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Wer ist der „Vater“ der Kirche?

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Wer ist der „Vater“ der Kirche?

Der Papst und die gefälschten Jesusworte beim Vaterunser – Die Selbstentlarvung der Vatikankirche und der lutherischen Kirche

Die Botschafterin der Lutherkirche in Deutschland, die Theologin Margot Käßmann, weist in einer großen deutschen Boulevardzeitung auf den Glauben Martin Luthers hin, wörtlich, „dass Gott grausam sein kann“. (Bild am Sonntag, 10.12.2017)

Der Anlass war ein Interview mit Papst Franziskus, das im Dezember 2017 über seine Kirche hinaus für viel Aufregung gesorgt hatte. Denn erstmals gab ein Kirchenoberhaupt zu, dass das bekannte Vaterunser-Gebet eine Bitte enthält, die „nicht gut“ sei, nämlich „Führe uns nicht in Versuchung“.
Wörtlich sagte der Papst: „Ein Vater tut so etwas nicht. Wer dich in Versuchung führt, ist Satan“. Die Versuchung sei „das Werk des Teufels“.

Die Worte „Ein Vater tut so etwas nicht“ aus dem Mund des Papstes sind aufschlussreich. Was ist dann aber mit dem katholischen Dogma einer angeblichen Hölle
(https://www.theologe.de/hoellenlehre_der_katholischen_kirche.htm#Hoellenlehre) und den unzähligen Verfluchungen dorthin, wenn jemand nicht alle Dogmen glaubt? Was ist dann mit dem katholischen Dogma der Ausmerzung? (https://www.theologe.de/theologe18.htm#382)
Dies alles gehört zu den verbindlichen Glaubensgrundsätzen des Katholizismus. Doch ein liebender Vater tut so etwas nicht. Wer ist dann aber der Teufel, dem die Vatikankirche dient?

Die Folge der Papstworte, die Versuchung sei „das Werk des Teufels“ ist logischerweise, dass sich die Bitte „Führe uns nicht in Versuchung“ nur an den richten kann, den der Papst als Teufel und Satan bezeichnet. Hat dann die katholische Kirche ihren Gläubigen von Kindesbeinen an in ihrem Vaterunser bis in unsere Zeit die Anbetung des Satan beigebracht? Und wie sieht es dann in der Lutherkirche aus?

Die Formulierung „Führe uns nicht in Versuchung“ steht nämlich nicht nur in der deutschen Übersetzung, wie der Papst beklagte, sondern unzweifelhaft auch im ursprünglichen Bibeltext in altgriechischer Sprache, der für die evangelische Kirche verbindlich ist und in der für die Vatikankirche verbindlichen lateinischen Fassung.
Franziskus hatte allerdings mit der Formulierung „keine gute Übersetzung“ verschleiert, dass seine Kritik deshalb nicht nur die deutsche Übersetzung des Vaterunser betrifft, sondern die Bibeln beider Großkirchen, deren angebliche Fehlerfreiheit zu den unumstößlichen Dogmen und Bekenntnissen dieser Kirchen gehört.

Mit seinem Interview hatte der Papst deshalb auch die Protestanten aufgeschreckt. Erst im Jahr 2017 hatte die Evangelische Kirche die Lutherübersetzung der Bibel überarbeitet und am Vaterunser-Text nichts geändert. So reagierten die Vertreter der Evangelischen Kirchen in Deutschland, die eilig um Stellungnahme gebeten wurden, auch mit einem trotzig klingenden „Es gibt keinen Grund für eine Änderung“ und, so wörtlich: „Dabei bleiben wir auch.“

Und die Luther-Botschafterin und ehemalige Landesbischöfin und EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann gab dazu eine weiter gehende Stellungnahme ab, in der es wörtlich heißt: „Es gibt biblische Erzählungen …, bei denen Gott tatsächlich in Versuchung führt. So ganz werden wir dem Rätsel, wer Gott ist, wie Gott ist, schlicht nicht auf die Spur kommen. Martin Luther beispielsweise spricht davon, dass Gott „grausam sein kann“. Dietrich Bonhoeffer hat vom deus absconditus geschrieben, dem Gott, der eben auch verborgen ist. Ich bin dafür, das Vaterunser zu belassen, wie es ist. Wir können diesem Gebet vertrauen, wie unsere Väter und Mütter im Glauben seit vielen Generationen.“

Mit diesen Worten gibt eine der bekanntesten Amtsträgerinnen des Protestantismus in seltener Offenheit zu, was die evangelische Lehre wirklich beinhaltet und was man den Kirchensteuer zahlenden Gläubigen sonst gerne verschweigt: Dass zum Beispiel der Gott, den Martin Luther lehrt, angeblich auch „grausam sein“ könne.

