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Schlagwort-Archive: Hölle

„Grauenhaftes“ Internat – Wie lange finanziert der Staat Nischen voller Missbrauch und Perversionen?

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21.1.2014 Intendant erlebte katholisches Internat als „grauenhaft“ – „Prügel, Erniedrigung und Grabscherei. Die Schulzeit in einem katholischen Internat in Augsburg hat Luisenburg-Intendant Michael Lerchenberg als grauenhaft erlebt“ (Frankenpost, 21.11.2014). Es handelt sich um das Internat der Benediktiner-Abtei St. Stephan, wo Mönche den Kindern zum Beispiel die Geschlechtsteile „kitzelten“. „Man konnte sich der Hölle nicht widersetzen, das hätte damals keiner gewagt … Die Hilflosigkeit war für mich das Schlimmste“, so der heute erfolgreiche Regisseur der Luisenburg-Festspiele. Hier der Artikel: http://www.frankenpost.de/regional/oberfranken/laenderspiegel/Terror-im-Kloster-Internat;art2388,3091217

Es ist immer das gleiche: Die einzelnen Puzzle-Teile ergeben ein Gesamtbild des Grauens und sind eben nicht Ausnahmen. Dahinter steckt ein System, das sich in mittlerweile Hunderttausenden von Einzelfällen entlarvt. Diese Fülle zeigt: Es sind nicht Abweichungen, sondern es bricht zigtausendfach durch die Masken hindurch. Von der angeblich grauenhaften „ewigen Hölle“, die Aussteiger gemäß der „unfehlbaren“ päpstlichen Lehrentscheidungen im Jenseits erwarten soll, werden flächendeckend und weltweit schon Teile auf die Erde geholt. Dennoch werden in Deutschland die Erziehungseinrichtungen weitgehend vom Staat, das heißt von allen Bürgern, bezahlt. Und das System wird auch durch den staatlichen Kirchensteuereinzug hoch gehalten. Das heißt: Die Politiker nähren mit den Steuereinnahmen, die sie von den Bürgern eintreiben, diese Nischen voller Verbrechen, Missbrauch und Perversionen, die ohne diese öffentlichen Geldmittel gar nicht lebensfähig wären.

Das prostitutive Verhältnis von Staat und Kirche (Politiker holen sich, einem Freier gleich, den „Segen“ der Priester und geben der Kirche dafür die Milliarden der Bürger) gehört endlich beendet, wie es die Verfassungen von 1919-1933 und dann wieder ab 1945 vorschreiben. Dazu sind die Politiker verpflichtet. In der Zwischenzeit etablierte sich jedoch 1933 mit dem Hitler-Konkordat mit dem Vatikan und der Erfindung der deutschen Kirchensteuer ein System der finanziellen Blüte für die Kirche dank der unermesslichen Staatsleistungen. Und nach dem Muster von 1933 wird verfassungswidrig auch seit 1945 weiter verfahren. Doch was zählt schon die Verfassung gegenüber dem Brimborium der KIrche, wenn sich die Politiker verpflichten, sich dem Papst und der Kirche zu unterwerfen? Und wenn die Bürger es zulassen?

Papst Ratzinger entließ jede Woche durchschnittlich vier Kinderschänderverbrecher aus dem Priesterdienst

