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Schlagwort-Archive: Joseph Ratzinger

Malachias-Weissagung: In Rom trat der letzte Papst sein Amt an

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bonifatius-VIII-2Ist Franziskus der letzte Papst? Was steht in der Malachias-Weissagung, und was stimmt mit Franziskus überein? Die so genannte Malachias-Weissagung oder Malachias-Prophezeiung ist seit langem bekannt. Sie soll vom „heiligen“ Malachias stammen, dem irischen Erzbischof von Armagh (1094/1095 – 2.11.1148). Malachias soll voraus gesehen haben, dass es, beginnend mit Papst Coelestin II. (1143-1144, wahrscheinlich vergiftet), noch insgesamt 112 Päpste gibt, die er jeweils kurz charakterisierte; (Foto links: Papst Bonifatius VIII., Papst von 1294-1303, der 29. Papst in dieser Aufzählung).
Skeptiker und die meisten Wissenschaftler betrachten die Prophezeiung jedoch – wie so vieles aus den Reihen der Kirche – als Fälschung. Sie sei erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstanden, um eine Papstwahl im Sinne eines Kandidaten zu manipulieren, der sich dann jedoch nicht durchgesetzt hatte.
Ob das nun stimmt oder nicht, kann an dieser Stelle völlig offen bleiben. Denn Fakt ist: Der Inhalt dieser Weissagung charakterisiert nicht nur sehr gut die Päpste vom 12. bis zum 16. Jahrhundert, was manipuliert gewesen sein könnte; er trifft auch ab dem 17. Jahrhundert auf verblüffende Weise auf den dann tatsächlich in dieser Reihenfolge inthronisierten Papst zu, bzw. er lässt sich mit ihm in Verbindung bringen.

Allgemein möchten wir hinzufügen: Wir gehen davon aus, dass das Handeln von Personen in der Zukunft allenfalls ungefähr oder mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit vorher gesagt werden kann, weil der Wille jedes Menschen frei ist, sich in Zukunft so oder anders zu entscheiden. Doch halten wir es für sehr bemerkenswert, wenn im 12. oder eben im 16. Jahrhundert aus den Reihen der Papstkirche selbst deren Ende voraus gesagt und eine Prophezeiung über den letzten Papst gegeben wurde. Deshalb möchten wir näher hinsehen. An dieser Stelle noch am Rande bemerkt: Mit Gott hat das Papsttum aber nichts zu tun, und die Einsetzung von Päpsten ist das Gegenteil von dem, was Jesus von Nazareth lehrte. Für Ihn ist allein Gott der „Heilige Vater“ (Johannes 17, 11), und Er mahnte sogar ausdrücklich: „Auch sollt ihr niemanden auf Erden euren Vater nennen [den Titel „Vater“ verleihen]; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.“ (Matthäus 23, 9)

Die letzten beiden Beispiele:
karol-wojtylaAls Karol Wojtyla am 18.5.1920 geboren wurde, verfinsterte sich auf einem Teil der Erde die Sonne. Der drittletzte Papst laut Malachias-Weissagung wird „De Labore Solis“ (= Mühsal der Sonne) genannt. Papstanhänger vergleichen deshalb gerne den Papst mit der Sonne, die es eben schwer habe mit den vielen Gläubigen und Ungläubigen, deshalb „Mühsal“.

Doch kann die Prophezeiung von Außenstehenden auch ganz anders gedeutet werden: Karol Wojtyla führte das Papsttum zu neuem Ruhm, und der Personenkult um den Papst-Menschen steigerte sich während seiner Amtszeit in immer neue Höhen. Im Jahr 1984 führte er zum Beispiel auch die Weltjugendtage ein, wo sich die Päpste jeweils in einem rauschenden Meer voller jugendlicher Huldigungen feiern lassen – ein neuer Vergottungsprozess nahm seinen Anfang, während die Menschen sich immer weiter von ihrer inneren Sonne – dem Christuslicht, das in jedem Menschen leuchtet – entfernen. Dies ist jedoch hintergründig so gewollt, was – von außen betrachtet – zur „Mühsal der Sonne“ führen kann – wenn man es so bezeichnen will -, deren Strahlen die Priesterkaste und das Papsttum in Rom von den Menschen fernzuhalten sucht.
Denn wer mit Christus in seinem Herzen verbunden ist, der lebt das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe und braucht dann weder einen Papst noch die Sakramente und Kulthandlungen einer Amtskirche. Auch der Papst selbst hat die Christusflamme in sich verdunkelt und ist im Jenseits nichts anderes als eine arme Seele, auch wenn er aus der Astralwelt womöglich weiter in das Diesseits hineinzuwirken versucht.