Der Reformationsmönch Martin Luther schrieb seinem „Gott“ ausgesprochen satanische Attribute zu. So lehrte Luther zum Beispiel, dass „Gott“ zwischenzeitlich auch „Teufel“ sei, wörtlich: „Gott kann nicht Gott sein, er muss zuvor ein Teufel werden.“ (https://www.theologe.de/theologe3.htm#Gott_und_Teufel)

Schließlich unterstellt der Namensgeber der Lutherkirche Gott, dem Allerhöchsten, komplett das satanische Prinzip der Ungerechtigkeit, ich zitiere: „Wenn ich also auf irgendeine Weise begreifen könnte, wie denn dieser Gott barmherzig und gerecht ist, der solchen Zorn und solche Ungerechtigkeit zeigt, wäre der Glaube nicht nötig.“ (https://www.theologe.de/theologe1.htm#11)

Grausam, unbarmherzig und mit falschen Anschuldigungen ging Martin Luther in diesem Sinne auch gegen alle Andersdenkenden vor und forderte beispielsweise die Hinrichtung von friedfertigen urchristlichen Täufern.

Und wenn die Luther-Botschafterin Margot Käßmann dafür wirbt, der Formulierung „Und führe uns nicht in Versuchung“ weiterhin zu vertrauen „wie unsere Väter und Mütter im Glauben seit vielen Generationen„, dann lenkt sie die Aufmerksamkeit auch auf die grausame Blutspur, die neben der Vatikankirche auch der Protestantismus in der Nachfolge Martin Luthers in der Geschichte hinterlassen hat.
Wir erinnern dazu nur beispielhaft an die evangelische Inquisition und Hexenverfolgung, die Rechtfertigung unzähliger Kriege und die Anfeuerung der Soldaten auch in den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts; bis hin zum Holocaust an den jüdischen Mitbürgern, über welchen der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Frankfurt im November 2017 schrieb, „Luthers hasserfüllte Schmähungen“ „erscheinen“ „wie eine Handlungsanleitung für die Endlösung der Judenfrage“. (zit. nach Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 12.11.2017)
Diese Geschichte ist der Gegensatz zur Botschaft der Gottes- und Nächstenliebe bis hin zur Feindesliebe, die Jesus von Nazareth uns nahe brachte und der uns lehrte, dabei unserem himmlischen Vater, der auch ein Vater-Mutter-Gott ist, zu vertrauen.

In unserer Zeit sprach und spricht Er als der Christus Gottes erneut zu uns durch das Prophetische Wort der Gegenwart durch Seine Prophetin und Botschafterin Gabriele. Und Er erklärt, berichtigt und vertieft“ auch die Überlieferung über Sein Leben als Jesus von Nazareth, darunter das Vaterunser-Gebet, das Gebet der Einheit, in dem die Gebetworte an Gott, unseren himmlischen Vater, nun lauten: „Du führst uns in der Versuchung„.
Mit den sinngemäßen Worten „Du führst uns in der Versuchung“ im Vaterunser-Gebet kann sich jeder ehrliche Gottsucher vertrauensvoll Gott, Seinem himmlischen Vater, zuwenden. Denn Gott, der Ewige, steht uns in jedem Augenblick auch in für uns schwierigen Situationen bei und vor allem dann, wenn wir in Gefahr stehen, gegen Seine Gebote zu verstoßen.

Die Institutionen Katholisch und Evangelisch jedoch verwerfen diese Aufklärungen und Berichtigungen des Christus Gottes, und sie stellen sich, so wie die Luther-Botschafterin Margot Käßmann, bewusst in die Tradition ihrer konfessionellen „Väter und Mütter“ im evangelischen bzw. katholischen Glauben, die seit je her die Gebetsformel „Und führe uns nicht in Versuchung“ wiederholen.

