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Monatsarchiv: April 2015

Die Kreuzigung von Jesus und das furchtbare Geheimnis der Kirche

Veröffentlicht am

Nachfolgend lesen Sie das für die Veröffentlichung auf theologe.de geringfügig überarbeitete Manuskript für eine Filmaufzeichnung einer Gesprächsrunde zur Kreuzigung von Jesus von Nazareth und zur Bedeutung des Geschehens bis in unsere Zeit.

Sprecher 1:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer,
herzlich willkommen zu unserer Lesung „Jesus, der Freie Geist – nicht das Sühnopfer der Priester“.
Im Jahr 2015 hatte Papst Franziskus die Philippinen besucht, ein Land voll bitterer Armut, in dem ein schwerer Taifun im Jahr 2013 zusätzlich viel Not über das Land und die Menschen brachte.
Über 80 % der Einwohner sind Katholiken, meist arme Menschen, die sich von der reichen Kirche Hilfe für Seele und Leib erhoffen. So hatte ein Mädchen, das lange Zeit als so genanntes „Straßenkind“ ums Überleben kämpfte, bei diesem Anlass den Papst gefragt, warum Gott das zulasse, dass Kindern so etwas angetan wird.
Der Papst sagte dazu: „Der Welt von heute fehlt das Weinen! … Die große Antwort, die wir alle geben können ist, weinen zu lernen“.
Eine Frage dazu: Was hat der Papst in diese „große Antwort“, wie er sie nennt, alles hinein gelegt? Eine echte Hilfe für Menschen oder letztlich nur Vertröstung und emotional formulierte Ablenkung von den Ursachen von Leid und Not?
Und: Ist die „große Antwort“ des Papstes, wie er sagt, eine helfende Antwort, die auch die Gottespropheten des Alten Bundes und Jesus, der Christus, die Menschen lehrten?
Ist das Leben vieler im Elend lebender Menschen nicht wie ein ständiges Weinen, ohne dass die Leidenden dies extra lernen müssen? Sie weinen, doch sehnen sie sich – wie im Grunde jeder Mensch – nach Glück und Freude.
„Gott wird abwischen alle Tränen“, heißt es dazu in der Bibel der Kirche, und Jesus von Nazareth machte nach Seinen Möglichkeiten Arme satt und zeigte den Menschen Wege aus Ungleichheit und äußerer und innerer Not heraus. Und Er sprach in Seiner Bergpredigt: „Selig, die hungert und dürstet nach Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.“

Sprecher 2:
Der Papst sprach bei seinem Philippinen Besuch im Jahr 2015 auch über Jesus. Ich zitiere, was der Papst am 17. Januar 2015 gepredigt hatte: „Ich sehe ihn, ans Kreuz genagelt, und von dort aus enttäuscht er uns nicht. Auf diesem Thron wurde er geweiht, Herr zu sein, und dort machte er alle Plagen durch, die wir erleben. Jesus ist der Herr! Und er ist Herr vom Kreuz aus, dort herrschte er.“
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Das furchtbare Marterkreuz als Thron und als Weihe? Hat der Papst so etwas wirklich gesagt? Was denkt sich das Kirchenoberhaupt dabei?
Das Kirchenoberhaupt ist sich, während er so redet, bewusst, dass Jesus dort unsägliche Folter- und Sterbensqualen erlitt, denn er sagt es ja selbst: „Dort machte er [- Jesus – ] alle Plagen durch, die wir erleben.“
Doch warum? Wer ließ Ihn ans furchtbare Marterkreuz nageln, so dass Er dort alle Plagen durchmachen musste? – Er, der Gottessohn, der wie zuvor die wahren Gottespropheten des Alten Bundes das Friedensreich verkündete – ein Reich, in dem die Menschen nach den Geboten Gottes leben und wo weder Mensch noch Tier mehr leiden müssen.
Dieses Reich wollte und will Jesus, der Christus, mit Seinen Nachfolgern auf die Erde bringen. Doch wer nagelte Ihn stattdessen ans Kreuz? Es war die damalige Priesterkaste. Und wer hält Ihn bis heute als toter Mann am Marterkreuz festgenagelt? Wer nennt dieses Hinrichtungsinstrument gar einen Thron und bezeichnet die qualvolle Hinrichtung als Weihe? Es ist die heutige Priesterkaste.

