreiheit ging verloren, Gewalt und Elend nehmen immer mehr zu. Der ungarische Ministerpräsident Orban mahnt den Westen mittlerweile zur Kursänderung: „Es wäre vielleicht klug, nicht ständig Staaten zu zerstören“. (welt.de, 16.9.2015)
Die von sich „christlich“ nennenden Kräften weg gebombten autoritären Herrscher (Hussein im Irak, Gadaffi in Libyen) oder der von ihnen bekämpfte Herrscher Assad in Syrien waren bzw. sind zwar islamisch, aber nur gemäßigt religiös. Sie erlaubten bzw. erlauben Religionsfreiheit. Viele Aufständische aber, welche durch die Kriege und vom Westen geförderten Umstürze zur Macht gelangten, verbreiten Intoleranz, Grausamkeit und Tod im Namen der Religion. So wie im Mittelalter in den päpstlich ausgerufenen Kreuzzügen Terror, Grausamkeit und Tod im Namen der Religion die Menschen ins Elend stürzte.

Der Westen wollte keine sozialistische Regierung in Afghanistan und rüstete die Islamisten für einen Aufstand hoch

Dann kommen noch sehr viele Flüchtlinge aus Afghanistan. Dort hat der Krieg des Westens gegen den islamistischen Terror bisher Tausende von Opfern unter den Zivilisten gefordert. Im Jahr 1980 rüsteten die kirchlich dominierten Westmächte die Islamisten in Afghanistan auf, um die Russen mit Krieg aus dem Land zu treiben, welche die damalige sozialistische Regierung Afghanistans stabilisieren wollten. Und Hollywood produzierte extra den Kinofilm Rambo III, mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle „alleine“ gegen die Russen. 2001 erwog der evangelisch-methodistische Präsident George W. Bush sogar den Abwurf einer Atombombe auf Afghanistan. „Die Papiere waren“ bereits „geschrieben“ (focus.de, 29.8.2015). Die bisher einzigen beiden Atombomben, die im Krieg eingesetzt wurden, ließ US-Präsident Harry S. Truman abwerfen, ein evangelisch-freikirchlicher Baptist – 1945 über Hiroshima und Nagasaki in Japan. Und nun 2015, nach 14 Jahren Krieg der NATO gegen die Taliban? „Afghanen geht es noch schlechter als Syrern“, schreibt ntv.de am 11.9.2015, und sie werden meist schlechter behandelt. Tausende saßen im September 2015 in Griechenland im Elend fest, doch sie wollen weiter. Derzeit machen sich 100.000 Afghanen pro Monat in Afghanistan auf, um es irgendwie bis nach Deutschland zu schaffen. Von dort, wo die Bundeswehr über ein Jahrzehnt die „Sicherheit“ Deutschlands am Hindukusch militärisch „verteidigen“ wollte, was Krieg und Gewalt eskalieren ließ. Das Ergebnis zeigt sich jetzt.

Das NATO-Christentum schuf einen zweiten albanischen Staat in Europa, aus dem die Menschen nun fliehen

Schließlich kommen noch weit mehr Flüchtlinge aus dem Kosovo. Dort führte die von den westlichen Kirchen unterstützte NATO 1999 Krieg gegen Jugoslawien, deren Armee mit Gewalt gegen den Aufstand der Kosovo-Albaner vorging. Der nach dem Krieg von den Staaten des „NATO-Christentums“ und gegen den Widerstand im UN-Sicherheitsrat und damit gegen das Völkerrecht – neu geschaffene Staat Kosovo ist mittlerweile in Clanwirtschaft, Korruption und Chaos versunken, im Parlament werden Tränengasbomben geworfen. Ein großer Teil der Bürger will nun in Deutschland leben. Selbst die Bild-Zeitung in Deutschland gibt zu: „Seit dem Kosovo-Krieg im Jahr 1999 ist die Lage in dem Land instabil.“ (19.2.2015)
Wieso gibt es also die unzähligen Flüchtlinge aus Syrien, Libyen, Irak, Afghanistan oder dem Kosovo? Wer hat entscheidend dazu beigetragen, dass es dazu kam?

Kirche contra Christus – Flüchtlinge lernten in ihren Heimatländern einen falschen Christus kennen

Die katholische Kirche entwickelte dabei eine Lehre vom gerechten Krieg. Und die evangelischen Kirchen und ihre Gewaltlehren gehen mehr oder weniger auf Martin Luther zurück. Mit seiner Aussage „Sündige tapfer“, der Glaube alleine genüge, hat Luther viele Hemmschwellen niedergerissen. Mit Christus hat Luther nicht das Geringste zu tun. Martin Luther und die Lutheristen missbrauchen den guten Namen von Christus genauso wie die Papstkirche in Rom. Denn Jesus von Nazareth lehrte eindeutig: „Stecke dein Schwert an seinen Ort. Denn wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen.“

Ein Teil der Tragödie ist, dass die meisten Flüchtlinge in allen den Kriegen nicht Jesus, den Christus, kennen gelernt haben, sondern stattdessen die falschen Christusvorstellungen der Institutionen Kirche. Sie lernten nicht Christus kennen, den der Prophet Jesaja als den „Friedefürsten“ verheißen hat, der die Feindesliebe lehrte und dazu aufrief, dem Gegner und Feind Gutes zu tun. Sondern sie lernten einen lutherisch-vatikanischen Kriegsgötzen kennen, in dessen Namen je nach politischer Interessenlage Kriege geführt werden dürfen. So wie auch islamistische Krieger und Gewalttäter sich auf ihren „Gott“ berufen – Religion also als Quelle von Gewalt und Krieg.

Mehr Waffenproduktion bringt auch mehr Kirchensteuer

Und selbst wenn Kriegsflüchtlinge in Europa nun teilweise große Hilfsbereitschaft erfahren, so wird die vergangene westeuropäische und US-amerikanische Kriegspolitik in ihren Heimatländern, welche die Flucht maßgeblich mit verursachte, von den dafür Verantwortlichen nicht in Frage gestellt. Und die Kriege und Waffenexporte unter Verhöhnung des Namens „Christus“ weiteten sich zuletzt noch aus. Und je mehr getötet wird und je mehr Nachschub an Waffen für Kriege und weitere Hochrüstung angefordert werden, je mehr verdient auch die deutsche Rüstungsindustrie, der drittgrößte Waffenexporteur der Welt, und je mehr können auch die Zigtausende von Beschäftigten dort, die überwiegend katholisch oder evangelisch sind, Kirchensteuer zahlen. Vgl. dazu den Kommentar zum Ukraine-Krieg: Die Lehre von Christus, außerhalb der Kirche, würde den Konflikt beenden

Zum Thema Flüchtlinge siehe auch unseren Kommentar aus dem Jahr 2014, vom 25.11.2014: Aufeinandertreffen zweiter Welten im Mittelmeer. Und bald lassen sich die Welten nicht mehr trennen – Der Sturm auf die Wohlstandfestung Europa.

TV-Kommentar anlässlich der zunehmenden Gewalt in der Gesellschaft und den Flüchtlingsunterkünften aus Gründen der Religion: „Religionskrieg in einem christlichen Land?“ http://www.der-freie-geist.de/video/der-theologe-religionskrieg

Und: Das vielzüngige Wesen der Institutionen Kirche – http://www.theologe.de/kirche_staat.htm#Kirche_Fluechtlinge_Rechtsbruch

Aktuell [29.2.2016]Politik im Bündnis mit den Großkirchen – Wohin steuert Weltpolitikerin Angela Merkel „Europa“? Wird sie bald zur lutherichen Märyrerin hochstilisiert?http://www.theologe.de/kirche_staat.htm#Angela-Merkel

 

Die Kreuzigung von Jesus und das furchtbare Geheimnis der Kirche

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Nachfolgend lesen Sie das für die Veröffentlichung auf theologe.de geringfügig überarbeitete Manuskript für eine Filmaufzeichnung einer Gesprächsrunde zur Kreuzigung von Jesus von Nazareth und zur Bedeutung des Geschehens bis in unsere Zeit.

