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Schlagwort-Archive: Heiliger

Karol Wojtyla – der neue „Heilige“ – Rückblick auf weitgehend verschwiegene Fakten

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Der polnische Papst

Johannes Paul II. – Rückblick auf überwiegend verschwiegene Fakten seiner Amtszeit

http://www.theologe.de/unheiliger-papst-johannes-paul-II.htm

http://www.theologe.de/buecher.html#Karol-Wojtyla

Zur Erinnerung:
Anlässlich des Todes von Papst Johannes Paul II. und der Papstwahl von Benedikt XVI. im Jahr 2005 wurde die Ausgabe Nr. 16 des „Theologen“ begonnen. Schwerwiegende Fakten in dieser Übergangszeit lesen Sie ab:

http://www.theologe.de/theologe16.htm#Osterfeiern

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Karl, der „Große“ grausame katholische „Heilige“. Wer sich nicht bekehrte, wurde ermordet.

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1200 Jahr Tod von Karl „dem Großen“ – Gedenkjahr des „Heiligen“ im Jahr 2014 – Er führte die Todesstrafe für Verunglimpfung eines Priesters ein und zwang die Menschen zur Säuglingstaufe oder auch sie würden hingerichtet / Massenhinrichtungen von Menschen, die nicht katholisch werden wollten / 2016: Karlspreis für Papst Franziskus – Karl karl-der-grossehatte bis dahin unzählige Menschen töten und ermorden lassen, als ihn eine Infektion am 22.1.814 in Aachen auf das Krankenlager warf. Sieben Tage später, am 28.1., war auch er tot. Er wurde 65 oder 66 Jahre alt. Zu seinen „Leistungen“ zählt vor allem die „mit beträchtlicher Grausamkeit durchgesetzten Unterwerfung, Christianisierung und Eingliederung des sächsischen Volkes in das Fränkische Reich … 777 wurde Sachsen auf der Reichsversammlung in Paderborn in Missionssprengel eingeteilt“ (Wikipedia, Stand: 26.11.2013).
„Karl soll auf den hartnäckigen Widerstand mit brutaler Repression geantwortet haben, unter anderem mit dem berüchtigten Blutgericht von Verden, bei dem angeblich tausende Sachsen enthauptet wurden. In Analogie zum Blutgericht zu Cannstadt durch seinen Vater Pippin und Onkel Karlmann, bei dem die gesamte alemannische Führungsschicht ausgelöscht wurde, scheint diese Vorgehensweise durchaus wahrscheinlich. Die in den Quellen genannte Zahl von 4.500 Opfern“ beziehe sich wahrscheinlich auf „Edelmänner“, „die sich ihm als Geiseln überantwortet hatten“, woraus folgt, dass es „sich also um keine ´Umsiedlung` gehandelt habe … Karl erließ zudem ein Sondergesetz (Capitulatio de partibus Saxoniae), welches … u. a. Verunglimpfung eines Priesters oder einer Kirche, die bei den Heiden übliche Feuerbestattung oder das Essen von Fleisch an Fastentagen – mit der Todesstrafe bedrohte. Gezielt sollen von Karl auch Deportationen als Mittel der Unterwerfung eingesetzt worden sein … Karls Brutalität und Kompromisslosigkeit trugen ihm den Beinamen Sachsenschlächter ein.“

„Karl der Große strebte an, wie in anderen eroberten Gebieten, die Kirche mit ihren Niederlassungen und ihrer administrativen Tradition als Verwaltungsinstrument in Sachsen zu nutzen.“
„Karl bestätigte auch die Pippinsche Schenkung seines Vaters an die Kirche, aus der später der Kirchenstaat hervorgehen sollte.“

Die Kirche hatte Pippin mit einer gefälschten Urkunde herein gelegt, wonach Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert dem Papst angeblich bereits halb Europa geschenkt habe. Der stramm katholische Frankenherrscher Pippin wollte den Klerikern wenigstens einen Teil davon wieder „rückerstatten“ und eroberte dazu im Krieg Gebiete der Langobarden und schenkte sie dem „Stuhl Petri“ – nur eines von vielen Blutbädern, die den heutigen Reichtum der Kirche begründen.
Im Jahr 778 begann Karl dann den „Kreuzzug“ gegen die islamischen Mauren in Spanien, die dort eine Zeit der Toleranz prägten.
„Schon frühzeitig verstand sich Karl als der einzige rechtgläubige Verteidiger und Wahrer der Christenheit, und folgerichtig würdigt ihn die Grabinschrift als ´imperator orthodoxus`“, also als rechtgläubiger Herrscher im Sinne der Romkirche.
„Die Klöster u. a. in  St. Gallen und auf der Insel Reichenau (Bodensee), im einverleibten Bayern St. Emmeram bei Regensburg, in Freising und am Tegernsee (wichtigste Benediktinerabtei Oberbayerns), im heute österreichischen Mondsee (dort war auch Salzburg … ein Zentrum der Mission) wie auch in Fulda und in Trier wurden neu gegründet, zu Abteien erhoben oder erfuhren eine erhebliche Steigerung ihrer Bedeutung.“