Sprecher 3:
Papst Franziskus, der oberste Priester unserer Zeit verklärte also das Marterkreuz von Golgatha zum angeblichen „Thron“ erklärt. Dort soll der unschuldig verurteilte Jesus von Nazareth also eine Weihe bekommen haben, während ihm schwere Eisennägel durch die Sehnen geschlagen wurden.
Ein angesehener Mediziner in den USA, Frederich Zugibe, erklärt, was damals geschah:
„Die Römer nutzten wohl dicke Eisennägel von zwölf Zentimeter Länge. Wurden sie durch die Fersen getrieben, rissen zahlreiche Nervenbündel entzwei. ´Jesus erlitt einen der schlimmsten Schmerzzustände, die der Menschheit bekannt sind`, … Bei jeder kleinsten Bewegung am Kreuz raste der Schmerz wie ein Stromstoß durch den Körper … Erst nach einer gefühlten Ewigkeit trat der erlösende Tod ein.“
Dazu sagt nun der Papst: „Dort [- also bei seinem Todeskampf -] herrschte er“, „Von dort aus enttäuscht er uns nicht“. Doch was soll das für unzählige leidende, verhungernde und im Elend vegetierende Menschen bedeuten?
Sie möchten wieder glücklich und frei von Schmerzen werden und erhalten von einem Mann, den seine Anhänger „Stellvertreter von Christus“ nennen, die sinngemäße Antwort, dass Jesus ja noch mehr als sie gelitten habe. Das ist richtig. Doch werden sie deswegen wieder froh?
Und was haben sie davon, wenn im Überfluss schwelgende Kardinäle und Bischöfe im Vatikan lernen, mit ihnen zu weinen, wie es der Papst anregt? Was würde denn ein solches Weinen inmitten gehorteter Schätze an Gold, Konzernbeteiligungen, Immobilien und Geldanlagen aller Art bedeuten, wenn gleichzeitig die Elenden dieser Erde verhungern und verdursten? Und warum setzen sie ihre milliardenschweren irdischen Reichtümer nicht dafür ein, um den Notleidenden nicht nur Almosen und emotional ausgeklügelte Worte zu bringen?

Sprecher 4:
Um hinter die Worte des Kirchenoberhauptes im Vatikan blicken zu können, hilft auch ein Blick auf das, was er sogleich nach seiner Papstwahl im März 2013 gepredigt hatte. Ich zitiere:
„Ich wünsche mir, dass wir alle … den Mut haben … zu schreiten, mit dem Kreuz des Herrn; die Kirche auf dem Blut des Herrn aufzubauen, das am Kreuz vergossen wurde; und uns zur einzige Herrlichkeit zu bekennen, zum gekreuzigten Christus. Und so wird die Kirche voranschreiten.“
Papst Franziskus nennt also den grausam hingerichteten Jesus sogar „einzige Herrlichkeit“? Was aber soll das für eine „Herrlichkeit“ sein?
Zur offiziellen Antwort auf diese Frage gehört die Behauptung, die Hinrichtung des Gottessohnes sei für die „Erlösung“ der Menschen angeblich notwendig gewesen. So steht es in den Dogmensammlungen und Glaubensartikeln der Kirche. Und zwar deshalb, da Gott-Vater, der Ewige, der Schöpfergott, der die vollkommene Liebe ist, die Hinrichtung von Jesus angeblich als ein „Sühnopfer“ gebraucht hätte? Und warum sollte das so gewesen sein? Damit Er, Gott, durch dieses Blutopfer gnädig gestimmt würde und sich deswegen der sündigen Menschen erbarmen könne. So die Antwort dieser Religion. Doch was für ein Gott wird hier den Menschen gelehrt?