Doch welche Macht wird mit dieser Bitte angesprochen? Nach den Worten des Papstes von der Versuchung als einem „Werk des Teufels“ kann die Bitte sich folglich nur an jene Macht richten, die der Papst als Satan und Teufel bezeichnet. Und es ist diejenige Macht, die voller Geheimnisse ist und gemäß den Worten von Martin Luther auch „grausam sein“ kann.
Es ist der Gott, der in den katholischen Dogmen die „Ausmerzung“ lehrt (https://www.theologe.de/theologe18.htm#382) und in beiden Großkonfessionen eine angeblich ewige Verdammnis. Doch was die katholischen Dogmen und evangelischen Bekenntnisse hier festgelegt haben, tut ein liebender Vater nicht. Wer ist dann aber der „Vater“, die die Konfessionen inspiriert hat und ihnen die gefälschten Bibelstellen (https://www.theologe.de/theologe8.htm) diktiert hat?

Vergleichen wir dazu die Worte von Jesus von Nazareth:
„Ihr seid von unten her, ich bin von oben her … Nach Eures Vaters Begierden wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge. Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht … Es ist aber mein Vater, der mich ehrt, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott. Und ihr kennt ihn nicht, ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagen würde: Ich kenne ihn nicht, wäre ich ein Lügner wie ihr.“ (Johannesevangelium, Kapitel 8)

Wer sich jedoch mit dem Herzen dem Vater der Liebe zuwenden möchte, der niemanden in Versuchung führt und der für jeden von uns das Beste möchte, der lernt auch, einige Worte frei zu sprechen, in die er sein ehrliches Empfinden hinein legt. Und beim Gebet der Einheit, dem Vaterunser, weiß er: Welche Versuchung auch durch mein eigenes Verhalten auf mich zukommen mag, Gott ist gegenwärtig und Er hilft mir, in allen Situationen mein Leben immer mehr an den Zehn Geboten und der Bergpredigt des Jesus von Nazareth auszurichten.

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Weltjugendtag in Rio 2013 – Nachrichten:

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Weltjugendtag in Rio 2013 – Nachrichten:

19.6./21.6./28.12.2013 – Die Unruhen in Brasilien gehen weiter. Viele Hunderttausend Menschen gehen auf die Straße. Am 20.6.2013 versammelten sich im ganzen Land über eine Millionen Demonstranten – und das unmittelbar vor dem Papstbesuch im Juli anlässlich des so genannten „Weltjugendtags“ der katholischen Kirche. Dann gilt: Die Reichen feiern bei den Armen. Die römisch-katholische Kirche gilt als die reichste Institution der Welt (z. B. hier). Und sie bringt mehrere Hunderttausend jüngere Anhänger aus den reichen Industrieländern mit, die mit dem Flugzeug nach Rio zum Feiern fliegen und wieder zurück; so wie der neue Papst Jorge Bergoglio selbst, der am 24.7.2013 in Rio erwartet wird.
Ein Übergreifen der Unruhen auf den Kirchen-Event konnte dabei lange nicht ausgeschlossen werden. Denn nicht nur die Fußball-WM im Jahr 2014 und die Olympischen Spiele im Jahr 2016, sondern auch die katholische Mega-Veranstaltung kostet Abermillionen, die der Bevölkerung vor Ort fehlen. 160 Millionen Euro soll der Weltjugendtag gekostet haben, gut 50 Millionen Euro davon erwartete die Kirche von „Sponsoren“ (kath.net, 15.1.2013). Derweil ging es zum Beispiel mit den Kliniken, der ärztlichen Versorgung der Bevölkerung und Bildungseinrichtungen wie Schulen immer mehr bergab, obwohl die Steuern immer mehr erhöht wurden und die Lebenshaltungskosten immer mehr steigen. Dadurch werden die meisten Menschen immer ärmer und wütender, weil es für das Notwendigste keine Sponsoren gibt und überall Korruption und Vetternwrtschaft vorherrschen.
Die Wut hätte sich steigern können, wenn Schätzungen bekannt geworden wären, welche Kosten des Weltjugendtages nicht durch die Teilnehmerbeiträge gedeckt waren und ebenfalls der Staat Brasilien übernehmen musste.
Das Beispiel Brasilien zeigt auch, dass mit „Religion und Spielen“ die Bevölkerung nicht mehr so ohne weiteres ruhig gestellt werden kann, wenn das „Brot“ fehlt und überall Ungerechtigkeit und Amigo-Gebaren herrschen. Der enorme „Opium“-Einsatz der Kirche in Rio de Janeiro wird also nicht auf Dauer „funktionieren“ und die Menschen nicht auf Dauer entsprechend umnebeln bzw. im Angesicht eines Papstes in eine religiöse Ablenkungs-Hysterie versetzen können.

