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Schlagwort-Archive: Heiliger Geist

Der „dreieinige“ Gott der Kirche ist nichts als Menschenwerk

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Jesus, der Christus, der mutige junge Mann, brachte uns die Gottes- und Nächstenliebe nahe, die mit der Selbsterkenntnis, der Reue und der Bitte um Vergebung beginnt. Denn alles, was uns an unserem Nächsten erregt, ist der „Splitter“ im Auge des Nächsten, der aufzeigt, dass wir selbst noch Gleiches oder Ähnliches in uns tragen, den „Balken“ im eigenen Auge.
Was aber haben die Theologen, die Jesus nie wollte, aus Seiner Lehre gemacht? Sie konstruierten mit ihrem Intellekt das Dogma der kirchlichen Dreieinigkeit. Wer den Streit der Theologen des 3. und 4. Jahrhunderts über diese Fragen nachliest, erschrickt, wie schon damals intellektuelle Besserwisserei sich der Botschaft aus den Himmeln bemächtigt hatte.

Bei dem Dogma der Dreieinigkeit bzw. „Trinität“ handelt sich um ein Zugeständnis der Kirche an den antiken Götter- und Heroenkult, um in diesen Kreisen leichter Anklang zu finden. Demnach sollte zunächst Jesus ohne jegliche Abstriche ein vollständiger Gott sein, so wie es die Gläubigen der Götterkulte von ihren Göttern auch behaupteten. Durch die spätere Hinzufügung des Heiligen Geistes als angeblich dritte „Person“ dieses „Gottes“ wird diese menschliche „Gedankenkonstruktion“ dann fast mechanisch, als ob man den „Geist“ innerhalb von Raum und Zeit als Person „dingfest“ machen kann. Auch hier gilt: Es gab auch in antiken Mysterienreligionen vergleichbare Dreieinigkeits-Konstruktionen, nachzulesen z. B. bei Karlheinz Deschner in seinem Standardwerk Abermahls krähte der Hahn.

Die letztlich sehr komplizierte Kirchenlehre von der Dreieinigkeit wurde auf den Konzilen von Nizäa im Jahr 325 und Konstantinopel im Jahr 381 eingeführt, die von den damaligen Alleinherrschern Konstantin bzw. Theodosius einberufen und inhaltlich dominiert worden waren. Die angebliche Dreieinigkeit Gottes war über Jahrzehnte unter den Theologen heftig umstritten, doch den Kaisern ging es aus machtpolitischen Gründen um eine Vereinheitlichung der Lehre, weswegen die Mehrheitsentscheidung zugunsten einer spitzfindig ausgeklügelten „Dreieinigkeit“ im Jahr 381 auch noch dogmatisiert wurde. Kurz zuvor, im Jahr 380, führte man im Römischen Reich auch bereits die Todesstrafe für alle Menschen ein, welche die römisch-katholische Lehre und ihre Dogmen nicht für wahr halten.

Wir haben mit dem blutigen Katholizismus und Protestantismus und ihren Verfälschungen der Lehre Jesu jedoch nichts zu tun.
Für uns ist Gott als der Freie Geist der Ausgangspunkt der Schöpfung. Dieser All-Geist gibt allen Lebensformen ihren Atem und durchströmt den Kosmos, er ist der Odem im Atem jedes Wesens, weshalb ja auch die moderne Naturwissenschaft keine kleinste Bausteine der Schöpfung mehr fixieren kann. Sondern man hat erkannt, dass sich die Formen je kleiner je mehr ins Unbestimmte, Fließende auflösen. Die kleinsten derzeit bekannten Informationsträger, die Quanten (mitsamt den Subquanten), können deshalb sowohl als Teilchen als auch als Wellen erscheinen (siehe dazu die hochbrisanten Erkenntnisse der modernen Quantenphysik). Wenn man so will, hat man hier von Seiten der Naturwissenschaft die Nahtstelle vom Materiellen zum Geistigen als dem Ursprünglichen gefunden bzw. man ist dabei, diese Übergänge weiter zu erforschen. Der Allgeist ist auch der geistige Odem in unserem Atem, weswegen der Geist Gottes jeden Menschen und jede Lebensform durchströmt, auch die Steine und Mineralien.

Der Schöpfergott ist demnach der „Vater-Mutter-Gott“, der beide Schöpfungs-Pole, männlich und weiblich, in sich vereint und der am ehesten als Selbst-Manifestation dieses All-Geistes umschrieben werden könnte. Er ist in diesem Sinne auch „Person“, und die Menschen beten zu Ihm unter anderem als dem all-gütigen und all-weisen „Vater“.

