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Wenigstens fast so viel verdienen wie Bischof Tebartz-van Elst: Bundestagsabgeordnete erhöhen ihre Diäten um 10 %

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Wenigstens fast so viel verdienen wie Bischof Tebartz-van Elst; Bundestagsabgeordnete erhöhen ihr Gehalt – Es ist bequem, wenn man sich sein Gehalt selbst erhöhen kann ohne dafür mehr leisten zu müssen. So halten es am 14.2.2014 die Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit der Stimmenmehrheit von CDU, CSU und SPD. Sie genehmigen sich eine Gehalts-, = Diätenerhöhung um 10 % auf ca. 9.000,00 € Monatsgrundgehalt, Zuschläge noch nicht mitgerechnet. Das Geld kommt vom Steuerzahler. Was der Abgeordnete dafür leistet, ist weitgehend ihm selbst überlassen.
Damit nähern die Bundestagsabgeordneten sich den Spitzengehältern der Bischöfe an. So bekommt Staatsbischof Franz-Peter Tebartz-von Elst vom Staat ein monatliches Grundgehalt von ca. 9.500,00 € plus Vergünstigungen über Vergünstigungen (13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld, keine Rentenversicherungs- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge, nur halbe Krankenversicherungsbeiträge, mietfreie Dienstwohnung, Verfügung über die prallen Konten des Bischöflichen Stuhls, Chauffeur usw. usw.).
Das entspricht der Gehaltsstufe B 8, einer der üblichen Gehaltsstufen für katholische Bischöfe – ein Gehalt, das jedoch von vielen Bischöfen deutlich überschritten wird. Der Staatserzbischof von München und Freising bekommt beispielsweise aus den allgemeinen Steuereinnahmen Gelder entsprechend der Gehaltsstufe B 10 ausbezahlt, womit er bei ca. 12.000,00 € monatlichem Grundgehalt liegt. Auch was ein Bischof dafür tut, steht zu einem großen Teil in seinem eigenen Ermessen.
Die Ego-Parteien Politik und Kirche sitzen bekanntlich in einem Boot und als Amigos sichern sie sich dort ihre eigenen Pfründen. Im Bundestag am 14.2.2014 also durch einfaches Heben der Hand einmal dicke 10 % mehr, während bei weniger privilegierten Beschäftigten dann wieder um Zehntelprozente gepokert wird, während sich die Schere zwischen Arm und Reich auch in Deutschland immer weiter öffnet und in anderen Teilen der Welt die Menschen verelenden und verhungern.
So mancher Privilegierte orientiert sich aber lieber nach oben statt sein Gewissen von dem berühren zu lassen, was unten geschieht – von der Vernichtung des Lebensraums für Tiere und der allmählichen Zerstörung des ganzen Erdplaneten durch gnadenlose Ausbeutung und Vergiftung noch gar nicht gesprochen.
Da genehmigten sich beispielsweise Chefs der deutschen Pleite-Bank Hypo Real Estate schon mal zwischen ca. 64.000,00 € und 150.000,00 € im Monat, bevor der staatliche Rettungsschirm für diese Bank in Höhe von ca. 120 Milliarden Euro wiederum aus Steuereinnahmen aufgespannt werden musste. Aber das sei doch eher wenig, denken sich vielleicht so manche Empfänger solcher Summen, wenn sie wahrnehmen, dass andere legal in jedem Monat Millionen für sich privat abschöpfen oder gar zu Milliardären werden.
Es wird jedoch die Zeit der Abrechnung kommen, wo jeder Mensch danach gemessen wird, was er mit den „Talenten“ = „Pfunden“ = „Talern“ gemacht hat, über die er – aus welchen Gründen auch immer – verfügen konnte. Und es wird die Zeit kommen, in der diese Generation und ihr Tun von späteren Generationen völlig anders bewertet werden wird als es die Meinungsführer dieser Generation es heute selbst tun.