Ist das nicht der Gott Baal, der Götze, der in antiken Götterkulten durch Blutopfer von Tieren und Menschen gnädig gestimmt werden musste? Der Gott Baal, dem die Priesterkaste bereits in der Zeit vor Jesus mit ihrem Opferkult huldigte. Er war auch der Gott Baal, gegen den die wahren Gottespropheten wie Jesaja, Jeremia, Daniel, Ezechiel, Hosea, Amos und viele mehr immer wieder die Stimme erhoben. Dieser Gott musste durch blutige Sühnopfer besänftigt werden.
Nicht der Vater-Mutter-Gott, der Gott, den uns Jesus nahe brachte, benötigt also ein solches Opfer, sondern der Götze Baal, wie es in antiken Götzenkulten überliefert ist.
Deshalb die Frage: Welcher Gott ist es nun, der von Papst und Kirche verehrt und angebetet wird? Wer immer es ist: Es ist nicht der Gott, zu dem Jesu betete „Abba, lieber Vater!“

Sprecher 5:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Der Papst behauptete also, der gekreuzigte Jesus, der einen der schlimmsten vorstellbaren Schmerzzustände erlitt, sei die „einzige Herrlichkeit“, und in diesem Sinne solle die Kirche voran schreiten.
Doch wie kommt die Institution Kirche dazu, grausamste Schmerzen als „einzige Herrlichkeit“ zu preisen? Ist das nicht eine Verhöhnung von Jesus, dem Christus?
Die Kirche sei auf dem Blut von Jesus aufgebaut, so weitere Worte des Kirchenoberhaupts.
Tatsache ist, dass die Institution Kirche im Laufe der Kirchengeschichte das Blut unzähliger Nachfolger von Jesus vergossen hat: Die Katharer in Südfrankreich, die Brüder und Schwestern des Freien Geistes im mittelalterlichen Europa oder die so genannten Täufer der Reformationszeit, um nur einige zu nennen.
Hierzu könnte man die Worte von Jesus zitieren, die lauten: „Was ihr Meinen geringsten Brüdern und Schwestern angetan hat, das habt ihr auch Mir getan.“ Indem das Blut der Nachfolger Jesu vergossen wurde, wurde also auch das Blut von Jesus selbst vergossen, das besagt dieser Stelle aus der Bibel der Kirche. Und auf diesem Blut von Jesus wurde die Kirche über Jahrhunderte tatsächlich aufgebaut.

Sprecher 6:
Doch den Priestern war Folter und Hinrichtung ihrer Gegner dabei noch nicht genug. Sie behaupten in ihren Lehren bis heute die Steigerung von Folter und Foltertod der Opfer durch eine nachfolgende angeblich ewige Hölle, ewiges grausames Feuer, ohne Ende und ohne jede Pause.
Gleichzeitig erklären sie den qualvollen Martertod von Jesus als Weihe, Salbung, Thronbesteigung oder einzige Herrlichkeit. So könnte man fragen: Müssten diejenigen, die solches lehren, nicht in der Tat lernen zu weinen, wie der Papst predigte? Zu weinen über sich selbst und über das, was sie hier mit Jesus tun und was sie unzähligen Menschen an Schlimmem angetan haben oder ihnen weiterhin androhen.
Die kirchlichen Religionsführer bekennen sich also immer wieder zum gekreuzigten Christus, also zum toten Mann am Kreuz und zu Seinem unter Qualen vergossenem Blut.
Doch warum bekennen sie sich gerade beim Thema „Thron“ und „Herrlichkeit“ nicht vor allem zum auferstandenen Christus, zu dem lebendigen Freien Geist, der trotz qualvollem Leiden am Kreuz durchgehalten hat und wieder in die ewige Heimat zurück gekehrt ist, wie es die Christen bekennen?
Anders gefragt: Wenn Jesus auch nach kirchlichem Glauben auferstanden sei, warum hängt Er dann dort bis heute immer noch am Kreuz? Warum sieht man an den kirchlichen Kruzifixen bis heute immer noch den sterbenden Jesus oder seinen toten Corpus?