joseph_ratzinger_2Ähnliches gilt für seinen Nachfolger Joseph Ratzinger, einem Intellektuellen aus Deutschland, dem im Zuge der Vergöttlichung des Papstes bereits als neuer „Christus“ gehuldigt wurde, womit das Papsttum immer mehr seine Wurzeln im Kaiserkult des Imperium Romanum offen legte – mit den Kaisern als „Göttern“. Die Romkirche selbst bekannte sich ja zu dieser ihrer Wiege, indem sie im 5. Jahrhundert den Titel der Oberpriesters des Imperiums, „Pontifex maximus“, auf ihre Päpste übertrug. Sie schmückte sich also mit den Insignien ausgerechnet jener Staatsmacht, die Jesus, den Christus, ermorden ließ. Deutlicher könnte eine Selbstentlarvung auch von daher kaum sein.
Der gemäß der Malachias-Weissagung vorletzte Papst wird in dieser Prophezeiung als „Gloria Olivae“ bezeichnet, als „Ehre des Olivenbaumes“, wozu es gleich mehrere Verbindungen gibt: „Der Ölbaum war in der griechischen Antike das Symbol für die Wissenschaften und Künste“ (kopp-verlag.de, 19.3.2013), und Joseph Ratzinger war vor allem „Wissenschaftler“ im Fach Theologie. Gelegentlich wird auch darauf hingewiesen, dass die so genannten „Olivetaner“ ein Zweig des katholischen Benediktiner-Ordens sind, dem sich Papst Benedikt verbunden fühlt und von dessen Ordensgründer er seinen Papstnamen ableitete. Benedikt von Nursia (480-547), nach dem sich Joseph Ratzinger also benannte, habe anscheinend selbst davon gesprochen, dass es kurz vor dem Ende der materialistischen Zivilisation einen Papst aus seinen Reihen gäbe.

Für Malachias bzw. den Visionär, der die Malachias-Prophezeiung verfasste, war klar, dass bereits mit dem vorletzten Papst die so genannte „Endzeit“ eingeleitet würde. Und vielleicht sah er auch deshalb in seiner Vision das Bild des Olivenbaumes, da Jesus die Endzeit-Prophezeiungen, wie sie in der Bibel der Kirche überliefert sind, auf dem so genannten „Ölberg“ gegeben hat. Denn der Ölberg in Jerusalem war ein Hain voller Olivenbäume, von deren Öl sich eben auch der Namen „Ölberg“ ableitete (siehe z. B. Matthäus 24, 31 und Lukas 21, 37).

Doch was bedeutet „gloria“ oder „Ehre“ wirklich, wenn nicht dem Schöpfergott die Ehre gegeben wird, sondern wenn Priester und Theologen den Schöpfergott durch einen Verdammungsgott ersetzt haben und sich im Namen dieses Obergötzen trotz vordergründiger Demutsgebärden selber ehren lassen?
Eine Art „Ehre des Olivenbaums“ wurde Papst Ratzinger im Jahr 2010 auch durch den Premierminister Israels zuteil. Benjamin Netanjahu schenkte dem Papst als Zeichen der Verbundenheit zwischen der Regierung Israels und dem Vatikan einen Olivenbaum, wobei der Olivenbaum in diesem Zusammenhang als Symbol für den Staat Israel betrachtet wird. Joseph Ratzinger hatte zuvor aus kirchlicher Sicht die „Schuld“ der damaligen Juden am Tod von Jesus zur Zufriedenheit des israelischen Regierungschefs relativiert.