14.7.2013 – Der Papst kommt, das Militär marschiert – „Bis zu 12.000 Soldaten und rund 8.000 Polizisten sollen für den Schutz des Kirchenoberhaupts beim Weltjugendtag abgestellt werden, wie die Zeitung «Estado de S. Paulo» (Montag, 1.7.) berichtete. Neben dem Heer wollen sich auch Luftwaffe und Marine an dem Einsatz beteiligen. Zudem solle eine Aufklärungsdrohne den Luftraum über dem Gelände der Abschlussmesse in einem Radius von 250 Kilometern überwachen …  Die Küste vor Rio de Janeiro wird dem Bericht zufolge durch Fregatten und Schnellboote kontrolliert. Im Stadtgebiet ist der Einsatz von rund 300 gepanzerten Fahrzeugen geplant, darunter auch aus Bundeswehrbeständen gekaufte Luftabwehrpanzer.“ (kath.net, 2.7.2013) 
Und so war es dann auch und vermutlich war das nicht alles. Und die Kirche zahlte dafür keine Cent, Brasilien bezahlte.
Um die Jugendlichen besser in ihren Bann ziehen zu können, ließ die Kirche auch ein hochemotionales „Gänsehaut-Video“ produzieren mit Christusstatue, Weltkugel und weiteren gezielten visuellen Botschaften. Darauf sah man allerdings keinen einzigen Panzer und kein Kirchenopfer, und die brutalen und absurden Inhalte sind durch monumentale Musik ersetzt, die davon ablenken, wohin die Reise wirklich geht. Das streng katholische Exorzismus-Opfer Anneliese Michel sprach es einst aus: „Mir macht keiner mehr was vor. Ich weiß jetzt, wo´s hingeht.“

17.7.2013 – Kirche lockte Jugendliche mit Versprechen eines vollständigen Ablasses aus dem Fegefeuer nach Rio – Was für manchen unfassbar scheint, ist „Normalität“ in den vom Katholizismus geprägten Ländern der so genannten aufgeklärten Industrieländern: der Ablass.
Jüngstes Beispiel: Die sogenannte „
Apostolische Pönitentiarie“, der Bußgerichtshof des Vatikans, erklärte im Auftrag des Papstes, allen Teilnehmern des Weltjugendtags in Rio de Janeiro in Brasilien die Leiden des Fegefeuers im Jenseits mithilfe eines vollständigen Ablasses zu erlassen.
Jede andere Gemeinschaft, die behauptet, mit ihrem Kult auf diese Weise den jenseitigen Zustand Verstorbener lenken zu können, würde von staatlichen Stellen und von den Medien als Rattenfängerei verurteilt. Doch ausgerechnet die Priester des Katholizismus (auch die dem Alkohol oder der Pädophilie Zugeneigten), sollen dies können – mit in Deutschland amtlicher Auszeichnung als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“.
Diesen Ablass der Abbüßung von Sündenstrafen im Fegefeuer sollen aber auf Anordnung des Vatikan auch diejenigen erhalten, die den Event über den Twitter-Account des Papstes verfolgen, sofern sie aus einem „legitimen Grund“ nicht nach Rio fliegen konnten. Selbstverständlich müsse natürlich die Beichte, die Hostieneinnahme und papstgemäße Gebete hinzu kommen (http://www.spiegel.de/panorama/twitter-ablass-papst-follower-bleiben-kuerzer-im-fegefeuer-a-911577.html).
Ein Mensch, der noch halbwegs gesunden Menschenverstand hat, kann diesen Wahn nicht mehr beschönigen, weswegen der Papst ja auch erst kürzlich gewarnt hat: „Herr, bewahre uns vor der Versuchung des gesunden Menschenverstands“.