Sprecher 7:
In einer „Botschaft aus dem All“ aus dem Jahr 1989 werden durch Prophetenwort die Hintergründe der Kreuzigung von Jesus erläutert. Sie war demnach nicht nötig für die Erlösung, sondern sie war das „Zeichen für die Unbeugsamkeit der Menschen“. In dieser Botschaft heißt es, dass Christus selbst, der in dem Menschen Jesus von Nazareth einverleibt = inkarniert war, hier zu uns Menschen spricht und über das damalige Geschehen aufklärt. [Die Frage nach dem Autor und nach den Umständen dieser Botschaft wird an dieser Stelle nicht weiter thematisiert. Zur Prophetie seit Jesus von Nazareth siehe auch hier. Jeder mag dies für sich selbst bedenken].
Christus selbst gab demnach durch Prophetenmund im Jahr 1989 eine Antwort, durch Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes in unserer Zeit. Seine Worte sind aufgeschrieben in dem kosmischen Werk Das ist Mein Wort, Alpha und Omega. Das Evangelium Jesu. Die Christusoffenbarung, welche inzwischen die wahren Christen in aller Welt kennen. Ich zitiere:
Die Dämonen schufen das Kreuz mit dem Corpus. Damit wollen sie Meine Niederlage symbolisieren. Doch das Kreuz und der Gekreuzigte wurden und sind i h r Kreuz und ihre Niederlage. Der wahre Christ gedenkt Meiner Auferstehung, da er in Mir und durch Mich auferstanden ist. Nur der trauert über Meinen Tod als Jesus, der noch nicht in Mir, dem Christus, bewusst auferstanden ist. Wer noch nicht bewusst in Mir auferstanden ist, wer also noch in der Sünde lebt, der ruft immer wieder: „Kreuzigt Ihn, kreuzigt Ihn!“ Deshalb halten diejenigen Menschen das Kreuz mit dem Corpus hoch, die noch ihre Sünden hochhalten, die ihr niederes Ich schätzen. Der Mensch, der seine Sünde und diese sündhafte Welt liebt, denkt an den Gekreuzigten und nicht an den Auferstandenen, da er selbst noch nicht in Mir auferstanden ist.“

Christus selbst, der als Jesus von Nazareth unter uns lebte, klärt also durch Prophetenmund auf: Das Kreuz mit Corpus soll dem Unterbewusstsein der Menschen die vermeintliche Niederlage von Jesus von Nazareth symbolisieren.
Und wer das Symbol verehrt, das die Niederlage von Jesus zeigen soll, der hält auch seine Sünden noch und schätzt sein niederes Ich. Die Taten der Kruzifix-Verehrer im Laufe der Kirchengeschichte geben vielfach Zeugnis davon. Und die Kriminalgeschichte im Namen des Kreuzes mit Corpus reicht bis zu den Kinderschänderverbrechen von Priestern in jüngster Zeit.
Ein Kreuz ohne Corpus ist im Gegensatz dazu das Auferstehungskreuz und ein Kreuz des Sieges. Es zeigt auf: Christus hängt nicht mehr am Kreuz. Er ist der Sieger. Er hat trotz der unvorstellbaren Martern am Kreuz stand gehalten und ist längst auferstanden. Und Er möchte auch in uns auferstehen, so dass jeder Nachfolger Jesu, der die Schritte ins wahre Leben tut, früher oder später erfahren kann, was Christus hier selbst durch Prophetenwort offenbarte: Der wahre Christ gedenkt Meiner Auferstehung, da er in Mir und durch Mich auferstanden ist.

Sprecher 8:
Und die Konsequenz daraus ist: Die Auferstehung von Jesus ist die wahre Herrlichkeit, nicht das Marterkreuz, wie der Papst behauptet. Die Auferstehung ist das Zeichen der Herrlichkeit Gottes, die in jedem von uns lebendig werden kann, je mehr sich jemand dafür öffnet und sein Leben nach den Geboten Gottes ausrichtet.
Die Päpste jedoch lehren völlig anders. So auch Papst Benedikt XVI., der Vorgänger von Papst Franziskus, der bereits Ähnliches sagte und schrieb wie sein Nachfolger, und der behauptete, dass sich Jesus „als Thron das Kreuz wählt“. Papst Benedikt predigte weiter: „Das Kreuz Jesu tritt an die Stelle aller anderen Kult-Akte als die einzige wirkliche Verherrlichung Gottes, in der sich Gott selbst verherrlicht.“