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Tebartz-von Elst zurück – mit Rückenwind aus dem Vatikan

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Er ist zurück, mit Rückenwind aus dem Vatikan, wo vor allem Kurienerzbischof und „Großinquisitor“ Gerhard Ludwig Müller Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst gegenüber allen Vorwürfen in Schutz nimmt. Nachdem er ca. 10.000 Euro Monatsgehalt vom Staat auch während seiner Besinnungstage im Kloster erhielt, hat er offenbar in Limburg bereits wieder „zu alter Form gefunden“ (http://www.focus.de/politik/deutschland/er-erteilt-bereits-weisungen-kaviar-statt-kloster-protz-bischof-tebartz-van-elst-zurueck-in-limburg_id_3585281.html) Auch sein Fahrer und gleichzeitig Koch (und …?) wurde mit ins Boot des üppigen Lebens geholt. Er bekommt ungefähr das Gehalt eines Weihbischofs.

Nach neuerlichen Zeugenaussagen habe „S“eine Exzellenz Tebartz-van Elst „den Architekt seines Prunkbaus und leitende Mitarbeiter systematisch eingeschüchtert“ (focus.de, 1.2.2014). Diese mussten beispielsweise „Verschwiegenheitserklärungen“ über die Kosten unterzeichnen, die wiederum gegenüber dem Vermögensverwaltungsrat des Bistums „regelwidrig“ vertuscht wurden.

Bei seinem einzigen offiziellen Termin in Limburg kam es offenbar gleich zum Eklat. Focus.de schreibt: „Die Mitglieder [der vom Vatikan eingesetzten Untersuchungskommission] beabsichtigten, Tebartz-van Elst bei seinem Besuch einige Fragen zu stellen Doch davon schien der Bischof nichts zu halten. Stattdessen hatte er für den Termin eine Erklärung vorbereitet, die er vortragen wollte, wie die [Süddeutsche] Zeitung berichtete. Dass die Kommissionsmitglieder ihm kritische Fragen stellen wollten und Antworten erwarteten, empfand der Bischof demnach als Zumutung. Es sei daraufhin zum Eklat gekommen“ (3.2.2014)

Man könnte hier ergänzen: Darüber darf man sich nicht wundern. Schließlich müssen sich in der Kirche ja die „Unteren“ den „Oberen“ unterwerfen, und jeder Bischof gilt wie der Papst selbst als „Stellvertreter Christi“ (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1560). (Hier handelt es sich allerdings nicht um den Christus, der in Jesus von Nazareth unter uns lebte, sondern um einen virtuellen katholischen „Christus“, eine katholische Kunstfigur, mit welcher der echte Christus verhöhnt wird). Demokratie ist für die Kirche unmissverständlich „Ketzerei“, denn wer die Unterwerfungsforderung unter den Papst nicht befolgt, werde angeblich in eine ewige Hölle verflucht.

Auch der „Franziskus“ in Rom ist letztlich eine „Fälschung“. Franziskus von Assisi hat Reichtum nicht für sich behalten, doch die Kirche ist nicht einmal bereit, ihr unermessliches Vermögen zu teilen. Nur Almosen werden oft öffentlichkeitswirksam gegeben bzw. von Papst „Franziskus“ viele schöne Worte dazu gemacht. Das gehortete Vermögen wird jedoch nicht dazu eingesetzt, Not und Elend zu lindern.
PS: Wenn der Bischof nicht im Palais residiert, wird er dort von seinem Fahrer vertreten.

Die Nachricht finden Sie auf theologe.de unter http://www.theologe.de/schwarzbuch_katholische-kirche.htm#Tebartz-van-Elst_zurueck_in_Limburg

Aktualisierung:
9.2.2014 – Bischof Tebartz von Elst und die Kirche: Geheimarchiv, konspirative Wohnung und „deutlich höhere“ Kosten als 31 Millionen für den Bischofssitz (statt der geplanten 2,5 Millionen). Kirchliche Stiftungsgelder abgezweigt / Neue Kirchenaustrittswelle bahnt sich an – http://www.theologe.de/gott_mammon.htm#Noch_hoehere_Verschwendung

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