Foto: Fastnachtsfigur eines Ablasshändlers der Kirche im 16. Jahrhundert 

Bild(Wikimedia-Commons Lizenz, Los Angeles, University of California, Library, Coll. 170. Ms. 351, Schembartbuch aus dem Besitz des Sebastian Schedel)


Damit behauptet die römisch-katholische Kirche gleichzeitig, das kosmische Geschehen von Ursache und Wirkung, Aktion und Reaktion bzw. Saat und Ernte mithilfe ihrer Dekrete steuern zu können. In ihren eigenen Bibeln steht jedoch: „Irret euch nicht, Gott lässt Seiner nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.“ (Galaterbrief des Paulus, Kapitel 6) Von einem Ablass steht dort nichts.
Das heißt auch: Das kirchliche Gaukelspiel mit seinen Versprechungen ist im Licht ihrer eigenen Bibel alles andere als harmlos.
Ein besonders skandalöser Aspekt ist dabei, dass der deutsche Staat den Vertretern dieses Kults und ihren evangelischen Talargesellen die Beurteilung über alle anderen religiösen Gemeinschaften überlässt und diesem Blendwerk jährlich auch noch mit Abermilliarden an Euros aus den allgemeinen Steuereinnahmen bezahlt.

Jüngstes Beispiel: Der so genannte „Sektenbericht“ des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg vom 2.5.2013. Dort wird nicht etwa der Ablass-Hokuspokus der römisch-katholischen Kirche kritisiert, sondern alle Gemeinschaften, die den klerikalen Fegefeuer-Zauberern nicht gefallen. In diesem Bericht hebt der Staat mehrfach auch seine Zusammenarbeit mit der Kirche (in Wirklichkeit der faktisch größten Sekte) hervor, und der Chef der Staatskanzlei in Stuttgart lässt wörtlich verlauten:
„Anbei übermittle ich den von der interministeriellen Arbeitsgruppe für Fragen sogenannter Sekten und Psychogruppen erstellten Bericht mit der Bitte um weitere Veranlassung. Dieser ist mit dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, dem Innenministerium, dem Justizministerium, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren unter Federführung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport und unter ständiger Beteiligung des Staatsministeriums abgestimmt.“
Das heißt: Nahezu der komplette Staat lässt sich vor den Karren der Ablasskrämer und der Bekämpfung ihrer Konkurrenz spannen. Das aber ist eine verkappte Staatskirche und hat nichts mit der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit und einer geforderten Gleichbehandlung aller gesetzeskonformen Religionsgemeinschaften in Deutschland zu tun. Das ist staatliche Unterwerfung unter den faulen Ablasszauber wie im Mittelalter, angereichert durch die Milliardensubventionen unserer Zeit.

In diesem „Sekten“-Bericht heißt es dann z. B.:  „Eine unter den Namen ´Ein Mahnmal für Opfer der Kirche` … auftretende Vereinigung hatte 2010 eine Plakataktion gegen die christlichen Kirchen gestartet. Angeblich sollen 400 derartige Plakate aufgestellt worden sein. In Biberach hat sich die katholische Kirchengemeinde gegen das Plakat gewehrt, indem sie ein eigenes Plakat daneben aufgestellt hat.“ (S. 45)
Dabei geht es der Mahnmal-Initiative gerade darum, dass die grausamen Verbrechen der Kirche an Millionen von Opfern eben nicht von „Christen“ durchgeführt wurden, sondern von Vertretern einer Institution, die den Namen Christus bis heute auf das Schändlichste missbraucht. Und dies tat sie auch anlässlich des Weltjugendtages in Rio de Janeiro mit ihrem Fegefeuer-Zauber. Die „Interministerielle Arbeitsgruppe für Fragen sogenannter Sekten und Psychogruppen“ sollte sich endlich einmal damit beschäftigen. Wenn man jedoch die derzeit regierenden Politiker betrachtet, weiß man auch, warum hier noch nichts passiert ist.
Diese Arbeitsgruppe hat die Regierung aus GRÜNEN und SPD zunächst von den CDU/FDP-Vorgängern übernommen. Und dass die Kirche in nahezu allen Parteien ihre Lobby an die Spitze gebracht hat, zeigt auch das Beispiel Baden-Württemberg.

Lesen Sie dazu auch:
Kirche ist nicht christlich – Die Seite zu den Katholikentagen
In jeder Stadt, in jedem Dorf: Ein Mahnmal für die Opfer der Kirche – Beitrag zum Weltjugendtag 2005 in Köln

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