Sprecher 9:
Der Foltertod von Jesus soll also auch laut Papst Benedikt eine „Verherrlichung Gottes“ gewesen sein. Beide Päpste reden also gleich.
Dass brutale Soldaten Jesus dicke Eisennägel durch die Füße trieben, dass Nervenbahnen unter grässlichem Schmerz zerrissen sind, und, und, und … das soll also auch nach Papst Joseph Ratzinger der „Thron“ gewesen sein, den Jesus selbst gewählt haben soll, und nach Papst Jorge Bergoglio soll es gar die „einzige Herrlichkeit“ sein.
Doch nicht Jesus hat das Kreuz gewählt, und schon gar nicht als „Thron“, sondern Seine Gegner haben sich für diese Wahl entschieden, um Ihn besonders qualvoll ermorden zu können und Ihn auf diese Weise zum Schweigen zu bringen. Das ist die Realität. Doch wer hat diese Realität mit einem theologischen Denkgebäude umgarnt? Der listig schöne Worte verwendet von Weihe, Salbung, Thron und Herrlichkeit und manchem mehr, während der Mensch, der ein waches Bewusstsein hat und der seinen gesunden Menschenverstand gebraucht, etwas ganz Anderes wahrnimmt.

Sprecher 10:
Christus selbst enthüllt in unserer Zeit in Seinem machtvollen prophetischen Wort, was damals geschah und was noch heute viele Menschen prägt. Ich zitiere eine weitere Stelle aus dem Offenbarungswerk Das ist Mein Wort:
„Die Dämonen wollen den Gekreuzigten, das Kreuz mit dem Corpus, sehen. Es bedeutet für sie die Niederlage des Nazareners – nicht den Sieg des Christus. Sie wollen mit dem toten Körper am Kreuz der Menschheit die Vorstellung einprägen, der Sohn Gottes sei der Sünde erlegen. Doch Ich Bin auferstanden und zum Ewigen zurückgekehrt. Ich habe euch die Erlösung gebracht. Das Kreuz ohne den toten Körper symbolisiert die Auferstehung und den Sieg über die Finsternis. Daher werden alle Menschen, die in Mir leben und durch die Ich lebe, es mit dem Kreuz des Sieges halten, das ohne Corpus ist. Denn ebenso, wie Ich den Sieg über die Finsternis errungen habe, so haben die Menschen und Seelen den Sieg über die Sünde errungen, die an Mich bewusst glauben und täglich mehr den Willen des All-Heiligen tun.“

Sprecher 11:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Christus spricht hier vom Sieg von Menschen über die Finsternis. Doch vor dem Sieg steht der Kampf. Doch wer hält uns weiterhin die Symbole einer Niederlage von Christus vor Augen, obwohl Er, Christus, längst der Sieger ist?
Christus erklärt hierzu weiter durch Prophetenwort:
„Nur  d e r  Mensch schaut auf das Kreuz mit dem Gekreuzigten, der sein Ich noch nicht gekreuzigt hat und sein Menschliches festhalten möchte.“
„Wer an den Gekreuzigten denkt und den am Kreuz der Auferstehung hängenden Körper anbetet, der hängt selbst noch am Kreuz der Sünde. Er hat Mich in seinem Herzen noch nicht an- und aufgenommen. Wer also den Corpus am Kreuz bejaht und an dem Kreuz mit dem gemarterten Leib festhält, der ist noch nicht in Mir, dem Christus, auferstanden. Er gibt von sich selbst Zeugnis, dass er noch in der Knechtschaft der Sünde lebt und sich von dem Sündhaften beeinflussen lässt.“