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19.1.2014 – Bericht aus Rom: Papst Ratzinger entließ jede Woche durchschnittlich ca. vier Kinderschänderverbrecher aus dem Priesterdienst – Die Kirche versinkt regelrecht im Morast der Sexualverbrechen an Kindern, hauptsächlich Jungen. Die verbrecherischen Würdenträger waren dabei meist homosexuell orientierte Pädophile. Während Papst Joseph Ratzinger 2010 zwischenzeitlich vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Verbrechensvertuschung und damit Begünstigung weiterer Verbrechen angezeigt war (Materialien dazu in dem Buch Angeklagt: Der Papst), geht aus einer internen vatikanische Statistik jetzt hervor, dass an der Spitze der römisch-katholischen Weltkirche trotz päpstlichem Geheimhaltungsgebot – bei Androhung ewiger Hölle für Gläubige, die ihr Schweigen brechen – nicht nur vertuscht und versetzt wurde. „Mehr als 400“ Priester habe Papst Joseph Ratzinger in den Jahren 2010 und 2011 auch aus dem Priesterdienst entfernt (z. B. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-01/joseph-ratzinger-priester-missbrauch). Das sind im Durchschnitt  ca. vier Priester pro Woche und das mindestens zwei Jahre lang. Doch wie viele Straftäter wurden nicht des Amtes enthoben. Gegen 419 Priester wurden in „Missbrauchsverfahren“ allein im Jahr 2011 „Strafen unterhalb der Amtsenthebung ausgesprochen,“ das sind durchschnittlich acht pro Woche. Und wo wurden überhaupt keine Meldungen gemacht und keine Verfahren eingeleitet?
Immerhin bekundet der Vatikan für das Jahr 2011: Es wurde pro Woche im Durchschnitt über zwölf pädokriminelle Priester Kirchengericht gehalten, und das Woche für Woche, 52 Wochen lang, andauernd. Da die Taten allesamt individuell kirchenintern geprüft wurden, stellt sich bei der Berechnung des dafür notwendigen Zeitaufwands auch die Frage: War bzw. ist dies eine der Hauptbeschäftigungen des Papstes? Wie viel Päpste wären notwendig gewesen, um allen Anzeigen angemessen nachzugehen?
Als Präfekt der „Glaubenskongregation“ hatte der spätere deutsche Papst Joseph Ratzinger alle Fälle einst an sich gezogen. Zeit.de schreibt: „Die von Ratzinger eingeleiteten Reformen gaben den Bischöfen in jedem von der Kongregation geprüften Fall vor, wie sie vorzugehen hatten.“ (18.1.2014)
Die Veröffentlichung dieser Zahlen erfolgte dabei nicht ohne Anlass. Damit reagierte der Vatikan auf Vorwürfe der Vereinten Nationen: „
Über Jahrzehnte hinweg sollen weltweit Tausende Kinder von pädophilen Priestern gequält und ausgenutzt worden sein. Der Kirche wird vor allem vorgeworfen, nicht energisch genug eingeschritten und die Taten vertuscht zu haben“, so tagesschau.de vom 16.1.2014 über die Klage der UN gegenüber dem Vatikan, die in dem Bericht, der am 5.2.2014 veröffentlicht wurde, mit vielen konkreten Fakten untermauert wurden.
Der renommierte Religionswissenschaftler und ehemalige Dekan der Römisch-Katholischen Fakultät der Universität Wien, Prof. Dr. Hubertus Mynarek, rät deshalb: „Kinder sollten am besten gar keinen Kontakt zu Priestern haben.“ (zit. nach Das Weisse Pferd Nr. 6/2002)


PS: Bis heute hat der Vatikan zusammen mit Weißrussland die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) aus dem Jahr 1950 nicht unterzeichnet, alle anderen Staaten Europas haben sich darauf verpflichtet. Der Vatikan wird aber von unterwürfigen Staatsmännern so behandelt, als wäre dort ein Ort, an dem die Menschen Gott näher wären als anderswo.
Das hatte übrigens auch Martin Luther einmal geglaubt, bis er in der Kürze der Zeit vom Gegenteil überzeugt war.
Und der derzeitige Papst Jorge Bergoglio wird sich daran messen müssen, ob die unzähligen Kirchenopfer weiter wie bisher allenfalls mit ein paar Almosen etwas ruhiger gestellt werden oder ob man sich um eine echte Reue und Wiedergutmachung bemüht.

Die Meldung wird auf der theologe.de-Seite gegebenenfalls aktualisiert unter http://www.theologe.de/schwarzbuch_katholische-kirche.htm#Priester_entlassen

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