Gemäß der Malachias-Prophezeiung war nun Papst Johannes Paul II. der 110. Papst dieser Reihe und Papst Benedikt XVI. der 111. Papst. Demzufolge käme nach Joseph Ratzinger nur noch ein weiterer Papst, über den es in der Malachias-Prophezeiung heißt:
„IN PERSECUTIONE EXTREMA S.R. ECCLESIAE SEBEDIT PETRUS ROMANUS, QUI PASCET OVES IN MULTIS TRIBULATIONIBUS, QUIBUS TRANSACTIS CIVITAS SEPTICOLLIS DIRUETUR ET JUDEX TREMENDUS JUDICAVIT POPULUM SUUM. FINIS“, zu deutsch: „WÄHREND DER ÄUSSERST GROSSEN VERFOLGUNG DER HEILIGEN KIRCHE WIRD PETRUS, EIN RÖMER, REGIEREN. ER WIRD DIE SCHAFE UNTER VIELEN BEDRÄNGNISSEN WEIDEN. DANN WIRD DIE SIEBENHÜGELSTADT ZERSTÖRT WERDEN UND DER FURCHTBARE RICHTER WIRD SEIN VOLK RICHTEN. ENDE.(zit. nach phil.uni-passau.de/histhw/TutKrypto/tutorien/papstweissagungen.htm – Seite nicht mehr abrufbar)

papst_mit_mikrofonNatürlich war den Kardinälen in Rom diese Weissagung, die nicht als offizielle kirchenamtliche Weissagung, sondern als Privatoffenbarung gilt, bekannt, weswegen sie bei ihrer Wahl womöglich auch berücksichtigten, der Prophezeiung entgegen zu wirken. Aus diesem Grund wurde eventuell bewusst scheinbar kein Italiener gewählt, da es in der Weissagung heißt, der letzte Papst werde ein „Römer“ = Italiener sein.
Doch der Argentinier Jorge Mario Bergoglio war und ist in Wirklichkeit gleichzeitig Italiener, und er besaß und besitzt neben der argentinischen auch die italienische Staatsangehörigkeit. Die Eltern von Papst Bergoglio waren sogar „lupenreine“ Italiener, die nach Argentinien ausgewandert waren. Und auch der Namenspate von Jorge Mario Bergoglio, Franz von Assisi, war Italiener. Und „nach mittelalterlichem Sprachgebrauch“ wurden Italiener auch „als Romane oder Römer bezeichnet“, auch wenn sie nicht direkt aus Rom stammten.

Und es kommt noch kurioser: In den italienischen Heiligenkalendern lautet der vollständige Name von Franz von Assisi „San Francesco d’ Assisi, nato Francesco Giovanni di Pietro Bernardone“ („Heiliger Franziskus von Assisi, geboren als Francesco Giovanni di Pietro Bernardone“). Sein Vater hieß Pietro, also Petrus, und im Mittelalter trug ein Sohn auch den Namen des Vaters mit in seinem eigenen vollständigen Eigennamen (kopp-verlag.de, 19.3.2013). Auf diese Weise kann der „Petrus Romanus“ aus der Malachias-Weissagung für den gesunden Menschenverstand also nachvollziehbar mit Papst Jorge Bergoglio zur Deckung gebracht werden, und demnach wäre er gemäß dieser römisch-katholischen Privatoffenbarung, der Malachias-Prophezeiung, der letzte Papst.