Sprecher 1:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer,
herzlich willkommen zu unserer Lesung „Jesus, der Freie Geist – nicht das Sühnopfer der Priester“.
Im Jahr 2015 hatte Papst Franziskus die Philippinen besucht, ein Land voll bitterer Armut, in dem ein schwerer Taifun im Jahr 2013 zusätzlich viel Not über das Land und die Menschen brachte.
Über 80 % der Einwohner sind Katholiken, meist arme Menschen, die sich von der reichen Kirche Hilfe für Seele und Leib erhoffen. So hatte ein Mädchen, das lange Zeit als so genanntes „Straßenkind“ ums Überleben kämpfte, bei diesem Anlass den Papst gefragt, warum Gott das zulasse, dass Kindern so etwas angetan wird.
Der Papst sagte dazu: „Der Welt von heute fehlt das Weinen! … Die große Antwort, die wir alle geben können ist, weinen zu lernen“.
Eine Frage dazu: Was hat der Papst in diese „große Antwort“, wie er sie nennt, alles hinein gelegt? Eine echte Hilfe für Menschen oder letztlich nur Vertröstung und emotional formulierte Ablenkung von den Ursachen von Leid und Not?
Und: Ist die „große Antwort“ des Papstes, wie er sagt, eine helfende Antwort, die auch die Gottespropheten des Alten Bundes und Jesus, der Christus, die Menschen lehrten?
Ist das Leben vieler im Elend lebender Menschen nicht wie ein ständiges Weinen, ohne dass die Leidenden dies extra lernen müssen? Sie weinen, doch sehnen sie sich – wie im Grunde jeder Mensch – nach Glück und Freude.
„Gott wird abwischen alle Tränen“, heißt es dazu in der Bibel der Kirche, und Jesus von Nazareth machte nach Seinen Möglichkeiten Arme satt und zeigte den Menschen Wege aus Ungleichheit und äußerer und innerer Not heraus. Und Er sprach in Seiner Bergpredigt: „Selig, die hungert und dürstet nach Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.“

Sprecher 2:
Der Papst sprach bei seinem Philippinen Besuch im Jahr 2015 auch über Jesus. Ich zitiere, was der Papst am 17. Januar 2015 gepredigt hatte: „Ich sehe ihn, ans Kreuz genagelt, und von dort aus enttäuscht er uns nicht. Auf diesem Thron wurde er geweiht, Herr zu sein, und dort machte er alle Plagen durch, die wir erleben. Jesus ist der Herr! Und er ist Herr vom Kreuz aus, dort herrschte er.“
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Das furchtbare Marterkreuz als Thron und als Weihe? Hat der Papst so etwas wirklich gesagt? Was denkt sich das Kirchenoberhaupt dabei?
Das Kirchenoberhaupt ist sich, während er so redet, bewusst, dass Jesus dort unsägliche Folter- und Sterbensqualen erlitt, denn er sagt es ja selbst: „Dort machte er [- Jesus – ] alle Plagen durch, die wir erleben.“
Doch warum? Wer ließ Ihn ans furchtbare Marterkreuz nageln, so dass Er dort alle Plagen durchmachen musste? – Er, der Gottessohn, der wie zuvor die wahren Gottespropheten des Alten Bundes das Friedensreich verkündete – ein Reich, in dem die Menschen nach den Geboten Gottes leben und wo weder Mensch noch Tier mehr leiden müssen.
Dieses Reich wollte und will Jesus, der Christus, mit Seinen Nachfolgern auf die Erde bringen. Doch wer nagelte Ihn stattdessen ans Kreuz? Es war die damalige Priesterkaste. Und wer hält Ihn bis heute als toter Mann am Marterkreuz festgenagelt? Wer nennt dieses Hinrichtungsinstrument gar einen Thron und bezeichnet die qualvolle Hinrichtung als Weihe? Es ist die heutige Priesterkaste.

Sprecher 3:
Papst Franziskus, der oberste Priester unserer Zeit verklärte also das Marterkreuz von Golgatha zum angeblichen „Thron“ erklärt. Dort soll der unschuldig verurteilte Jesus von Nazareth also eine Weihe bekommen haben, während ihm schwere Eisennägel durch die Sehnen geschlagen wurden.
Ein angesehener Mediziner in den USA, Frederich Zugibe, erklärt, was damals geschah:
„Die Römer nutzten wohl dicke Eisennägel von zwölf Zentimeter Länge. Wurden sie durch die Fersen getrieben, rissen zahlreiche Nervenbündel entzwei. ´Jesus erlitt einen der schlimmsten Schmerzzustände, die der Menschheit bekannt sind`, … Bei jeder kleinsten Bewegung am Kreuz raste der Schmerz wie ein Stromstoß durch den Körper … Erst nach einer gefühlten Ewigkeit trat der erlösende Tod ein.“
Dazu sagt nun der Papst: „Dort [- also bei seinem Todeskampf -] herrschte er“, „Von dort aus enttäuscht er uns nicht“. Doch was soll das für unzählige leidende, verhungernde und im Elend vegetierende Menschen bedeuten?
Sie möchten wieder glücklich und frei von Schmerzen werden und erhalten von einem Mann, den seine Anhänger „Stellvertreter von Christus“ nennen, die sinngemäße Antwort, dass Jesus ja noch mehr als sie gelitten habe. Das ist richtig. Doch werden sie deswegen wieder froh?
Und was haben sie davon, wenn im Überfluss schwelgende Kardinäle und Bischöfe im Vatikan lernen, mit ihnen zu weinen, wie es der Papst anregt? Was würde denn ein solches Weinen inmitten gehorteter Schätze an Gold, Konzernbeteiligungen, Immobilien und Geldanlagen aller Art bedeuten, wenn gleichzeitig die Elenden dieser Erde verhungern und verdursten? Und warum setzen sie ihre milliardenschweren irdischen Reichtümer nicht dafür ein, um den Notleidenden nicht nur Almosen und emotional ausgeklügelte Worte zu bringen?

Sprecher 4:
Um hinter die Worte des Kirchenoberhauptes im Vatikan blicken zu können, hilft auch ein Blick auf das, was er sogleich nach seiner Papstwahl im März 2013 gepredigt hatte. Ich zitiere:
„Ich wünsche mir, dass wir alle … den Mut haben … zu schreiten, mit dem Kreuz des Herrn; die Kirche auf dem Blut des Herrn aufzubauen, das am Kreuz vergossen wurde; und uns zur einzige Herrlichkeit zu bekennen, zum gekreuzigten Christus. Und so wird die Kirche voranschreiten.“
Papst Franziskus nennt also den grausam hingerichteten Jesus sogar „einzige Herrlichkeit“? Was aber soll das für eine „Herrlichkeit“ sein?
Zur offiziellen Antwort auf diese Frage gehört die Behauptung, die Hinrichtung des Gottessohnes sei für die „Erlösung“ der Menschen angeblich notwendig gewesen. So steht es in den Dogmensammlungen und Glaubensartikeln der Kirche. Und zwar deshalb, da Gott-Vater, der Ewige, der Schöpfergott, der die vollkommene Liebe ist, die Hinrichtung von Jesus angeblich als ein „Sühnopfer“ gebraucht hätte? Und warum sollte das so gewesen sein? Damit Er, Gott, durch dieses Blutopfer gnädig gestimmt würde und sich deswegen der sündigen Menschen erbarmen könne. So die Antwort dieser Religion. Doch was für ein Gott wird hier den Menschen gelehrt?

Ist das nicht der Gott Baal, der Götze, der in antiken Götterkulten durch Blutopfer von Tieren und Menschen gnädig gestimmt werden musste? Der Gott Baal, dem die Priesterkaste bereits in der Zeit vor Jesus mit ihrem Opferkult huldigte. Er war auch der Gott Baal, gegen den die wahren Gottespropheten wie Jesaja, Jeremia, Daniel, Ezechiel, Hosea, Amos und viele mehr immer wieder die Stimme erhoben. Dieser Gott musste durch blutige Sühnopfer besänftigt werden.
Nicht der Vater-Mutter-Gott, der Gott, den uns Jesus nahe brachte, benötigt also ein solches Opfer, sondern der Götze Baal, wie es in antiken Götzenkulten überliefert ist.
Deshalb die Frage: Welcher Gott ist es nun, der von Papst und Kirche verehrt und angebetet wird? Wer immer es ist: Es ist nicht der Gott, zu dem Jesu betete „Abba, lieber Vater!“

Sprecher 5:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Der Papst behauptete also, der gekreuzigte Jesus, der einen der schlimmsten vorstellbaren Schmerzzustände erlitt, sei die „einzige Herrlichkeit“, und in diesem Sinne solle die Kirche voran schreiten.
Doch wie kommt die Institution Kirche dazu, grausamste Schmerzen als „einzige Herrlichkeit“ zu preisen? Ist das nicht eine Verhöhnung von Jesus, dem Christus?
Die Kirche sei auf dem Blut von Jesus aufgebaut, so weitere Worte des Kirchenoberhaupts.
Tatsache ist, dass die Institution Kirche im Laufe der Kirchengeschichte das Blut unzähliger Nachfolger von Jesus vergossen hat: Die Katharer in Südfrankreich, die Brüder und Schwestern des Freien Geistes im mittelalterlichen Europa oder die so genannten Täufer der Reformationszeit, um nur einige zu nennen.
Hierzu könnte man die Worte von Jesus zitieren, die lauten: „Was ihr Meinen geringsten Brüdern und Schwestern angetan hat, das habt ihr auch Mir getan.“ Indem das Blut der Nachfolger Jesu vergossen wurde, wurde also auch das Blut von Jesus selbst vergossen, das besagt dieser Stelle aus der Bibel der Kirche. Und auf diesem Blut von Jesus wurde die Kirche über Jahrhunderte tatsächlich aufgebaut.