Sprecher 12:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer!
Vergleichen wir diese Christusworte „Wer den am Kreuz der Auferstehung hängenden Körper anbetet, der hängt selbst noch am Kreuz der Sünde“ mit dem, was seit nahezu 2000 Jahren im so genannten Christentum geschah und geschieht – den ganzen Grauen der Kirchengeschichte mit Kreuzzügen, Hexenwahn, Ketzerverbrennung bis hin zu den Sexualverbrechen an Kindern und so genannten „ekklesiogenen Neurosen“ unserer Zeit, also den durch kirchliche Lehren verursachten seelische Störungen.
Vergleichen wir diese Verbrechen also damit, dass in allen den Jahrhunderten bis in die Gegenwart den Menschen immer wieder der tote Mann am Kreuz gezeigt wurde, ja oft auf den Scheiterhaufen noch direkt vor die Nase gehalten wurde, bevor die Opfer der Kirche lebendig verbrannten!
Das war in früheren Jahrhunderten.
Doch auch in unserer Zeit werden Menschen aufgefordert, stetig auf die Hinrichtungsstätte mit dem sterbenden und getöteten Jesus zu blicken? Und in dieser Religion gibt es auch Männer, die, in ein feierliches Gewand gehüllt, auch einen Kreuzstab mit einer besonders gequälten und geschundenen Jesusfigur hochhalten.
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer,
was zeigt sich, wenn man bei diesen Betrachtungen einmal die intellektuellen Konstruktionen der Theologie beiseite lässt? Wenn sich der Weihrauch in Luft auflöst, was nimmt man dann wahr? Einen Mann, der gefoltert, getötet und durch Kreuzigung zum Schweigen gebracht wurde, der wird herum gezeigt. Und der theologisch nicht indoktrinierte Zeitgenosse fragt sich: Warum? Als Triumph über diesen Getöteten? Oder vielleicht als Abschreckung für die, die Ihm nachfolgen wollen?

Sprecher 13:
Christus klärt in Seiner Offenbarung durch Prophetenwort unmissverständlich auf:
„Die Dämonen wollen den Gekreuzigten, das Kreuz mit dem Corpus, sehen. Es bedeutet für sie die Niederlage des Nazareners – nicht den Sieg des Christus.“
Und: „Wer das Kreuz mit dem toten Körper aufstellt und anbetet, der zeigt auf den physischen Leib und stellt damit der Menschheit fälschlicherweise Meine Niederlage dar. Er verehrt den toten Körper, anstatt zum Auferstandenen zu beten, zum Inneren Licht, dem Vater in Mir, dem Christus. Das Symbol der Auferstehung, der Himmelfahrt, ist das Kreuz ohne Corpus.“
„Das Kreuz wurde mit dem Leib Jesu aufgerichtet, doch der Leib wurde vom Kreuz genommen, und der Auferstandene hat Sich gezeigt und offenbart. Das bedeutet, dass Ich, Christus, das auferstandene Leben in allen Seelen und Menschen Bin. Der wahre Christ sieht das Kreuz, das ohne den Gekreuzigten ist, als das Zeichen der Erlösung und als die Auferstehung in Gott. Das Kreuz ohne Corpus symbolisiert auch den Weg von der Erde in die Himmel, zum Herzen Gottes.“

Sprecher 14:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer! Christus spricht hier vom Inneren Licht, das uns den Weg von der Erde in den Himmel zeigt, unserer wahren Heimat, die wir einst verlassen haben und die jeder Mensch aus seinem innersten Wesen heraus wieder finden möchte.
Dieses Innere Licht vermag in uns das Negative in unserem Leben umzuwandeln, wenn wir bereit sind, unser falsches Tun zu bereuen, um Vergebung zu bitten, es wieder gut machen und nicht mehr zu tun. Dann kommen wir Gott und dem Glück und der inneren Freiheit immer näher.
Das ist die Botschaft der Befreiung und dafür ist Christus gekommen. Nicht, um sich als Opfer für einen zürnenden Gott hinrichten zu lassen, hinter dem kein anderer steckt als der Götze Baal, gegen den schon die wahren Gottespropheten des Alten Testaments gesprochen haben.
Priester und Theologen haben den Tod von Jesus von Nazareth aber dafür missbraucht, um die Sühnopferlehren antiker Götzenkulte weiter pflegen zu können. Und Sein Tod wird bis heute missbraucht, um die Sühnopferlehren der antiken Baalskulte in ein moderneres Gewand zu kleiden und um in der Folge immer weiter sündigen zu können.
In diesem Zusammenhang kann man auch einmal fragen: Was hat die Verehrung des Kreuzes mit Corpus denn in den letzten 2000 Jahren alles gebracht? Nicht zuletzt unzählige von Priestern und Pfarrern gesegnete oder gar ausgerufene Kriege, die neues unermessliches Leid verursachten, geben Zeugnis davon.