Jesus nennt diesen Gott Seinen „Vater“ oder unseren „Vater“, der „größer ist als alles“ (Johannes 10, 29), auch größer als Er, Jesus (Johannes 14, 28). Jesus wies deshalb sogar die an Ihn gerichtete Anrede „guter Meister“ zurück. Einem jungen Mann erklärte er: „Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein“ (Lukas 18, 19). Und Er, Jesus, sei von diesem Vater „ausgegangen“ (Johannes 16, 28). Und wenn Er unter diesen Voraussetzungen davon spricht, Er sei „eins“ mit dem Vater, oder, wer Ihn sehe, der sehe den Vater, dann bedeutet das folglich nicht, dass Er eine Gott gleich geordnete „Person“ einer angeblichen „Dreieinigkeit“ oder „Zweieinigkeit“ ist. Sondern Jesus, der Christus, spricht hier als Kind, der in Einheit mit seinem „himmlischen“ Vater lebt. Somit beschreibt das neutestamentliche Zeugnis Jesus als Gottessohn bzw. Menschensohn, der in Seinem Inneren mit Gott geeint ist.

Wer war der mutige junge Mann Jesus von Nazareth? Eine von angeblich drei Personen einer „Dreinigkeit“ Gottes war Er nicht.
Darüber hinaus reicht Sein Bewusstsein als unmittelbarer „Sohn“ und „kosmischer Christus“ auch tiefer in die Schöpfung hinein als dies bei jedem anderen Menschen je möglich wäre, was allerdings ein Glaube ist, den man mit dem Verstand nicht beweisen kann.
In einer Prophezeiung bzw. Neu-Offenbarung Das ist Mein Wort ist es jedoch so erklärt, und diese Quelle kann jeder nachprüfen und für sich annehmen oder nicht. Gemäß dieser Darlegung hat der in Jesus von Nazareth inkarnierte Christus Anteil an Gott, und wie Gott-Vater ist Er demnach auch allgegenwärtig in der Schöpfung.
Doch Er bleibt als Kind dem Vater = dem Vater-Mutter-Gott, nachgeordnet, weswegen Er wie alle anderen Menschen auch zu Gott, Seinem Vater, betet.
Und wir als Menschen können nun wie Jesus ebenfalls zu Gott-Vater beten oder auch zu Christus, der in Jesus inkarniert war, da Christus ja wie der „Vater“ in der Schöpfung allgegenwärtig ist und auch in uns lebt. Jeder Mensch kann es so halten, wie es ihm eben näher liegt.

Die kirchliche Lehre von der Dreieinigkeit ist demgegenüber eine fehlerhafte Konstruktion, die intellektuell verschrobenen menschlichen Gehirnen entsprungen ist. Stattdessen könnte man es vereinfacht so sagen: Am Anfang war der Geist. Und der Geist gab sich im „Vater“ eine Form als Vater-Mutter-Gott.

Speziell der christliche Glaube beinhaltet dann eine weitere Entwicklung: Der Sohn ist danach Kind dieses Vaters, dem dieser einen Teil Seines geistigen Erbes übertragen hat. Und Christus hat einen Teil dieses göttlichen Erbes wiederum in alle Menschen und Seelen übertragen. Dieser so genannte „Erlöserfunke“ ist in unserem Herzen als zusätzliche Stütze und Kraft wirksam und kann nicht vernichtet werden. So wurde Jesus, der Christus, zum Erlöser der Menschen, und eine letztendliche Auflösung aller Formen, wie sie heute noch in östlichen Religionen gelehrt wird, wurde durch Ihn verhindert. Auch dies kann mit dem Verstand nicht bewiesen werden, sondern ist der Christusoffenbarung Das ist Mein Wort entnommen. Näheres dazu unter http://www.theologe.de/kreuzigung.htm#Kreuzigung
Das Verhältnis von Vater, Sohn und dem Allgeist = Heiliger Geist lässt sich also nicht mit drei sich überlappenden Kreisen veranschaulichen, wie dies bei der kirchlichen Lehre von der Dreieinigkeit getan wird.