Doch unabhängig davon: Aus unserer Sicht steht und fällt das Papsttum nicht mit dem Inhalt dieser einen Prophezeiung. Von hoher Aussagekraft ist aber auf jeden Fall die Vorhersage des „Endes“, wobei der „furchtbare Richter“, wie es in der Malachias-Weissagung heißt, immer das Gesetz von Saat und Ernte ist, wonach jeder Mensch, aber auch jede Institution sein bzw. ihr eigener Richter ist.
Macht man sich die vielen noch ungesühnten Verbrechen der Kirchengeschichte bewusst, dann ist es nachvollziehbar, wenn die Zeit nun gekommen ist, in der die Wirkungen der in Jahrhunderten gesetzten negativen Ursachen massiv über die Täter, ihre Nachfolger und ihre Institution herein brechen. Denn der Stuhl Petri wurde im wahrsten Sinne des Wortes mit Blut und auf den Gebeinen seiner Opfer errichtet und über mehrere Jahrhunderte bisher erhalten, obwohl die Verbrechen nie wirklich gesühnt wurden. Auch ist offensichtlich, dass die gesamte materialistische Zivilisation auf einen Kipppunkt hin zusteuert, der bald keine Fortsetzung der bisherigen Lebensverhältnisse in den reichen Ländern der Erde mehr zulässt, wie es ja auch in der Offenbarung des Johannes, der Apokalypse im letzten Buch der Bibel, beschrieben wird.

Entscheidend für diese mächtige Umbruchszeit ist auch die Tatsache, dass immer mehr Menschen klar wird, dass Jesus, der Christus, niemals einen Papst eingesetzt hat. Und auch wenn sich die Kirchenführer noch so sehr mit Bibelworten von Jesus umgarnen, so stehen doch Papsttum und Kirche in krassem Gegensatz zu Jesus, dem Christus (vgl. z. B. hier). Deshalb ist das Ende dieses Jahrtausende alten Missbrauchs von Christus nun gekommen. Der derzeitige Kirchenführer könnte zumindest mit einem gewissen Restanstand nun kapitulieren und zugeben, dass das gesamte Dogmen- und Menschenwerk samt dem vielen Brimborium, dem er vorsteht, nicht christlich ist. Dann ist nach dem 112. Papst endlich Schluss mit dem bisherigen Blendwerk, und man könnte damit beginnen, all´den Lug und Trug und die vielen Verbrechen ehrlich aufzuarbeiten und Gott, den Freien Geist, nicht mehr hinter Kirchenmauern suchen.

Der Nachruf auf diesen für die Menschheit unheilvollen Päpste-Zyklus – von den Scheiterhaufen und Kreuzzügen früherer Jahre bis hin zu den Kinderschänderverbrechen unserer Zeit bei ständiger Irreführung der Menschen z. B. durch eine Lehre von einer ewigen Hölle – ist bereits geschrieben.
Steht uns also noch einmal eine oder mehrere Papstwahlen bevor oder war es das im Frühjahr 2013 zum letzten Mal gewesen?
Wenn im Vatikan die Treppe sichtbar wäre, die von unten nach oben führt, dann hätte man gesehen, wer da im Anmarsch war und sich mittlerweile oben eingerichtet hat.

Lesen Sie mehr in „Der Theologe Nr. 16“: „Heiliger Stuhl“, Papsttum und die „Heiligen“ – Hintergründe zur Bedeutung des Stuhles Petri im Weltgeschehen.

Warum tritt der Papst zurück? Vatikanischer Schafspelz

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Warum tritt der Papst zurück? Vatikanischer Schafspelz

18.2.2013 / 6.3.2019 – Papst Franziskus gelingt es zu Beginn des Jahres 2019 immer weniger, den Niedergang seiner Kirche aufzuhalten. Dahinter stecken möglicherweise die gleichen Themen, die schon Papst Benedikt XVI. zum Rücktritt gezwungen haben. Dazu ein Rückblick:
Es gibt viele Überlegungen zum Rücktritt von Papst Joseph Ratzinger im Frühjahr 2013, wovon eine besonders markant war. Die renommierte britische Nachrichtenagentur reuters schreibt am 15.2.2013:
„Pope Benedict’s decision to live in the Vatican after he resigns will provide him with security and privacy. It will also offer legal protection from any attempt to prosecute him in connection with sexual abuse cases around the world, Church sources and legal experts say.“
Sein Verbleib hinter den vatikanischen Mauern biete ihm also einen „legalen Schutz vor jedem Versuch, ihn in Zusammenhang mit weltweiten Sexualverbrechen anzuklagen, wie kirchliche Quellen und Rechtsgelehrte sagen„.