Sprecher 15:
Liebe Mitmenschen! Jesus von Nazareth lehrte niemals: „Gott hat Mich als ein Sühnopfer für eure Sünden ausgewählt“ oder „Holt euch immer wieder eine Lossprechung von euren Sünden bei einem Priester“. Sondern Er lehrte: „Gehe hin, und sündige hinfort nicht mehr.“
Den Sühnopferkult samt Ritualen und Sakramenten haben sich Kirchenlehrer und Theologen ausgedacht, die sich am Priesterkult oder am Schriftgelehrten Paulus orientierten, aber nicht an dem mutigen jungen Mann Jesus von Nazareth.
Jesus hat den Theologen Seiner Zeit mächtig die Stirn geboten und ihnen entgegen gehalten: „Weh euch, ihr Schriftgelehrten! Ihr geht nicht in das Himmelreich und hindert auch die daran, die hinein gehen wollen.“
Jesus lehrte die Bergpredigt, das praktische Tun in der Gottes- und Nächstenliebe, das mit der Selbsterkenntnis beginnt, nämlich bei allen Widrigkeiten zunächst den Balken im eigenen Auge zu finden und zu entfernen. Wer das erlernt, dem fällt es auch immer leichter, nach den Geboten Gottes zu leben und dadurch dem inneren Glück und der inneren Freude näher zu kommen. Danach, liebe Mitmenschen, sehnt sich doch im Grunde genommen jeder Mensch. Und dazu braucht es weder Pfarrer noch Priester noch Sakramente oder Kirchen aus Stein.

Sprecher 16:
Und damit das leichter gelingen kann, hat Jesus, der Christus, allen Seelen und Menschen einen Teil Seines geistigen Erbes übertragen. Auch das hat Er selbst in dem großen Offenbarungswerk „Das ist Mein Wort“ erklärt. Es ist der Erlöserfunken, ein mächtiges Kraftpotenzial in unserer Seele, weswegen der Weisheitslehrer Jesus von Nazareth auch zum Erlöser aller Seelen und Menschen wurde.
Dieses große kosmische Geschehen, das für die irdischen Augen unsichtbar geschah, vollzog sich am Kreuz von Golgatha.
Aber, und das ist wichtig, es hätte nicht an diesem furchtbaren Ort geschehen müssen, und Jesus hätte nicht auf diese Weise sterben müssen, wenn die Menschen damals Seine Lehre an- und aufgenommen und erfüllt hätten.
So wurde Jesus, der Christus, zwar am Kreuz von Golgatha zu unserem Erlöser, weil unsere Seele seither aus der Quelle der inneren Kraft, der Christus-Erlöser-Kraft, schöpfen kann und weil sie sich nicht mehr auflösen kann, wie es in manchen östlichen Religionsausprägungen gelehrt wird und was unsägliche weitere Qualen bedeuten würde.
Doch für dieses unbeschreibliche Geschenk, der Übertragung des Erlöserfunkens in alle Seelen und Menschen, wäre das Marterkreuz nicht notwendig gewesen, und dafür hätte Jesus nicht gewaltsam sterben müssen. So hat es Christus in unserer Zeit selbst durch Prophetenwort offenbart.

Sprecher 17:
Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer
Ich wiederhole, weil es von zentraler Bedeutung ist, und mit diesen Worten möchten wir uns dann auch von Ihnen verabschieden:
Jesus, der Christus, wurde zu unserem Erlöser, weil Er uns einen Teil Seines geistigen Erbes und damit Seiner göttlichen Kraft übertrug, den Erlöserfunken. Dieses für unsere menschlichen Begriffe unvorstellbar große Potenzial geistiger Kraft können wir im Grunde unserer Seele erwecken, indem wir uns Ihm, Christus, in unserem Inneren zuwenden und indem wir das tun, was Jesus uns in Seiner Bergpredigt lehrte. So kann Christus dann in uns mehr und mehr auferstehen, und das wird dann auch zum innere Halt in Gott, unserem liebenden Vater, der uns nicht leidend sehen möchte, sondern frei und glücklich.
„Wer es fassen will, der fasse es“, so die Worte von Christus in unserer Zeit „Und wer es lassen will, der lasse es.“ In diesem Sinne, alles Gute und Auf Wiedersehen.

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