Hierzu ist auch noch wesentlich, dass die Kirchen auch auf den „dreieinigen Gott“ taufen, vor allem Säuglinge. Und den Inhalt ihrer Taufformel zu rechtfertigen, wurde z. B. eine Stelle im Neuen Testament gefälscht. Doch die Bibel enthält auch noch andere Stellen, die den Betrug wiederum entlarven. Mehr dazu siehe z. B. unter http://www.theologe.de/sakramente_der_kirche.htm#Dreieinigkeit

Eine Bemerkung am Rande: Am 16.7.1945 zündete die USA in der Wüste von New Mexiko die erste Atombombe. Man nannte sie Trinity = Dreieinigkeit, kurz vor den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki in Japan. Wenn man so will, kann man diese Namensgebung auch als ein Symbol für das unermessliche Leid sehen, das die kirchliche Lehre im Laufe der Jahrhunderte über die Menschen gebracht hat. Und es ist auch kein Zufall, dass die ersten Christen, die auf Betreiben der Kirche hingerichtet wurden, Menschen waren, die nicht an das damals neue Dogma der Dreieinigkeit aus dem Jahr 325 glaubten (siehe dazu http://www.theologe.de/freiechristen1.htm#Dreieinigkeit).

Der Theologe aktuell – Juni 2014

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28.6.2014 – 100 Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkriegs – Parallelen zwischen damals und heutehttp://www.theologe.de/theologe6.htm#Ausbruch_des_ersten_Weltkriegs

28.8.2014 – Syrien: Scheinheiliger Papst-Aufruf an Waffenlieferanten? Katholiken und Protestanten in der US-Regierung stellen den Aufständischen neue halbe Milliarde zur Verfügung, wodurch sie den Krieg fortsetzen können – http://www.theologe.de/theologe6.htm#USA_unterstuetzen_Aufstaendische_in_Syrien

27.6.2014 – Evangelischer Militärseelsorger wirft Jesus indirekt vor „Selbsgerechtigkeit triefende Hybris“ vorhttp://www.theologe.de/theologe6.htm#Militaerpfarrer_wirft_Jesus_Hybris_vor

24.6.2014 – Die wissenschaftliche Studie „Die dunkle Seite des Reformators“ von Christian Pfeifer, Direktor des Kriminologischen Instituts Niedersachsen e.V., ist ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zum Reformationsjubiläums-Jahr 2017: Wie die lutherische Kirche über Jahrhunderte der Judenvernichtung der NS-Diktatur den Boden bereitete. Dr. Christian Pfeifer plädiert für eine ehrliche Aufarbeitung statt fortgesetzter Beschönigung und Verschweigen. Vielen „eisernen“ Lutheranern ist seine Studie bereits jetzt ein Dorn im Auge, und sie reagierten mit den „üblichen“ Rechtfertigungen und Geschichtsverbiegungen.
http://www.cicero.de/berliner-republik/luther-judenfeind-die-dunkle-seite-des-reformators/57603

Siehe auch http://www.theologe.de/500-jahre_reformation_jubilaeum_2017.htm#Dunkle_Seite

21.6.2014taeuschung_aus_dem_vatikan_2 – Der Theologe Nr. 70 – Die Täuschung aus dem Vatikan: Wenn ein Papst sich Franziskus nennt jetzt auch gratis als Druckschrift. Bei Bestellung mehrerer Hefte bitten wir um einen Selbstkostenbeitrag von 0,50 € pro Heft – Der Theologe Nr. 70 online unter http://www.theologe.de/papst_bergoglio_franziskus_taeuschung.htm

19.6.2014 – Der Pastoren-Präsident Gauck rief dazu auf, dass Deutschland öfter zu den Waffen greifen solle als früher. Der ehemalige CDU-Abgeordnete Jürgen Todenhöfer, Spiegel-Redakteur Jakob Augstein und viele andere erinnern sich in diesem Zusammenhang an die Kriegs- und Militäraufrufe der deutschen Pfarrer im 20. Jahrhundert. Jügen Todenhöfer weist z. B. auf den Militärpfarrer Adolf Schettler hin. Lesen Sie dazu: Wie evangelische Pfarrer die Soldaten in den 1. Weltkrieg triebenhttp://www.theologe.de/theologe6.htm#Pfarrer_trieben_Soldaten_in_Weltkrieg

19.6.2014 – Einmal im Jahr, 2014 am 19. Juni, ist „Fronleichnam“, das „Leichenfest“ des Katholizismus. Anlässlich der blutigen Ausrottung der „Ketzer“ behauptet die Kirche seit 1264, den ermordeten „Leib“ von Jesus zu feiern – http://www.theologe.de/eucharistie_abendmahl.htm#Fronleichnam