Hier die Meldung in voller Länge, die von den deutschen Medien leider totgeschwiegen wurde: http://www.reuters.com/article/2013/02/15/us-pope-resignation-immunity-idUSBRE91E0ZI20130215

joseph_ratzinger_2Tatsächlich wurde Papst Joseph Ratzinger vor dem Internationalen Strafgerichtshof für Menschenrechte in Den Haag wegen der Jahrzehnte langen Vertuschung von Tausenden von Kinderschänderverbrechen von Priestern angeklagt; auch, weil er auf diese Weise durch Unterlassung weitere Verbrechen an Kindern begünstigte und diese sogar indirekt förderte, da die Verbrecher nicht bei der Polizei angezeigt wurden und somit straffrei blieben.
Diese Vertuschung hatte er mit brachialer innerkirchlicher Gewalt – nämlich der Androhung von Exkommunikation und damit laut katholischer Lehre „ewiger Hölle“ bei Zuwiderhandlung – maßgeblich mit durchgesetzt.
Dazu ist auch das Buch Angeklagt: Der Papst des britischen Kronanwalts Geoffrey Robertson erschienen (siehe Artikelbild).

Eine weitere Überlegung geht auf eine Meldung von Mitte Februar 2012 zurück, in der Kurienkardinal Hoyos mit den Worten zitiert wird: „Kardinal Romeo verkündete selbstsicher, so, als wenn er dies genau wisse, dass der Heilige Vater nur noch 12 Monate leben werde“. Kardinal Romeos Aussage stamme allerdings bereits von November 2011, wodurch die 12 Monate schon vor der Rücktrittserklärung des Papstes im Februar 2013 abgelaufen wären, so dass man hier eher das Sprichwort „Totgesagte leben länger“ anwenden könnte.
Allerdings könnten durch die Publizierung dieser höchst brisanten Aussage von Kardinal Hoyos im Februar 2012 bestimmte Planungen auch durchkreuzt worden sein. Nicht ausgeschlossen werden kann in diesem Zusammenhang also auch, dass Joseph Ratzinger durch den Rücktritt dieses mögliche Bedrohungsszenario hinter sich lassen konnte und dazu seine Rücktrittsentscheidung intern bereits vor Ablauf der 12 Monate bekannt gegeben hatte. Auf jeden Fall zeugte die Aussage von höchster Unruhe im Vatikan.

Vielleicht hängt dieses Bedrohungs-Szenario auch mit einem weiteren Herd von Unruhe und Verbrechen in der Papstkirche zusammen, der weltweiten Funktion und den Praktiken der Vatikan-Bank, in deren Umfeld es schon mehrere Morde gegeben hat. So sagte der einst von Joseph Ratzinger eingesetzte und 2012 entlassene Bankier Gotti Tedesci nach der Entlassung, er fürchte nun um sein Leben (http://www.theologe.de/theologe16.htm#Tedeschi).