Im Jahr 1165 wurde der Kaiser und Kriegsherr, der während seiner Regentschaft immer Krieg führte, heilig gesprochen. Die Heiligsprechung geriet hierbei in den Konkurrenzkampf zweier „Heiliger“ Väter darüber, wer von beiden der „wahre“ Papst sei. Da der damalige Papst Alexander III. die vom Kölner Erzbischof mit Zustimmung von Papst (später „Gegenpapst“) Paschalis III. vorgenommene Heiligsprechung des „Sachsenschlächters“ nicht bestätigte, ist der 28. Januar zwar nicht offiziell als römisch-katholischer Gedenktag für Karl im Kirchenkalender eingetragen. Der Tag wird praktisch aber trotzdem als kirchlicher Gedenktag gefeiert. „Im Aachener Dom und im Frankfurter Kaiserdom wird jährlich am 28. Januar ein Karlsamt nach einer aus dem 15. Jahrhundert überlieferten Liturgie gehalten. Bestandteile des Karlsamt sind die Karlssequenz, ein lateinischer Lobgesang auf die Stadt und den Kaiser sowie die ebenfalls lateinischen Kaiserlaudes mit … Fürbitten für Kirche, Papst, Bischof, das deutsche Volk und alle Regierenden. Die Predigt hält ein Mitglied einer europäischen Bischofskonferenz“. Außerdem sind viele katholische Kirchen nach dem „heiligen“ Karl benannt. Und die Evangelische Kirche in Deutschland EKD erkennt den Gedenktag zu Ehren Karls sogar offiziell an.

Das ist also ein Jubiläum, so ganz nach dem Muster der Kirche. Wann endlich wird die Geschichte in Deutschland im Sinne der Demokratie und der Aufklärung geschrieben und nicht mehr von den Priestern und Theologen diktiert, von denen man nie weiß, wann sie wieder verstärkt in die Spuren der Vergangenheit treten? Mehr dazu siehe:
https://www.theologe.de/theologe16.htm#Karl_der_Grosse

Im Jahr 2016 folgte dann jedoch eine weitere Intensivierung der gesellschaftlichen Ehrerbietungen für Karl und die katholische Kirche. Papst Franziskus wurde zwölf Jahre nach dem Karlspreis für Papst Johannes Paul II ebenfalls mit diesem Preis ausgzeichnet. In Gegenwart der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie von Mario Draghi von der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Juncker und Donald Tusk von der EU, Martin Schulz vom Europäischen Parlament und weiteren hochrangigen Politikern und teilweise früheren Preisträgern, die zu ihm in den Vatikan gepilgert waren, nahm Franziskus den Preis an. Es geht um „angebliche“ Verdienste um die europäische „Einigung“. Betrachtet man die bisherigen Empfänger, dann haben jedoch die meisten die Spaltung zwischen West und Ost, in diesem Fall Russland, mehr oder weniger verschärft. Politisch ließe sich hierzu vieles sagen, doch was ist die Rolle der Kirche? Dass der Westen in dieser Zeitepoche ausgerechnet den katholischen Despoten Karl den Großen als eine der Gallionsfiguren an seine Spitze stellt, lässt tief blicken. Deshalb ist Kritik an der Verleihung des Karlpreises 2016 an Papst Franziskus auch unlogisch. Denn der Papst und Karl der Große – das passt zusammen. Mehr dazu siehe:
https://www.theologe.de/karl-der-grosse_karlspreis_papst.htm

Lesen Sie dazu auch: Karlspreis 2014 für den EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy: https://theologen.wordpress.com/2014/05/29/gedenkjahr-fur-karl-den-grosen-karlspreis-an-eu-ratsprasidenten-verliehen-wer-ist-der-heilige-karl/

 

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