Sprecher 6:
Doch den Priestern war Folter und Hinrichtung ihrer Gegner dabei noch nicht genug. Sie behaupten in ihren Lehren bis heute die Steigerung von Folter und Foltertod der Opfer durch eine nachfolgende angeblich ewige Hölle, ewiges grausames Feuer, ohne Ende und ohne jede Pause.
Gleichzeitig erklären sie den qualvollen Martertod von Jesus als Weihe, Salbung, Thronbesteigung oder einzige Herrlichkeit. So könnte man fragen: Müssten diejenigen, die solches lehren, nicht in der Tat lernen zu weinen, wie der Papst predigte? Zu weinen über sich selbst und über das, was sie hier mit Jesus tun und was sie unzähligen Menschen an Schlimmem angetan haben oder ihnen weiterhin androhen.
Die kirchlichen Religionsführer bekennen sich also immer wieder zum gekreuzigten Christus, also zum toten Mann am Kreuz und zu Seinem unter Qualen vergossenem Blut.
Doch warum bekennen sie sich gerade beim Thema „Thron“ und „Herrlichkeit“ nicht vor allem zum auferstandenen Christus, zu dem lebendigen Freien Geist, der trotz qualvollem Leiden am Kreuz durchgehalten hat und wieder in die ewige Heimat zurück gekehrt ist, wie es die Christen bekennen?
Anders gefragt: Wenn Jesus auch nach kirchlichem Glauben auferstanden sei, warum hängt Er dann dort bis heute immer noch am Kreuz? Warum sieht man an den kirchlichen Kruzifixen bis heute immer noch den sterbenden Jesus oder seinen toten Corpus?

Sprecher 7:
In einer „Botschaft aus dem All“ aus dem Jahr 1989 werden durch Prophetenwort die Hintergründe der Kreuzigung von Jesus erläutert. Sie war demnach nicht nötig für die Erlösung, sondern sie war das „Zeichen für die Unbeugsamkeit der Menschen“. In dieser Botschaft heißt es, dass Christus selbst, der in dem Menschen Jesus von Nazareth einverleibt = inkarniert war, hier zu uns Menschen spricht und über das damalige Geschehen aufklärt. [Die Frage nach dem Autor und nach den Umständen dieser Botschaft wird an dieser Stelle nicht weiter thematisiert. Zur Prophetie seit Jesus von Nazareth siehe auch hier. Jeder mag dies für sich selbst bedenken].
Christus selbst gab demnach durch Prophetenmund im Jahr 1989 eine Antwort, durch Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes in unserer Zeit. Seine Worte sind aufgeschrieben in dem kosmischen Werk Das ist Mein Wort, Alpha und Omega. Das Evangelium Jesu. Die Christusoffenbarung, welche inzwischen die wahren Christen in aller Welt kennen. Ich zitiere:
Die Dämonen schufen das Kreuz mit dem Corpus. Damit wollen sie Meine Niederlage symbolisieren. Doch das Kreuz und der Gekreuzigte wurden und sind i h r Kreuz und ihre Niederlage. Der wahre Christ gedenkt Meiner Auferstehung, da er in Mir und durch Mich auferstanden ist. Nur der trauert über Meinen Tod als Jesus, der noch nicht in Mir, dem Christus, bewusst auferstanden ist. Wer noch nicht bewusst in Mir auferstanden ist, wer also noch in der Sünde lebt, der ruft immer wieder: „Kreuzigt Ihn, kreuzigt Ihn!“ Deshalb halten diejenigen Menschen das Kreuz mit dem Corpus hoch, die noch ihre Sünden hochhalten, die ihr niederes Ich schätzen. Der Mensch, der seine Sünde und diese sündhafte Welt liebt, denkt an den Gekreuzigten und nicht an den Auferstandenen, da er selbst noch nicht in Mir auferstanden ist.“

Christus selbst, der als Jesus von Nazareth unter uns lebte, klärt also durch Prophetenmund auf: Das Kreuz mit Corpus soll dem Unterbewusstsein der Menschen die vermeintliche Niederlage von Jesus von Nazareth symbolisieren.
Und wer das Symbol verehrt, das die Niederlage von Jesus zeigen soll, der hält auch seine Sünden noch und schätzt sein niederes Ich. Die Taten der Kruzifix-Verehrer im Laufe der Kirchengeschichte geben vielfach Zeugnis davon. Und die Kriminalgeschichte im Namen des Kreuzes mit Corpus reicht bis zu den Kinderschänderverbrechen von Priestern in jüngster Zeit.
Ein Kreuz ohne Corpus ist im Gegensatz dazu das Auferstehungskreuz und ein Kreuz des Sieges. Es zeigt auf: Christus hängt nicht mehr am Kreuz. Er ist der Sieger. Er hat trotz der unvorstellbaren Martern am Kreuz stand gehalten und ist längst auferstanden. Und Er möchte auch in uns auferstehen, so dass jeder Nachfolger Jesu, der die Schritte ins wahre Leben tut, früher oder später erfahren kann, was Christus hier selbst durch Prophetenwort offenbarte: Der wahre Christ gedenkt Meiner Auferstehung, da er in Mir und durch Mich auferstanden ist.

Sprecher 8:
Und die Konsequenz daraus ist: Die Auferstehung von Jesus ist die wahre Herrlichkeit, nicht das Marterkreuz, wie der Papst behauptet. Die Auferstehung ist das Zeichen der Herrlichkeit Gottes, die in jedem von uns lebendig werden kann, je mehr sich jemand dafür öffnet und sein Leben nach den Geboten Gottes ausrichtet.
Die Päpste jedoch lehren völlig anders. So auch Papst Benedikt XVI., der Vorgänger von Papst Franziskus, der bereits Ähnliches sagte und schrieb wie sein Nachfolger, und der behauptete, dass sich Jesus „als Thron das Kreuz wählt“. Papst Benedikt predigte weiter: „Das Kreuz Jesu tritt an die Stelle aller anderen Kult-Akte als die einzige wirkliche Verherrlichung Gottes, in der sich Gott selbst verherrlicht.“

Sprecher 9:
Der Foltertod von Jesus soll also auch laut Papst Benedikt eine „Verherrlichung Gottes“ gewesen sein. Beide Päpste reden also gleich.
Dass brutale Soldaten Jesus dicke Eisennägel durch die Füße trieben, dass Nervenbahnen unter grässlichem Schmerz zerrissen sind, und, und, und … das soll also auch nach Papst Joseph Ratzinger der „Thron“ gewesen sein, den Jesus selbst gewählt haben soll, und nach Papst Jorge Bergoglio soll es gar die „einzige Herrlichkeit“ sein.
Doch nicht Jesus hat das Kreuz gewählt, und schon gar nicht als „Thron“, sondern Seine Gegner haben sich für diese Wahl entschieden, um Ihn besonders qualvoll ermorden zu können und Ihn auf diese Weise zum Schweigen zu bringen. Das ist die Realität. Doch wer hat diese Realität mit einem theologischen Denkgebäude umgarnt? Der listig schöne Worte verwendet von Weihe, Salbung, Thron und Herrlichkeit und manchem mehr, während der Mensch, der ein waches Bewusstsein hat und der seinen gesunden Menschenverstand gebraucht, etwas ganz Anderes wahrnimmt.