Interessant ist auf jeden Fall die Nachfolge-Regelung bei der Vatikan-Bank, die hier wohl nur am Rande von Bedeutung ist, der Vollständigkeit aber mit erwähnt wird.
Der dann ebenfalls wieder von Benedikt XVI. ernannte Nachfolger als Chef der Vatikanbank (IOR = Institut für religiöse Werke) war zunächst der deutsche Malteser-Ritter und Freizeit-Jäger Ernst von Freyberg, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender von Blohm+Voss Shipyards. Diese Sparte des Blohm+Voss-Konzerns wurde vom Eigentümer, dem Rüstungskonzern Thyssen-Krupp, im Jahr 2012 an den britischen Konzern Star Capital verkauft, der daneben noch Kabelnetze und Seniorenheime betreibt. Auf der Homepage von Blohm+Voss Shipyards, deren Aufsichtsratsvorsitzender also jetzt der neue IOR-Chef ist, wird direkt auf Seite 1 allerdings weiterhin zur Blohm+Voss Naval verlinkt. Diese Sparte, in der Kriegsschiffe und U-Boote, z. B. Atom-U-Boote, gebaut werden, gehört weiterhin zu Thyssen-Krupp.
Wie immer man solches nun bewerten mag: Der Vatikan war auf jeden Fall über die Verbindungen des damals neuen Vatikanbank-Chefs noch deutlicher in diese Richtung hin vernetzt. Allerdings trat Von Freyberg quasi als letzte Personalie der Ära Ratzinger auf dem Papstthron nach gerade mal ca. einem Jahr Amtszeit 2014 ebenfalls zurück, so dass wir hierzu noch aktualisieren: Auf ihn folgte der Franzose Jean-Baptiste de Franssu, von dem es 2018 hieß, dass er von den Klerikern des Vatikans „zusehends isoliert“ wurde (deutschlandfunk.de, 8.2.2018), wobei 2019 der Skandal-Herd IOR von der Wahrnehmung wieder in den Hintergrund gerückt war: In den Medien präsent sind seither vor allem wieder die Zigtausende von Sexualverbrechen und Seelenmorden von katholischen Priestern an Kindern. Allerdings wird ebenfalls 2019 noch dem früheren IOR-Präsidenten Angelo Caloia (1989-2009) wegen Unterschlagung und Geldwäsche der Prozess gemacht.

Zusammenfassend könnte man zum Rücktritt von Joseph Ratzinger als Benedikt VVI. im Jahr 2013 fragen: Vertuschung von Sex-Verbrechen an Kindern, Bedrohungsszenarien, große Unruhe mit unbekannten Hintergründen in der Vatikanbank, das Alter – was hat also den Ausschlag gegeben? Dass „Altersschwäche“ letztlich der entscheidende Grund für den Rücktritt war, ist unwahrscheinlich, zumal solches normalerweise nicht zu Joseph Ratzinger passt, genauso wenig wie zu seinem Vorgänger Karol Wojtyla. Es war eher eine willkommene Vorlage, die man wie einen Schleier über andere Gründe legen kann. Auch die Predigten Joseph Ratzingers nach seiner Rücktrittsankündigung waren nicht von „Altersschwäche“ geprägt.

Fakt ist jedenfalls: Vor allem die Rolle des Alt-Papstes beim Vertuschen von Sexualverbrechen an Kindern durch Priester ist nicht von der Hand zu weisen. So hatte er als Kardinal Ratzinger im Jahr 2001 eigens das Päpstliche Geheimhaltungsgesetz bei diesem Thema bekräftigt, sofern man im Vatikan sich der Sache angenommen hatte.
Und in diesen Kontext fällt auch die Anzeige gegen den Ex-Papst beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag und das Bestreben, ihn wegen Vertuschung und Begünstigung von Sex-Verbrechen auf die eine oder andere Art zur Rechenschaft zu ziehen.
Joseph Ratzinger wurde deshalb auch seit 2010 immer wieder zum Rücktritt aufgefordert. Und dann folgte eben die Aussage bzw. Mutmaßung von Kardinal Romeo über eine zeitlich sehr befristete Lebenserwartung von Joseph Ratzinger, was immer der Grund für seine „Sicherheit“ in dieser Sache war.

