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Tebartz-von Elst zurück – mit Rückenwind aus dem Vatikan

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Er ist zurück, mit Rückenwind aus dem Vatikan, wo vor allem Kurienerzbischof und „Großinquisitor“ Gerhard Ludwig Müller Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst gegenüber allen Vorwürfen in Schutz nimmt. Nachdem er ca. 10.000 Euro Monatsgehalt vom Staat auch während seiner Besinnungstage im Kloster erhielt, hat er offenbar in Limburg bereits wieder „zu alter Form gefunden“ (http://www.focus.de/politik/deutschland/er-erteilt-bereits-weisungen-kaviar-statt-kloster-protz-bischof-tebartz-van-elst-zurueck-in-limburg_id_3585281.html) Auch sein Fahrer und gleichzeitig Koch (und …?) wurde mit ins Boot des üppigen Lebens geholt. Er bekommt ungefähr das Gehalt eines Weihbischofs.

Nach neuerlichen Zeugenaussagen habe „S“eine Exzellenz Tebartz-van Elst „den Architekt seines Prunkbaus und leitende Mitarbeiter systematisch eingeschüchtert“ (focus.de, 1.2.2014). Diese mussten beispielsweise „Verschwiegenheitserklärungen“ über die Kosten unterzeichnen, die wiederum gegenüber dem Vermögensverwaltungsrat des Bistums „regelwidrig“ vertuscht wurden.

Bei seinem einzigen offiziellen Termin in Limburg kam es offenbar gleich zum Eklat. Focus.de schreibt: „Die Mitglieder [der vom Vatikan eingesetzten Untersuchungskommission] beabsichtigten, Tebartz-van Elst bei seinem Besuch einige Fragen zu stellen Doch davon schien der Bischof nichts zu halten. Stattdessen hatte er für den Termin eine Erklärung vorbereitet, die er vortragen wollte, wie die [Süddeutsche] Zeitung berichtete. Dass die Kommissionsmitglieder ihm kritische Fragen stellen wollten und Antworten erwarteten, empfand der Bischof demnach als Zumutung. Es sei daraufhin zum Eklat gekommen“ (3.2.2014)

Man könnte hier ergänzen: Darüber darf man sich nicht wundern. Schließlich müssen sich in der Kirche ja die „Unteren“ den „Oberen“ unterwerfen, und jeder Bischof gilt wie der Papst selbst als „Stellvertreter Christi“ (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1560). (Hier handelt es sich allerdings nicht um den Christus, der in Jesus von Nazareth unter uns lebte, sondern um einen virtuellen katholischen „Christus“, eine katholische Kunstfigur, mit welcher der echte Christus verhöhnt wird). Demokratie ist für die Kirche unmissverständlich „Ketzerei“, denn wer die Unterwerfungsforderung unter den Papst nicht befolgt, werde angeblich in eine ewige Hölle verflucht.

Auch der „Franziskus“ in Rom ist letztlich eine „Fälschung“. Franziskus von Assisi hat Reichtum nicht für sich behalten, doch die Kirche ist nicht einmal bereit, ihr unermessliches Vermögen zu teilen. Nur Almosen werden oft öffentlichkeitswirksam gegeben bzw. von Papst „Franziskus“ viele schöne Worte dazu gemacht. Das gehortete Vermögen wird jedoch nicht dazu eingesetzt, Not und Elend zu lindern.
PS: Wenn der Bischof nicht im Palais residiert, wird er dort von seinem Fahrer vertreten.

Die Nachricht finden Sie auf theologe.de unter http://www.theologe.de/schwarzbuch_katholische-kirche.htm#Tebartz-van-Elst_zurueck_in_Limburg

Aktualisierung:
9.2.2014 – Bischof Tebartz von Elst und die Kirche: Geheimarchiv, konspirative Wohnung und „deutlich höhere“ Kosten als 31 Millionen für den Bischofssitz (statt der geplanten 2,5 Millionen). Kirchliche Stiftungsgelder abgezweigt / Neue Kirchenaustrittswelle bahnt sich an – http://www.theologe.de/gott_mammon.htm#Noch_hoehere_Verschwendung

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