Sprecher 10:
Christus selbst enthüllt in unserer Zeit in Seinem machtvollen prophetischen Wort, was damals geschah und was noch heute viele Menschen prägt. Ich zitiere eine weitere Stelle aus dem Offenbarungswerk Das ist Mein Wort:
„Die Dämonen wollen den Gekreuzigten, das Kreuz mit dem Corpus, sehen. Es bedeutet für sie die Niederlage des Nazareners – nicht den Sieg des Christus. Sie wollen mit dem toten Körper am Kreuz der Menschheit die Vorstellung einprägen, der Sohn Gottes sei der Sünde erlegen. Doch Ich Bin auferstanden und zum Ewigen zurückgekehrt. Ich habe euch die Erlösung gebracht. Das Kreuz ohne den toten Körper symbolisiert die Auferstehung und den Sieg über die Finsternis. Daher werden alle Menschen, die in Mir leben und durch die Ich lebe, es mit dem Kreuz des Sieges halten, das ohne Corpus ist. Denn ebenso, wie Ich den Sieg über die Finsternis errungen habe, so haben die Menschen und Seelen den Sieg über die Sünde errungen, die an Mich bewusst glauben und täglich mehr den Willen des All-Heiligen tun.“

Sprecher 11:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Christus spricht hier vom Sieg von Menschen über die Finsternis. Doch vor dem Sieg steht der Kampf. Doch wer hält uns weiterhin die Symbole einer Niederlage von Christus vor Augen, obwohl Er, Christus, längst der Sieger ist?
Christus erklärt hierzu weiter durch Prophetenwort:
„Nur  d e r  Mensch schaut auf das Kreuz mit dem Gekreuzigten, der sein Ich noch nicht gekreuzigt hat und sein Menschliches festhalten möchte.“
„Wer an den Gekreuzigten denkt und den am Kreuz der Auferstehung hängenden Körper anbetet, der hängt selbst noch am Kreuz der Sünde. Er hat Mich in seinem Herzen noch nicht an- und aufgenommen. Wer also den Corpus am Kreuz bejaht und an dem Kreuz mit dem gemarterten Leib festhält, der ist noch nicht in Mir, dem Christus, auferstanden. Er gibt von sich selbst Zeugnis, dass er noch in der Knechtschaft der Sünde lebt und sich von dem Sündhaften beeinflussen lässt.“

Sprecher 12:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Vergleichen wir diese Christusworte „Wer den am Kreuz der Auferstehung hängenden Körper anbetet, der hängt selbst noch am Kreuz der Sünde“ mit dem, was seit nahezu 2000 Jahren im so genannten Christentum geschah und geschieht – den ganzen Grauen der Kirchengeschichte mit Kreuzzügen, Hexenwahn, Ketzerverbrennung bis hin zu den Sexualverbrechen an Kindern und so genannten „ekklesiogenen Neurosen“ unserer Zeit, also den durch kirchliche Lehren verursachten seelische Störungen.
Vergleichen wir diese Verbrechen also damit, dass in allen den Jahrhunderten bis in die Gegenwart den Menschen immer wieder der tote Mann am Kreuz gezeigt wurde, ja oft auf den Scheiterhaufen noch direkt vor die Nase gehalten wurde, bevor die Opfer der Kirche lebendig verbrannten!
Das war in früheren Jahrhunderten.
Doch auch in unserer Zeit werden Menschen aufgefordert, stetig auf die Hinrichtungsstätte mit dem sterbenden und getöteten Jesus zu blicken? Und in dieser Religion gibt es auch Männer, die, in ein feierliches Gewand gehüllt, auch einen Kreuzstab mit einer besonders gequälten und geschundenen Jesusfigur hochhalten.
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer,
was zeigt sich, wenn man bei diesen Betrachtungen einmal die intellektuellen Konstruktionen der Theologie beiseite lässt? Wenn sich der Weihrauch in Luft auflöst, was nimmt man dann wahr? Einen Mann, der gefoltert, getötet und durch Kreuzigung zum Schweigen gebracht wurde, der wird herum gezeigt. Und der theologisch nicht indoktrinierte Zeitgenosse fragt sich: Warum? Als Triumph über diesen Getöteten? Oder vielleicht als Abschreckung für die, die Ihm nachfolgen wollen?

Sprecher 13:
Christus klärt in Seiner Offenbarung durch Prophetenwort unmissverständlich auf:
„Die Dämonen wollen den Gekreuzigten, das Kreuz mit dem Corpus, sehen. Es bedeutet für sie die Niederlage des Nazareners – nicht den Sieg des Christus.“
Und: „Wer das Kreuz mit dem toten Körper aufstellt und anbetet, der zeigt auf den physischen Leib und stellt damit der Menschheit fälschlicherweise Meine Niederlage dar. Er verehrt den toten Körper, anstatt zum Auferstandenen zu beten, zum Inneren Licht, dem Vater in Mir, dem Christus. Das Symbol der Auferstehung, der Himmelfahrt, ist das Kreuz ohne Corpus.“
„Das Kreuz wurde mit dem Leib Jesu aufgerichtet, doch der Leib wurde vom Kreuz genommen, und der Auferstandene hat Sich gezeigt und offenbart. Das bedeutet, dass Ich, Christus, das auferstandene Leben in allen Seelen und Menschen Bin. Der wahre Christ sieht das Kreuz, das ohne den Gekreuzigten ist, als das Zeichen der Erlösung und als die Auferstehung in Gott. Das Kreuz ohne Corpus symbolisiert auch den Weg von der Erde in die Himmel, zum Herzen Gottes.“

Sprecher 14:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer! Christus spricht hier vom Inneren Licht, das uns den Weg von der Erde in den Himmel zeigt, unserer wahren Heimat, die wir einst verlassen haben und die jeder Mensch aus seinem innersten Wesen heraus wieder finden möchte.
Dieses Innere Licht vermag in uns das Negative in unserem Leben umzuwandeln, wenn wir bereit sind, unser falsches Tun zu bereuen, um Vergebung zu bitten, es wieder gut machen und nicht mehr zu tun. Dann kommen wir Gott und dem Glück und der inneren Freiheit immer näher.
Das ist die Botschaft der Befreiung und dafür ist Christus gekommen. Nicht, um sich als Opfer für einen zürnenden Gott hinrichten zu lassen, hinter dem kein anderer steckt als der Götze Baal, gegen den schon die wahren Gottespropheten des Alten Testaments gesprochen haben.
Priester und Theologen haben den Tod von Jesus von Nazareth aber dafür missbraucht, um die Sühnopferlehren antiker Götzenkulte weiter pflegen zu können. Und Sein Tod wird bis heute missbraucht, um die Sühnopferlehren der antiken Baalskulte in ein moderneres Gewand zu kleiden und um in der Folge immer weiter sündigen zu können.
In diesem Zusammenhang kann man auch einmal fragen: Was hat die Verehrung des Kreuzes mit Corpus denn in den letzten 2000 Jahren alles gebracht? Nicht zuletzt unzählige von Priestern und Pfarrern gesegnete oder gar ausgerufene Kriege, die neues unermessliches Leid verursachten, geben Zeugnis davon.

Sprecher 15:
Liebe Mitmenschen! Jesus von Nazareth lehrte niemals: „Gott hat Mich als ein Sühnopfer für eure Sünden ausgewählt“ oder „Holt euch immer wieder eine Lossprechung von euren Sünden bei einem Priester“. Sondern Er lehrte: „Gehe hin, und sündige hinfort nicht mehr.“
Den Sühnopferkult samt Ritualen und Sakramenten haben sich Kirchenlehrer und Theologen ausgedacht, die sich am Priesterkult oder am Schriftgelehrten Paulus orientierten, aber nicht an dem mutigen jungen Mann Jesus von Nazareth.
Jesus hat den Theologen Seiner Zeit mächtig die Stirn geboten und ihnen entgegen gehalten: „Weh euch, ihr Schriftgelehrten! Ihr geht nicht in das Himmelreich und hindert auch die daran, die hinein gehen wollen.“
Jesus lehrte die Bergpredigt, das praktische Tun in der Gottes- und Nächstenliebe, das mit der Selbsterkenntnis beginnt, nämlich bei allen Widrigkeiten zunächst den Balken im eigenen Auge zu finden und zu entfernen. Wer das erlernt, dem fällt es auch immer leichter, nach den Geboten Gottes zu leben und dadurch dem inneren Glück und der inneren Freude näher zu kommen. Danach, liebe Mitmenschen, sehnt sich doch im Grunde genommen jeder Mensch. Und dazu braucht es weder Pfarrer noch Priester noch Sakramente oder Kirchen aus Stein.