18.6.2014 – „Enthautpung des Gottesvolkes“ – Schwerste Vorwürfe des heutigen Papstes gegen Martin Luther – neues Buch ein „Schock“ für die Ökumene-Anhängerhttp://www.theologe.de/500-jahre_reformation_jubilaeum_2017.htm#Buch_von_Jorge-Bergoglio

16.6.2014 – Die Stadt, in der die Steine schreien – Stadtführung in Würzburg – Auf den Spuren der Opfer der Kirche und der „hoch geehrten“ Täter –

16.6.2014 – Irak-Krieg nach Gebeten zu „Gott“ – Mit welchem Gott sprachen Tony Blair und George W. Bush? Dieser „Gott“ lässt sich nicht „lumpen“, doch wann fordert er die geliehene Energie zurück? http://www.theologe.de/theologe6.htm#Tony-Blair

14.6.2014 – Es geht wieder los – Pfarrer Gauck: „Manchmal muss man zur Waffen greifen …“http://www.theologe.de/theologe6.htm#Gauck

14.6.2014 – Die Ablenkung des Volkes mit „Brot und Spielen“ bzw. „Religion und Spielen“ funktioniert in Brasilien nicht mehr – Ausnahmezustand wg. Hochwasser im Fußball-WM-Spielort Manaus im Norden und im Umfeld des WM-Spielorts Curitiba im Süden. Dort gab es bereits unmittelbar vor WM-Beginn acht Hochwasser-Tote, und statt sich auf die Spiele in ihrer Stadt zu „freuen“, wurden 2000 Menschen vorerst evakuiert. „Höchster Wasserstand der Geschichte“, „36-fache Fließmenge des Normalen“, 500.000 Menschen bedroht, 33.000 evakuiert, weitere Tote, doch die Spiele Iran-Nigeria und Spanien-Australien sind noch nicht gefährdet.
http://www.spiegel.de/…/ueberschwemmungen-in-brasilien…

Im WM-Spielort Sao Paulo führte der U-Bahn-Streik zu einem 344 km langen Stau auf der Straße, und es gibt gewalttätige Anti-WM-Proteste. Auch in Rio, Salvador da Bahia und Brasilia.
Astronomische Siegprämien für die Fußball-Gladiatoren, Armut und Elend für das Volk, und überall auf der Welt öffnet sich die Schere zwischen Superreich und Bitterarm weiter.
Andernorts stimmen Oligarchen und andere Mächtige ihr „Kriegsgeschrei“ um die Macht an oder rufen antichristlich nach „Rache“ und „Vergeltung“, wobei sie kaum Rücksicht darauf nehmen, was das „Volk“ will. Und beim Schachern um Territorien bleiben die Grundbedürfnisse der einfachen Bevölkerung weitgehend auf der Strecke und die knappen Mittel werden der Bevölkerung für Krieg und Hochrüstung entzogen.
PS: Die nächsten geplanten Fußball-WMs 2018 in Russland und 2022 in Katar erscheinen ohnehin fraglich.
Die Regierung in Brasilien hatte eigens den deutsche Kampf-Panzer Gepard angeschafft, um bei Unruhen aus der Bevölkerung durchgreifen zu können.
http://www.theologe.de/theologe6.htm#Panzer_fuer_Weltjugendtag

Erst allmählich sickert durch, warum die Wut hier und da so groß ist. Ein Beispiel: „Über 250.000 Brasilianer seien für den Bau von Stadien und Verkehrswegen aus ihren Häusern vertrieben und zwangsumgesiedelt worden, manche an die Stadtränder, wo es keine Arbeit gebe“ (idea.de, 13.6.2014).

8.6.2014 – Die Pfingstbotschaft: Deutsche lutherische Militärministerin fordert neue Runde der Hochrüstunghttp://www.theologe.de/theologe6.htm#Militaerministerin_fordert_mehr_Ruestung

7.6.2014 – Immer neue Details – Baby-Vernichtungsanstalt der Kirche in Irland bis 1961http://www.theologe.de/schwarzbuch_katholische-kirche.htm#Baby-Vernichtungsanstalt