Doch vielleicht kommt bei diesem Rücktritt vom Papst-Thron noch ein weiterer wesentlicher Aspekt hinzu. Die italienische Zeitung La Repubblica schrieb am 21.2.2013 von einem Bericht über „das ganze Ausmaß von Erpressung, Sex- und Machtgier im Vatikan„, so ntv.de am 21.2.2013.
Wörtlich heißt es: „Am 17. Dezember hätten ihm [Papst Ratzinger] drei Kardinäle ihren nahezu 300 Seiten starken Geheimbericht zu der Affäre ´Vatileaks` vorgelegt, in dem es auch um homosexuelle Beziehungen und Erpressbarkeit gehe, berichtete das Blatt, ohne genaue Quellen zu nennen. An diesem Tag habe Benedikt seine lange erwogene Rücktrittsentscheidung gefällt …“
Darin gehe es um „unsaubere Einflüsse“ auf Mitglieder der Kurie und um ein übergreifendes, durch „sexuelle Ausrichtung“ verbundenes Netz von Lobbyisten mit Finanzinteressen.
Gemeint ist vor allem die Homosexuellen-Lobby, der nach der Theologin Prof. Dr. Uta Ranke-Heinemann 60 % der Männer im Vatikan angehören, nach anderen Schätzungen sogar ca. 80 %, und aus deren Reihen Kardinäle laut ntv-Bericht „im Vatikan Sex-Treffen organisiert“ haben. Das weckt erneut auch Erinnerungen an das Verschwinden der 15-jährigen Schülerin Emanuela Orlandi, die für Sex-Treffen einer anderen Vatikan-„Fraktion“ entführt, missbraucht und später ermordet worden sein soll – so zumindest der angesehene vatikanische Chef-Exorzist Gabriele Amorth.

Die Frage, die sich aus dieser Veröffentlichung ergibt, ist: Ist es also nicht nur der Papst selbst, der aufgrund eigener Verfehlungen oder Handlungen zurück treten musste? Sind es in der Summe noch einige mehr, die im Visier von Entlarvungen stehen – der eine als Verbrecher, der andere als Intrigant und wieder ein anderer als Vertuscher? Alles in allem ein Querschnitt aus dem System Kirche, das den Gläubigen auf diese Weise immer weniger als „gottgewollt“ präsentiert werden kann, was es ja auch in scheinbar „besseren“ Zeiten nie war. Denn Jesus von Nazareth hatte nie Priester eingesetzt oder eine katholische Kirche gegründet. Doch der schön getünchte Scheins ließ sich zu anderen Zeiten besser als angebliche Wirklichkeit anpreisen.

So kann man logisch schlussfolgern: Welche Verbrechen oder Skandale auch zugrunde liegen mögen: Das Papsttum und seine Dogmen und Sakramente haben mit Jesus, dem Christus, nicht das Geringste zu tun. Das Christliche ist nur der Deckmantel der Vatikankirche, also der sprichwörtliche Schafspelz, in dem ein ganz anderes Tier steckt.

Und hier zeigt sich schließlich noch ein weiteres Phänomen: Durch das Rücktritts-Szenario um Joseph Ratzinger mit seinen Spekulationen und dem vielen Wenn und Aber wurde ein großes Interesse der Weltöffentlichkeit auf den Vatikan gelenkt, was für den siechenden und kriselnden Kirchenstaat samt Pontifex in gewisser Weise sogar ein erheblicher Energieschub war. Außerdem lenkte es ein wenig von dem ab, was sonst vielleicht zu diesem Zeitpunkt in das Zentrum der Öffentlichkeit gelangt wäre, z. B. ein möglicher Haftbefehl gegenüber Joseph Ratzinger und eine breite Diskussion über die nachvollziehbaren Gründe; oder neue Entlarvungen aus der Vatikanbank. So aber rückte von da an auch automatisch die Kandidatenkür für den nächsten Papst in den Mittelpunkt des medialen Interesses; so, als ob sich die Welt um den Vatikan drehte und die Welt Päpste bräuchte.

Doch wer sich Rechenschaft darüber ablegt, wohin das Papsttum einschließlich des Pontifikats von Joseph Ratzinger die Menschheit bis heute geführt hat, der spürt das „letzte Stündlein“ dieser Institution näher rücken, und davon werden im Jahr 2019 mehr und mehr auch größere Medien erfasst. Der zwischenzeitliche folkloristische Energieschub ist also allenfalls ein kleiner Aufschub. Siehe dazu auch unseren N a c h r u f, der bereits im Jahr 2011 verfasst wurde und allmählich seine Wirksamkeit entfaltet.

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