Sprecher 16:
Und damit das leichter gelingen kann, hat Jesus, der Christus, allen Seelen und Menschen einen Teil Seines geistigen Erbes übertragen. Auch das hat Er selbst in dem großen Offenbarungswerk „Das ist Mein Wort“ erklärt. Es ist der Erlöserfunken, ein mächtiges Kraftpotenzial in unserer Seele, weswegen der Weisheitslehrer Jesus von Nazareth auch zum Erlöser aller Seelen und Menschen wurde.
Dieses große kosmische Geschehen, das für die irdischen Augen unsichtbar geschah, vollzog sich am Kreuz von Golgatha.
Aber, und das ist wichtig, es hätte nicht an diesem furchtbaren Ort geschehen müssen, und Jesus hätte nicht auf diese Weise sterben müssen, wenn die Menschen damals Seine Lehre an- und aufgenommen und erfüllt hätten.
So wurde Jesus, der Christus, zwar am Kreuz von Golgatha zu unserem Erlöser, weil unsere Seele seither aus der Quelle der inneren Kraft, der Christus-Erlöser-Kraft, schöpfen kann und weil sie sich nicht mehr auflösen kann, wie es in manchen östlichen Religionsausprägungen gelehrt wird und was unsägliche weitere Qualen bedeuten würde.
Doch für dieses unbeschreibliche Geschenk, der Übertragung des Erlöserfunkens in alle Seelen und Menschen, wäre das Marterkreuz nicht notwendig gewesen, und dafür hätte Jesus nicht gewaltsam sterben müssen. So hat es Christus in unserer Zeit selbst durch Prophetenwort offenbart.

Sprecher 17:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer
Ich wiederhole, weil es von zentraler Bedeutung ist, und mit diesen Worten möchten wir uns dann auch von Ihnen verabschieden:
Jesus, der Christus, wurde zu unserem Erlöser, weil Er uns einen Teil Seines geistigen Erbes und damit Seiner göttlichen Kraft übertrug, den Erlöserfunken. Dieses für unsere menschlichen Begriffe unvorstellbar große Potenzial geistiger Kraft können wir im Grunde unserer Seele erwecken, indem wir uns Ihm, Christus, in unserem Inneren zuwenden und indem wir das tun, was Jesus uns in Seiner Bergpredigt lehrte. So kann Christus dann in uns mehr und mehr auferstehen, und das wird dann auch zum innere Halt in Gott, unserem liebenden Vater, der uns nicht leidend sehen möchte, sondern frei und glücklich.
„Wer es fassen will, der fasse es“, so die Worte von Christus in unserer Zeit „Und wer es lassen will, der lasse es.“ In diesem Sinne, alles Gute und Auf Wiedersehen.

Der Theologe aktuell – Juli 2014

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Der Theologe aktuell – Juli 2014

1.8.2014 Der Theologe aktuell – August 2014 – siehe bei https://theologen.wordpress.com/2014/08/01/der-theologe-aktuell-august-2014-papst-lost-die-katholische-kirche-auf/

 

23.7. / 25.7. / 31.7.2014 – Aufruf an den Papst: Waffenhersteller und Waffenexporteure sollen sich nicht mehr „christlich“ nennen – Im Namen der Freien Christen für den Christus der Bergpredigt wurde der Offene Brief an den Papst am 25.7.2014 an viele Medienvertreter versandt. Nachdem der Papst Waffenhersteller und Waffenexporteure zur Bekehrung von ihren Machenschaften aufgerufen hatte, hatten die Freien Christen jetzt dem Papst in einem Offenen Brief geschrieben. Er solle allen Befürworter von Waffenherstellung und Waffenexporten auffordern, sich nicht mehr „christlich“ zu nennen, z. B. die Politiker von CDU und CSU in Deutschland – http://www.freie-christen.com/pdf/brief_an_papst_keine_waffenexporte_im_namen_von_christus.pdf

 

31.7.2014 – Evangelische Bibelanhänger warten auf die „Schlacht von Harmagedon“http://www.theologe.de/theologe6.htm#Harmagedon

 

29.7.2014 – Regierungschef von Israel: „Es gibt keinen gerechteren Krieg als diesen“http://www.theologe.de/theologe6.htm#Krieg_ist_nicht_gerecht

 

24.7.2014 – Hat man Angela Merkel nun auf „Kurs“ gebracht? Vergleichen Sie selbst die Buchcover ihres Glaubensbuches früher und jetzt
https://www.facebook.com/pages/Der-Theologe/175473619156089?ref=hl&ref_type=bookmark

 

24.7.2014 – Krieg in Donezk und Lugansk – Warum keine Verhandlungen? Warum keine Organisation einer Volksabstimmung unter neutraler Aufsicht? – Sollen die Regionen weiter von einem von der Zentralregierung eingesetzten Gouverneur regiert werden? Oder sollen „föderale Struktur“ geschaffen werden, vergleichbar „Bund und Ländern“ in Deutschland – so wie es die Regierung Russlands ursprünglich vorgeschlagen hatte? Oder unabhängige Republiken entstehen? Oder möchte die Bevölkerungsmehrheit einen Anschluss an die Russische Förderation? Wie viele Menschenleben darf die Uneinigkeit über diese Frage noch kosten? Das Leben kommt von Gott, die Grenzen und Regierungsformen von Menschen – welches ist der höhere Wert? http://www.theologe.de/theologe6.htm#Leben_und_Grenzziehung

 

21.7.2014 – Wie Gesellschaften und Genossenschaften gratis mithelfen müssen, dass die Großkirchen die Milliarden schneller als bisher bekommenhttp://www.kath.net/news/46742

 

20.7.2014 – Die Umverteilung: Steuereinnahmen der hoch verschuldeten Bundesrepublik fließen reichen Kirchen zu. Auch kleines Bistum Limburg ist Milliardärhttp://www.theologe.de/kirchensubventionen_stopp.htm#Umverteilung

 

20.7.2014 – Die Politiker entlarven sich: Zweierlei Maß bei unschuldigen Opfern in Gaza und beim Flugzeugabsturz / Evangelisch-lutherischer Pfarrer von Kiew schürt die Eskalation / Pastor Turtschinow fordert High-Tech-Waffen aus dem Westen für den Krieg in der Ukraine – http://www.theologe.de/theologe6.htm#Pfarrer_in_Kiew_schuert_die_Eskalation

 

11.7.2014 – Sturm auf Gaza und Donezk: Tote, Tote, Tote – der blutige Feldzug der pro-westlichen Armeen – Wer gibt den Menschen das Recht, ihren Mitmenschen das Leben zu nehmen? Wer? http://www.theologe.de/theologe6.htm#Blutiger_Feldzug
Vgl. auch der „Friedensappell“ von Papst Bergoglio zum Ukraine-Konflikt: Es war klar, dass hier irgendetwas Schwerwiegendes nicht stimmte.
http://www.theologe.de/theologe16.htm#Rabe_und_Moewe

 

10.7.2014 –  Zum neuen Nahost-Krieg „Israel gegen Hamas“ hier unsere Stellungnahme zum Krieg „Israel gegen Hamas“ in den Jahren 2008 und 2009: „Kain, wo ist dein Bruder Abel?http://www.theologe.de/2009-1.htm#Kain
Dazwischen lag der Krieg „Israel gegen Hamas“ im Jahr 2012 unmittelbar nach einem großen Waffengeschenk Deutschlands an Israel. Zur Erinnerung: Spiegel.de fasst die deutsch-israelische Atomaufrüstung wie folgt zusammen: „Drei U-Boote hat eine deutsche Werft für Israel gebaut, drei weitere sollen folgen. Nach SPIEGEL-Informationen stattet Jerusalem die U-Boote aus Kiel mit nuklear bestückten Marschflugkörpern aus“ (3.6.2012). Das 135-Millionen-Geschenk der Bundesregierung für das Atom-U-Boot ist möglicherweise nur ein kleiner Teilbetrag.
Spiegel.de
schreibt, dass die Kosten „zu einem Großteil“ von Deutschland getragen werden. Doch damit nicht genug. Die CDU/CSU/FDP-Regierung stundete darüber hinaus den israelischen Eigenbeitrag an den Kosten bis 2015. Das heißt, die Regierung Israels muss bis auf weiteres erst einmal keinen Cent für die hochmodernen deutschen Waffensysteme bezahlen. Es zahlt alles der deutsche Steuerzahler bzw. er streckt es mindestens bis 2015 vor.
Unsere Forderung: Keine Waffenexporte und schon gar keine Waffen-„Geschenke“ im Namen von Christus, wie es CDU und CSU an der Regierung tun. Denn es ist ein grober Missbrauch des guten Namens Christus. Bitte unterschreiben auch Sie! http://www.freie-christen.eu
PS: Beim Krieg Israel gegen Hamas 2014 wird der Gaza-Streifen von Anfang an auch vom Mittelmeer aus beschossen. Auch mit deutschen Waffen?