5.6. / 9.6.2014 – Kirche contra Pfingsten: „Löscht den Heiligen Geist aus!“ – Was ist die wirkliche Bedeutung des Pfingstfestes? Alle Jahre wieder im Mai oder Juni wird das Pfingstfest gefeiert, und im Kalender stehen Pfingstsamstag, Pfingstsonntag und Pfingstmontag. Worauf werden diese Feiertage zurück geführt? Die Institutionen Kirche behaupten, das in der Apostelgeschichte der Bibel in Kapitel 2 beschriebene Pfingstgeschehen wäre ihre „Geburtsstunde“, und sie feiern deshalb das „Fest des Heiligen Geistes“. Diese Behauptung ist der Versuch einer Vereinnahmung eines großen Geschehens im Urchristentum, das mit den sich später heraus bildenden Institutionen Kirche jedoch nichts zu tun hat. Doch was ist dann die Bedeutung von Pfingsten? Was wird dazu überliefert? Und was ist damals genau passiert?
In der Apostelgeschichte wird das Ereignis, das von manchen Skeptikern angezweifelt wird, mit den Worten eingeleitet: „Als der 50. Tag gekommen war“. Gemeint ist der 50. Tag nach dem jüdischen Pesachfest = Passahfest, an dem das Fest Schawuot, auch „Wochenfest“ genannt, gefeiert wird. Es gilt als erstes Erntedankfest, weil kurz zuvor im Mittelmeerraum bereits die ersten Früchte geerntet worden sind. Das in der Bibel gebrauchte griechische Wort „Pentekoste“ = „der Fünfzigste“ wird im Deutschen nun mit „Pfingsten“ übersetzt = der „50. Tag“. Und da die Christenheit später das jüdische Pesach- = Passahfest durch ihr Osterfest ersetzte, bedeutet das Wort „Pfingsten“ von der Wortbedeutung her schlicht „50. Tag nach Ostern“.

Die Behauptung, dies sei die Geburtsstunde der Kirche gewesen, zählt dabei zu den großen Irreführungen der Kirchengeschichte. Die Kirche hat in Wirklichkeit immer wieder zunichte gemacht, was zu „Pfingsten“ aufgebrochen war. Denn vergleicht man das, was am „Pfingstfest“ als „Ausgießung des Heiligen Geistes“ beschrieben ist, mit Geschichte und Gegenwart der abendländischen Groß-Institutionen, dann ist kaum ein größerer Gegensatz vorstellbar: Damals das machtvolle Wirken des Gottesgeistes, in den folgenden Jahrhunderten eine erstarrte Priester- und Pfarrerhierarchie, die den Namen Christus für ihre Zwecke missbraucht und den Gottesgeist immer wieder zum Schweigen gebracht hat.
Unzählige Männer und Frauen des freien Geistes, urchristliche Prophetinnen und Propheten, durch die der Christus-Gottes-Geist sprechen konnte, oder kritische Zeitgenossen wurden über Hunderte von Jahren in den kirchlichen Folterkellern oder auf Scheiterhaufen gequält und getötet (vgl. hier). Und in unserer Zeit sind es moderne kirchliche Inquisitoren, so genannte „Sekten- und Weltanschauungsbeauftragte“, die damit beauftragt sind, den „Geist“ dem Kirchen-Dogma zu 100 % unterzuordnen und zu unterwerfen. Und führt dieser Vereinnahmungsversuch dabei nicht zum gewünschten Ergebnis, wird das Wirken des Geistes bekämpft wie zu allen Zeiten, nur eben mit den Methoden unserer Zeit, z. B. mithilfe des Rufmord-Begriffs „Sekte“.
Für die Kirche ist „Heiliger Geist“ eine von vermeintlich drei „Personen“ der Gottheit (Vater, Sohn und Heiliger Geist), woraus die Theologen eine Lehre der Dreieinigkeit konstruierten.

Und die Aufgabe der urchristlichen Propheten sei laut Kirchenlehre angeblich auf die Priester der römisch-katholischen Kirche übergegangen.
So heißt es z. B. in der Vatikan-Verlautbarung Kongregation für den Klerus aus dem Jahr 1994: Es sei angeblich der „Heilige Geist, der dem Priester in der Priesterweihe die prophetische Aufgabe überträgt“.
Der Prophet sei also in unserer Zeit der Priester. Damit werden echte Gottespropheten, durch die der lebendige Christus-Gottesgeist wirken und auch sprechen kann, von der Kirche bereits von vorne herein ausgeschaltet und durch kirchliche Priester ersetzt. In der Bibel der Kirchen steht aber etwas ganz anderes. Dort lehrte Jesus, den echten vom falschen Propheten zu unterscheiden. „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ (Matthäus 7, 16), so das Kriterium.
Vergleicht man dazu das Wirken der Priester, denen der Heilige Geist angeblich die prophetische Aufgabe übertragen haben soll, dann ist es nicht schwer, mithilfe des Maßstabs von Jesus von Nazareth den falschen Propheten zu entlarven, der seit Jahrhunderten sein Unwesen treibt. Kirchengeschichte kann geradezu verstanden werden als das sich stets wiederholende Bestreben, den Geist Gottes auszulöschen. „Löscht den Geist aus“ kann geradezu als tiefste Triebfeder kirchlichen Handelns verstanden werden, wenn man all das Leid auf sich wirken lässt, das durch priesterliche Intoleranz, Hexenverbrennungen, Kreuzzüge, angeblich gerechte Kriege, Kindsmisshandlungen, Finanzskandale und seelische Grausamkeiten in die Welt gekommen ist.

