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Vatikanische Heuchelei bei der Homosexualität: Nach außen bekämpft, nach innen ausgelebt

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Ein ehemaliger Schweizergardist sorgt für erneute Unruhe im Vatikan. „In seiner Dienstzeit habe er von bis zu 20 Geistlichen unzweideutige Angebote erhalten. Avancen machten ihm Bischöfe, Priester und Pater: ´Auch Kardinäle wollten Sex mit mir`“, schreibt die Aargauer Zeitung (5.1.2014).
Die Details sind äußert pikant. Für einen Priester in leitender Vatikan-Stellung sollte er das „Dessert“ nach dem Steak sein, ein Bischof schickte eine Whisky-Flasche mit Visitenkarte. Bei einem Bewerbungsgespräch bei einem Bischof riet ihm ein Priester diskret: „Aber geh vorher duschen.“ Für den Schweizergardisten war klar: „Wenn ich den Callboy spiele, gibt mir der Bischof einen Job.“ „´Vielleicht wäre ich ja heute Kommandant der Schweizergarde, wenn ich mitgemacht hätte`, sagt er zu ´20minuten.ch`“ (focus.de, 5.1.2014).
Die neuen Veröffentlichungen über gängige homosexuelle Praktiken ranghoher Würdenträger hinter den Vatikanmauern „dürften in Rom gerade jetzt ungelegen kommen: Denn am 27. April wird Johannes Paul II. heilig gesprochen“, schreibt die Aargauer Zeitung.

Die ehemalige Theologieprofessoren Dr. Uta-Ranke Heinemann geht von ca. 60 % homosexuellen Männern im Vatikan aus. Dabei wird das praktizierte Ausleben dieser sexuellen Orientierung gleichzeitig heftig bekämpft, und gemäß der Bibel der Kirche müssten die Betreffenden sogar hingerichtet werden. In der Bibel steht: „Wenn jemand bei einem Manne liegt, wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben“ (3. Mose 20, 13)  Nun soll ja die Bibel verbindliches und reines Gotteswort sein und wer das nicht glaubt, wird dafür von der katholischen Kirche in eine angeblich ewige Hölle verflucht. Also muss man in der Kirche auch glauben, dass die Hinrichtung praktizierender Homosexueller „reines“ und „verbindliches“ Gotteswort ist. Folglich müssten die bibelgläubigen heterosexuellen Priester, wenn sie später nicht in die Hölle wollen, ihre homosexuell aktiven Kollegen hinrichten lassen. Oder doch zumindest aus ihrer Kirche ausschließen.

Dann wäre auch das Leben oder zumindest der Status von Alt-Papst Joseph Ratzinger womöglich nicht mehr sicher. Denn er soll laut dem Ex Vatikan-Würdenträger David Berger zu den 60 % gehören.
Oder man erklärt einfach öffentlich, dass das in der Kirche Übliche Gott ein „Gräuel“ ist, aber man mache eben trotzdem so weiter.
Die sexuelle Orientierung des Klerus im Vatikan ist dabei schon seit Jahrhunderten ein Thema. Als Martin Luther im 16. Jahrhundert im Vatikan die Stärkung seines Glaubens suchte, wurde seine Hoffnung enttäuscht. Er lernte unter anderem die „rasenden Papstesel“ in Rom kennen, wie er sich ausdrückte, von denen er später schrieb, sie „wissen auch nicht, ob sie Weiber oder Männer sind“ – http://www.theologe.de/transsexuelle_evangelische_pfarrer.htm#Martin-Luther

Doch auch bei den heterosexuellen Priestern ist die Heuchelei und Doppelmoral an der Tagesordnung. Ntv.de berichtet von dem Priester Stefan Hartmann aus Oberhaid bei Bamberg, der sich zu seiner Tochter bekennt und schreibt: „Die Einsamkeit in den großen Pfarrhäusern treibe viele Priester in ein Doppelleben. Niemand kenne genaue Zahlen, wie viele Geistliche gegen den Zölibat verstoßen. Wie viele heimliche Beziehungen hätten oder sogar Kinder, zu denen sie sich nicht öffentlich bekennen würden.“ (10.1.2014)

Die Nachricht wurde ins Schwarzbuch Katholische Kirche aufgenommen:
http://www.theologe.de/schwarzbuch_katholische-kirche.htm#Heuchelei_bei_der_Homosexualitaet

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