 

6.7.2014 – Der „heilige“ Thomas fordert Hinrichtung fast aller Katholiken: Fast jeder Katholik weicht an einigen Punkten von der offiziellen und verbindlichen Kirchenlehre ab und zieht sich dadurch die angeblich ewige Verfluchung zu. Eine Auswahl der Verdammungen siehe unter http://www.theologe.de/hoellenlehre_der_katholischen_kirche.htm
Doch dem Kirchenheiligen, Kirchenlehrer und Freund aller Päpste Thomas von Auqin ist das nicht genug. Er fordert auch die Todesstrafe für Getaufte, die später von der Kirchenlehre abweichen.
http://www.theologe.de/taufe_katholisch_evangelisch.htm#Todesstrafe
http://www.theologe.de/theologe12.htm#Thomas-von-Aquin
Und heute sind fast alle Katholiken davon betroffen, wie bereits auch ein einfacher Test beweist:
http://www.theologe.de/glaubenstest.htm
Deshalb Finger weg von der Taufe! Würden verantwortungvolle Eltern ihren Säugling dem Teufel verschreiben? Sicher nicht. Warum bringen sie das Kind aber dann zum Priester, um es dem Papsttum und seinen Bedrohungen zu unterwerfen? Diese wurden einst als „unfehlbar“ und unveränderbar dogmatisiert, was nie aufgehoben wurde.

 

3.7.2014 – Neuer ukrainischer Militärminister kündigt „Siegesparade“ auf der Krim an – Wieder ein Schritt näher in Richtung eines großen Krieges http://www.theologe.de/theologe6.htm#Ein_Schrit_naeher_Richtung_grosser_Krieg

 

3.7.2014 – Vatikan erkennt Exorzisten-Verein mit 250 Mitgliedern offiziell anhttp://www.theologe.de/theologe9.htm#IAE – Vatikan contra Harry Potter

 

1.7. / 16.7.2014 – Das „Kriegsgeschrei wird immer lauter“ – Die „Großen“ dieser Welt steuern die Menschen auf immer mehr Kriege zu. Während in den vergangenen Jahren die Bundeswehr Deutschland verteidigen sollte, falls eine andere Armee Deutschland angreift, geht es jetzt um weltweite angeblich „humanitäre“ Militär- und Kriegseinsätze. Die Wende von der Nachkriegszeit seit 1945 zur neuen Vorkriegszeit erfolgte 1999, als Deutschland als Teil der NATO Jugoslawien angegriffen hatte, obwohl Jugoslawien Deutschland gar nicht bedroht hatte. Zwei Jahre später markierte das Wort des damaligen Militärministers Peter Struck von der SPD das neue Kriegszeitalter mit den Worten „Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt“, also in Afghanistan.

Ein Land nach dem anderen folgt in diese Richtung. Nun auch Japan. So wird in Japan jetzt die Verfassung geändert. „Japan steht vor einer der größten Änderungen in der Sicherheitspolitik des Landes seit dem Zweiten Weltkrieg“ (spiegel.de, 1.7.2014). Von nun an darf auch die Armee Japans weltweit Kriegseinsätze durchführen, gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung. Bisher erlaubte die Verfassung nur die unmittelbare Verteidigung des Landes.

In der Zwischenzeit eskalierten die Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Palästinensern, und Israel fliegt Angriffe auf Gaza. „Palästinenser und Israelis überbieten sich mit Drohungen und Rufen nach Rache“ (ntv.de, 1.7.2014), und ein Minister der Regierung Netanjahu „verlangt die Hinrichtung von palästinensischen Gefangenen“ (spiegel.de, 1.7.2014). Auslöser war der ungeklärte Tod von drei Jugendlichen aus Israel. Nahost-Experten „halten es geradezu für unwahrscheinlich, dass die Tat auf das Konto der Palästinenser-Organisation geht“ (focus.de, 1.7.2014), doch die vom Westen mit einer Art „Blanko-Scheck“ unterstützte Regierung Israels behauptete einfach, die palästinensische Hamas wäre Schuld und begann mit einem Vergeltungs-Feldzug; auch als „Antwort“ auf Raketenbeschuss aus dem seit vielen Jahren eingekreisten und blockierten Gazastreifen anstatt dass man die UNO-Beschlüsse zur Zwei-Staaten-Lösung in Palästina umsetzt.

Währenddessen geht in den Nachbarländern Syrien und Irak das Kriegsgemetzel um die Macht und um neue Staaten unter massiver Einmischung des Westens weiter, und die islamistischen Isis-Kämpfer planen einen Marsch bis nach Jerusalem. Beide Staaten gibt es faktisch schon gar nicht mehr in ihrer bisherigen Form.

Und während am 30.6.2014 ein Waffenstillstand in der Ukraine unter Beteiligung der Regierung Russlands als Basis für Verhandlungen in der Ost-Ukraine verlängert wurde, riefen die rechtsradikalen Demonstranten auf dem Maidan-Platz in Kiew „Krieg“. Der pro-westliche Präsident Poroschenko entschied sich darauf hin anders und kündigte die bereits vereinbarte Verlängerung des Waffenstillstands auf. „Wir werden unser Land befreien“ (zit. nach spiegel.de, 1.7.2014), obwohl die Mehrheit der Bevölkerung in der Ostukraine (nach westlichen Umfragen vor einigen Wochen ca. 2/3) gar nicht auf diese Weise „befreit“ werden will, sondern zuallererst den Waffenstillstand und eine Rückkehr zur einer ordentlichen Grundversorgung unter bürgerlichen Verhältnissen will und als nächstes gerne auch über den Status ihrer Region selbst entscheiden möchte.
Die Millionen für diesen Krieg, der wieder unsägliches neues Leid hervor ruft, kommen wiederum aus dem Westen, auch von deutschen Steuergeldern. Während Russland Verhandlungen zwischen der Regierung und den Aufständischen für eine dauerhafte Perspektive in der Region wünscht, toleriert die EU das Prinzip der ukrainischen Übergangsregierung, welches besagt „Töten statt verhandeln“, wenn die so genannten „russlandfreundlichen“ „Separatisten“ nicht kapitulieren. Und die EU bereitet neue Sanktionen gegen Russland vor, auch hier nach dem Motto „Konfrontation statt Dialog“.

Derweil erweist sich der Wirtschaftskrieg des die kapitalistischen Strukturen beherrschenden Westens gegen Russland bereits als zweifelhafter „Erfolg“: Die russische Wirtschaft „ist zum Stillstand gebracht“ (welt.de, 1.7.2014), mit noch unübersehbaren Folgen für die Stabilität des größten Landes der Erde. 100 weitere Milliarden Euro werden westliche Investoren aus Russland zurückziehen. Gleichzeitig zahlt die Ukraine einen Großteil ihrer Gas-Schulden an Russland mit stiller Duldung bzw. Billigung des Westens nicht, sondern investiert die westlichen „Hilfen“ zu einem großen Teil für die Rüstung und den Krieg bzw. will damit Kriegsfolgen beheben; eine schwerwiegendere Situation als zu Zeiten des so genannten „Kalten Krieges“, als alle Länder die Gasrechnungen der Sowjetunion bezahlten.

Und dies sind noch längst nicht alle Kriegsschauplätze, und das alles ist erst der Anfang. Auch in Afrika toben viele Kriege und der deutsche „Entwicklungshilfe“-Minister Gerd Müller von der CSU berichtete nach seinem Besuch in Zentralafrika: „Ich habe nicht den Ruf nach deutschen Soldaten, sondern ich habe schreiende Kinder und schreiende Not gesehen, und hier können wir sofort helfen.“ (b5, 27.6.2014)

Doch die Geister des Krieges wurden zuletzt immer weiter entfesselt, und der Krieg wird sich weiter auch in die Länder heran fressen, wo jetzt noch keine Bomben fallen. Während dieser massiven Umwälzungen werden die noch nicht unmittelbar betroffenen Völker zum Beispiel durch Fußball-Weltmeisterschaft, Sommerurlaub und manches mehr abgelenkt.