„Löscht den Geist“ aus, das war und ist also immer das kirchliche Losungswort, während man gleichzeitig das Pfingstgeschehen vor nahezu 2000 Jahren vereinnahmt und dort die eigene „Geburt“ hinein konstruieren möchte. In Wirklichkeit ist man nur der Abkömmling derer, die damals vor ca. 2000 Jahren das Treffen der Nachfolger von Jesus in Jerusalem beargwöhnten, die damaligen Priester.
Der Kampf gegen den Gottesgeist charakterisiert dabei auch die Entstehung der evangelischen Staatskirchen von Anfang an. So setzte der „Reformator“ Martin Luther beispielsweise alles daran, eine durch die Zwickauer Propheten in Deutschland ins Leben gerufene urchristliche Bewegung zu vernichten und die Menschen in ein Staatskirchentum neuer Prägung zu zwängen, in welchem nur die Hierarchien ausgewechselt wurden: statt Papst nun Landesfürst. Und vor allem in der Schweiz wurden durch das Wirken der „Reformatoren“ Huldreich Zwingli und Johannes Calvin Hunderte von aufrechten Urchristen auf das Schrecklichste gefoltert und hingerichtet.

Für einen Einblick in das, was damals vor ca. 2000 Jahren an Pfingsten geschah, hier eine Auswahl einiger Absätze aus mehreren Quellen zum Vergleich: Aus der Bibel (1) und einem apokryphen antiken Evangelium, dem Evangelium Jesu, auch Evangelium der Zwölf, Evangelium der Heiligen Zwölf oder Evangelium des vollkommenen Lebens genannt, das 1902 durch Neuoffenbarung wieder bekannt wurde (2); und im Anschluss daran einige Erklärungen dazu aus dem Werk Das ist Mein Wort – Alpha und Omega. Die Christusoffenbarung, welche inzwischen die wahren Christen in aller Welt kennen aus dem Jahr 1989 (3). Es folgen Hinweise zur Deutung des Pfingstfestes durch so genannte „Pfingstkirchen“, die einen Missbrauch anderer Art darstellen (4), sowie eine Erklärung dafür, was vor 2000 Jahren tatsächlich geschah (5), verbunden mit der Warnung vor okkulten Praktiken (6); anschließend eine Entdeckung einer Kulturwissenschaftlerin mit symbolischer Bedeutung (7) und eine kurze Zusammenfassung der Bedeutung von Pfingsten (8). Am Ende dieser kleinen Studie wird erklärt, wie bereits im Alten Testament die Menschen durch eine Fälschung der Zehn Gebote in die Irre geführt wurden (9) und wie der Gottesgeist durch Petrus eine geistige Kampfansage an die damaligen Religionsführer richtete, die auch im Hinblick auf die heutigen Religionsführer verschiedener Religionen von Bedeutung ist (10).
Wir raten dabei jedem interessierten Leser, beim Lesen vor allem das bekannte Wort aus dem Roman Der kleine Prinz zu berücksichtigen, welches lautet: „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“

So weit die Einleitung von Der Theologe Nr. 74 – Möchten Sie die ganze Ausgabe lesen, siehe http://www.theologe.de/pfingsten.htm

3.6.2014 – Arsen gelangt vom Bahnhof Lindau in den Trinkwasserspeicher Bodensee – Doch Bahn und Behörden lassen es laufenhttp://www.theologe.de/tiere_kirche.htm#Bahnhof_Lindau

1.6.2014 – Wer hat die Germanen „missioniert“?http://www.theologe.de/freiechristen1.htm#Germanen
Statt mächtige Tempel zu bauen, begnügten sie sich mit Hainen und Wäldern als heilige Orte. Doch wer hat sie „missioniert“? Wer?

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