An dieser Entwicklung zu immer mehr Kriegen bzw. damit verbundenen Steigerung der Rüstungsausgaben in immer mehr Ländern der Erde verdient vor allem die Rüstungsindustrie, und die deutschen Waffenfabriken sind jetzt schon der drittgrößte Waffenexporteur der Welt. Denn Kriegführen hat immer zur Voraussetzung, zuvor eine vermeintliche militärische Überlegenheit zu erreichen, um den jeweiligen Krieg dann auch zu „gewinnen“, woraus sich die Spiralen des Wettrüstens mit Kosten im hohen Milliardenbereich ergeben, während viele Kinder, die der deutsche Minister schreien hört, gerade noch so lange schreien, wie sie atmen können.

Mit all´ diesem Tun wollen die Politiker den großen Menschheits- und Weisheitslehrer Jesus von Nazareth widerlegen, der vergeblich vor den Kriegen und militärischen „Friedensmissionen“ warnte und deshalb bereits vor 2000 Jahren prophezeite, was sich in unserer Zeit zuspitzt: „Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschrecket nicht. Denn das muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort. Das alles aber ist der Anfang der Wehen … Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten …“ „Ihr habt gehört, dass gesagt ist ´Du sollst deinen Nächsten lieben` und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, die euch beleidigen und verfolgen.“ (Jesus von Nazareth lt. Matthäusevangelium der Bibel, 23, 6-8.12; 5, 43-44)

Die Verhöhnung von Christus wird vor allem durch diejenigen Kräfte betrieben, die sogar in seinem Namen Waffen produzieren, exportieren und einsetzen lassen, z. B. durch den Namen „Christlich“ im Parteinamen wie bei der CDU und der CSU in Deutschland. Damit soll davon abgelenkt werden, dass Jesus von Nazareth zum Thema „Krieg und Frieden“ etwas ganz Anderes lehrte als diejenigen, die seinen Namen als Politiker und Kirchenführer missbrauchen. Und der Papst ist zwar vordergründig „unglücklich“ über die Kriege und den Waffenhandel, exkommuniziert aber die beteiligten Katholiken keineswegs, sondern empfängt sie wie eh und je zu Audienzen und bespricht mit ihnen im Hinterzimmer alles Weitere, was nicht nach außen dringt …

100 Jahre 1. Weltkrieg – Papst: „Diesen Krieg hat Luther verloren“ – Parallelen zu heute

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100 Jahre 1. Weltkrieg – Papst: „Diesen Krieg hat Luther verloren“ – Parallelen zu heute

100 Jahre erster Weltkrieg – Papst erklärte damals: „Diesen Krieg hat Luther verloren“ – Zum Kriegsjubiläum ziehen erneut Kriegswolken auf – Parallelen zwischen damals und dem heutigen Ukraine-Konflikt Seit Monaten nun halten die Schuldzuweisungen, Sanktionsdrohungen und Sanktionen des Westens gegenüber der Regierung Russlands im Ukraine-Konflikt an. Nun wurde gar ein Ultimatum ausgesprochen. Was auch immer diese tue, sei entweder falsch oder zu wenig. Nach westlicher Auffassung hat in der Ukraine natürlich der Westen in allem Recht, die Regierung Russlands sieht das jedoch anders. Was jeweils stimmt, ist für den Einzelnen immer schwerer nachzuvollziehen. Offensichtlich ist nur: Es geht um Macht und Einfluss.

Und was das augenblickliche Hochschaukeln des West-Ost-Konflikts betrifft: Wie war das vor 100 Jahren? „Keiner der führenden Männer dieser Zeit hat den Krieg tatsächlich gewollt, sie glitten gewissermaßen hinein“, verteidigte sich der britische Premierminister Lloyd George 1920 nach dem Krieg, was jedoch keinen von seiner Schuld entlastet, was vor allem für die Kriegseinpeitscher im Hintergrund gilt.

„Tag für Tag rangen die Regierungschefs der einzelnen Nationen miteinander. Das diplomatische Wortgefecht eskalierte immer weiter – bis schließlich eine Nation nach der anderen in den Krieg eintrat“, heißt es bei spiegel.de am 28.6.2014.

Beispielhaft dazu eine der maßgeblichen Stationen: Am 28.6.1914 war das Attentat des 19jährigen Gavrilo Princip von der Bewegung „Junges Bosnien“ auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo. Princip und seine Mitstreiter kämpften für ein Ende der Besatzung Bosnien-Herzegowinas durch Österreich-Ungarn, und sie wollten stattdessen einen Anschluss der serbischen Teile Bosniens an Serbien. Ca. vier Wochen später, nachdem sich der Konflikt seither weiter hochgeschaukelt hatte, zwischen dem 23.7. und 25.7., forderte die Regierung Österreichs Serbien in einem 48-Stunden-Ultimatum dazu auf, „alle nationalistischen Aktivitäten sofort zu stoppen, die Schuldigen des Attentats rigoros zu bestrafen und die österreichischen Dienststellen in ihre Vermittlung einzubeziehen“ (http://www.spiegel.de/einestages/attentat-von-sarajevo-bis-erster-weltkrieg-chronik-der-julikrise-1914-a-977611.html).
Ähnlich wie bei den heutigen Ultimaten und Sanktionsdrohungen ging der Attackierte damals auf die Forderungen teilweise bzw. weitgehend ein, aber eben nicht zu 100 %. Serbien wies die Einmischung Österreichs in seine nationalstaatliche Souveränität zurück. „Daraufhin bricht Österreich die diplomatischen Beziehungen zu Serbien ab“, woraufhin Serbien die Armee in Kampfbereitschaft versetzt, woraufhin wiederum Österreich den Krieg beginnt, indem es die serbische Hauptstadt Belgrad angreift.

Obwohl Hunderttausende von Menschen (!!) in Deutschland am 28.7.1914 gegen den drohenden „Beistand“ des Deutschen Reiches für Österreich-Ungarn und gegen den Kriegseintritt Deutschlands auf die Straße gehen, wird von den Regierenden nicht auf das Volk gehört. Es stimmt also nicht, wenn heute manchmal behauptet wird, damals sei eben eine Kriegsstimmung im Land gewesen. Wer aber hat unter vielen Menschen dann tatsächlich eine Kriegsstimmung entfacht? Wer?
Zum Hintergrund: In Deutschland gab es von 1910-1914 eine Kirchenaustrittswelle. Beide Großkirchen lagen am Boden. Dies änderte sich an diesem ersten Tag im August 1914. „Es kam der Tag, da wurden aller Streit, alle Differenzen, unwichtig“, erklärte Barbara Beuys in ihrem Buch Und Wenn die Welt voll Teufel wär. „Wie 1813 und 1870 im Kampf gegen Frankreich funktionierten die evangelischen Kirchen die deutsche Sache um zu Gottes ureigenem Auftrag und erklärten, dass der Segen des Christengottes vor allen anderen auf deutschen Waffen ruhe.“ (S. 495)

Was war genau geschehen? Als nach dem Angriff Österreichs auf Serbien auch Russland seine Armee in Kampfbereitschaft versetzt, stellt Deutschland Russland ein 12-Stunden-Ultimatum, die Mobilmachung zurückzunehmen. Als Russland nicht gehorcht, erklärt an diesem 1. August 1914 Deutschland durch den evangelischen Kaiser Wilhelm II. Russland den Krieg.
Nun ist die Stunde der „großen“ evangelischen Kriegsprediger gekommen (ein typisches Beispiel siehe hier). Der Evangelische Oberkirchenrat in Berlin ließ verkünden: „Mit hoher Freude sehen alle, die unser Volk lieb haben, wie unter der Not des mit ungeheurem Frevelmut uns aufgezwungenen Krieges das religiöse Bedürfnis in unsern Gemeinden erwacht. Gotteshäuser und Gottesdienst füllen sich. Scheinbar erstorbene Glaubensfunken leuchten wieder auf … Unser Volk findet seinen Gott wieder und spricht zu ihm als seinem Hort und seiner Zuflucht.“ (zit. nach Barbara Beuys, Und wenn die Welt voll Teufel wär, S. 495)

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Foto: 1914 – Französische Bauern auf der Flucht – Elend im Namen des Luther-Gottes

Wie wurde der Krieg begründet? Die Vertreter der Habsburger Monarchie in Wien waren nicht bereit, den Konflikt mit Serbien in Verhandlungen zu lösen, sondern forderten nach einseitiger Schuldzuweisung die Unterwerfung des politischen Gegners unter die eigene Sichtweise und die eigenen Bedingungen. Das gleiche geschieht heute seit Monaten im Ukraine-Konflikt. Die USA und die EU weigern sich, die Probleme in Verhandlungen zusammen mit der Regierung Russlands zu lösen, sondern fordern mit Sanktionen und Ultimaten Unterwerfung unter ihre Sichtweise. Nur die „Sünden“ des anderen werden angeprangert, eigene „Sünden“ werden vertuscht oder geleugnet. Oder, wie der Ex-EU-Kommissar und deutsche Politiker Günter Verheugen die Situation beschrieb: „Weil europäische politische Eliten nur noch in Kategorien wie prorussisch und proeuropäisch denken konnten und den Konflikt statt den Dialog mit Russland bevorzugten, haben sie die schwerste Krise in Europa in diesem Jahrhundert mit ausgelöst. Ein Gutteil der Verantwortung dafür liegt in Berlin.“ (spiegel.de, 19.5.2014)

Konflikt statt Dialog prägte auch 1914, und Vergleichbares geht immer Kriegen voraus. Damals erhob die Evangelische Kirche das Deutsche Kaiserreich zum Richter, „um Gottes Gericht über England, Frankreich und Russland zu bringen“. „Der Krieg sei vom ´heiligstem christlichem Interesse`, verkündete 1914 das ´Korrespondenzblatt` für die evangelisch-lutherischen Geistlichen in Bayern“ (Evangelisches Sonntagsblatt für Bayern Nr. 46/2008).
Heute erheben sich die westlichen Mächte zum Richter über die Regierung Russlands und deren Machtinteressen, sprechen sich selbst jedoch von aller Schuld frei und verbergen ihre eigenen Machtinteressen.
Auch die Streitpunkte damals und heute kann man einmal nebeneinander stellen: So wie vor 100 Jahren bosnische „Separatisten“ einen Anschluss Bosniens an Serbien wollten, so wollten heute ukrainische „Separatisten“ einen Anschluss ost-ukrainischer Provinzen an Russland. Und wie Österreich und Deutschland damals Serbien für das Attentat von serbenfreundlichen Bosniern verantwortlich gemacht haben, so wird heute vom Westen Russland für den Aufstand russlandfreundlicher Ost-Ukrainer verantwortlich gemacht. Und noch eine weitere Parallele: Die heutige West-Ukraine gehörte damals zur Habsburger Monarchie Österreich-Ungarn, die in dieser Zeit auch Bosnien besetzt hielt und die mit dem Angriff auf Belgrad den 1. Weltkrieg begann. Es stehen sich also heute teilweise ähnliche West-Ost-Macht-Traditionen gegenüber wie beim Ausbruch des 1. Weltkriegs.

Und wie reagierte damals der Vatikan? Papst Benedikt XV. widersprach der lutherischen Kriegseuphorie in Deutschland nicht, da der Papst auf allen Seiten taktierte. So hetzte das Papsttum durch seine Militärpriester Katholiken auf allen Seiten der Front mordend aufeinander los. Nach Kriegsende galt Benedikt XV. dann als „Kriegsgewinnler“, da er immer rechtzeitig auf der Seite der gerade militärisch „Siegenden“ stand, und er ließ schließlich verkünden: „Diesen Krieg hat Luther verloren(zit. nach Karlheinz Deschner, Opus Diaboli, S. 151), womit er nicht ganz Unrecht hatte. Was von Deutschland aus zum 400-jährigen Reformationsjubiläum (1517-1917) zur bisher blutigsten Machtdemonstration des Luthertums hat werden sollen, endete mit der militärischen Niederlage. „Nicht wenige Pfarrer glaubten, mit solchem kriegerischen Eifer in den Fußstapfen Martin Luthers zu wandeln … Ja, er schrieb, dass in einem solchen Fall ´Gott henkt, rädert, enthauptet, tötet und Krieg führt`(Barbara Beuys, a.a.O., S. 498). Doch der Gott Martin Luthers musste nach unzähligen Blutbädern und 17 Millionen Kriegsopfern und unermesslichem Leid schließlich kapitulieren. Am 11.11.1918 wurde ein Waffenstillstand unterzeichnet, nachdem der evangelische Kaiser am Tag zuvor, an Luthers Geburtstag, in die Niederlande geflohen war.

BildFoto: Martin Luther nach einem Gemälde von Lucas Cranach – Die evangelische Kirche hat nach dem Dreißigjährigen Krieg, dem Krieg gegen Napoleon und dem Deutsch-Französischen Krieg auch den 1. Weltkrieg mit Luthers Lehren begründet und gerechtfertigt. Luther selbst erklärte: „Prediger sind die allergrößten Totschläger. Denn sie ermahnen die Obrigkeit, dass sie entschlossen ihres Amtes walte und die Schädlinge [also Kriegsgegner und innenpolitische Gegner der Regierung] bestrafe“ (Weimarer Ausgabe der Lutherschriften 3, 75). Auch die Judenverfolgungen im Dritten Reich entsprechen zu einem großen Teil den Forderungen Martin Luthers. Im 21. Jahrhundert möchte die Lutherkirche ihren Gründervater zum 500-jährigen Reformationsjubiläum wieder feiern, nachdem das 400-jährige Reformationsjubiläum 1917 bereits durch die in die „Defensive“ gedrängten deutschen Heere „belastet“ war.

In der Ukraine ist jedoch noch nicht bekannt, wohin das Kräftemessen der heutigen Politiker alles noch führt. Vor 100 Jahren wurden nach der Kriegserklärung von Deutschland an Russland unter anderem auch England, Frankreich, das Osmanische Reich und später die USA in den Krieg hinein gezogen. Durch die mögliche Erklärung eines „Nato-Bündnisfalls“ in unserer Zeit droht ein noch schwer wiegenderer Domino-Effekt von Kriegseintritten wie vor 100 Jahren. Denn damals gab es noch keinen solchen automatischen „Bündnisfall“. Wenn es dann aber eines Tages wieder einmal heißen sollte „Keiner der führenden Männer und Frauen dieser Zeit hat den Krieg wirklich gewollt, sie glitten gewissermaßen hinein“, dann wird das jetzt schon vorsorglich als Heuchelei zurück gewiesen.

Nun jährt sich also der Beginn des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren, und passend dazu tritt Deutschland auch in ein neues „Kampfzeitalter“ ein. Der preußisch-lutherische Pfarrer und Präsident Joachim Gauck fordert, die militärische Zurückhaltung Deutschlands der letzten Jahrzehnte weltweit aufzugeben und die preußisch-lutherische Pfarrerstochter und Kanzlerin Angela Merkel hat nicht widersprochen. Und die preußisch-lutherische Militärministerin Ursula von der Leyen möchte jetzt sogar Kampfdrohnen für die Bundeswehr anschaffen wie die USA. Die Frontfrau der Bundeswehr nennt sich „christlich“ und ist Mitglied der „christlich-demokratischen“ CDU-Regierung. Doch was hat nun auch die Anschaffung von Kampfdrohnen mit „christlich“ zu tun?
Vor allem der ungeheure Missbrauch des Namens Christus zählt heute schon seit langer Zeit zu den Fakten. Der 1. Weltkrieg wurde vor allem in Deutschland auf niederträchtige Art mit Christus begründet.
Und heute wird im Namen von Christus vor allem durch Parteien mit dem Buchstaben „C“ im Namen weiterhin mit Waffen gedroht, gehandelt und geschossen, wie zu allen Zeiten der Kirchengeschichte. Alle einflussreichen westlichen Politiker sind heute katholisch oder evangelisch (die Regierenden der USA vor allem katholisch, die Regierenden Deutschlands vor allem evangelisch), die einflussreichen Politiker Russlands und die so genannten „Separatisten“ der Ost-Ukraine sind orthodox. „Christlich“ nennen sie sich alle, doch mit Christus hat das alles, was geschieht, nichts zu tun.
Es tobt bereits ein neuer geistiger Krieg der Kirche gegen Christus, indem man sein Werk einmal mehr ins Gegenteil zu verkehren versucht. Denn Jesus, der Christus, lehrte, einem möglichen Gegner Gutes zu tun; nicht, ihm mit Ultimaten, Sanktionen oder gar „Militärschlägen“ zu drohen, wie es in den letzten Jahrzehnten mehrfach geschah. Demgegenüber wird die Friedensbotschaft des Christus von den Institutionen Kirche und den führenden Politikern mehr oder weniger als „Utopie“ verspottet. Die Folgen haben sich vor 100 Jahren gezeigt. Und sie werden sich auch in Zukunft zeigen.


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